NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Die Ölpreise haben am Mittwoch auf neue US-Öllagerdaten mit deutlichen Kursgewinnen reagiert. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im April kostete am Abend 82,73 US-Dollar. Das waren 1,24 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg um 1,19 Dollar auf 81,11 Dollar. Vor den Daten hatten sich die Ölpreise nur leicht bewegt gezeigt.
Händler begründeten die Kursgewinne mit deutlichen Rückgängen bei den Benzin- und Destillatebeständen. So waren die Benzinbestände in der vergangenen Woche um 2,9 Millionen Barrel gesunken, während die Destillatevorräte (Heizöl, Diesel) um 2,2 Millionen Barrel nachgegeben hatten. Die Rohölbestände waren indes um 1,4 Millionen Barrel gestiegen. Vor allem die Destillate-Bestände stehen derzeit wegen der kalten Temperaturen im Blickpunkt.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist hingegen gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel (159 Liter) am Dienstag im Durchschnitt 77,38 US-Dollar. Das waren 48 Cent weniger als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./bf/he