Zürich (AWP) - Die Novartis AG veröffentlicht am Donnerstag, 17. Januar 2007, das Geschäftsergebnis 2007. 15 Analysten erwarten folgende Werte:
* fortgeführte Aktivitäten exkl. Rückstellungen für Umweltsanierungen von 590 Mio USD
** vor Minderheiten inkl. Rückstellungen für Umweltsanierungen von 590 Mio USD
FOKUS: Die Analysten erwarten weitere Details zu dem im Dezember lancierten Programm 'Forward' sowie zur Guidance für die Division Pharmaceuticals. Da Novartis sowohl unter Vorlage der Q3-Zahlen als auch nochmals Ende 2007 negative Einflüsse für das vierte Quartal und das erste Halbjahr 2008 angekündigt hat, rechnen die meisten Experten mit keinen negativen Überraschungen, allerdings auch kaum mit positiven. Daneben werden Marktteilnehmer ein Auge auf Angaben zur Entwicklung der beiden Sparten Sandoz und Vaccines & Diagnostics haben. Gespannt darf man auch auf die Dividende sein, da Daniel Vasella im Herbst eine höhere Ausschüttungsquote in Aussicht gestellt hat und im Berichtsjahr massive Veräusserungsgewinne angefallen sind.
ZIELE: Für das Geschäftsjahr 2007 hat Novartis im Dezember früher gemachte Prognosen bestätigt, wonach das Management für das laufende Geschäftsjahr ein Rekordergebnis beim operativen Gewinn und beim Reingewinn erwartet. Für das Ergebnis des vierten Quartals 2007 und des ersten Halbjahres 2008 stellte der Pharmakonzern aber stark negative Einflüsse durch den Verlauf des Pharmageschäfts in den USA in Aussicht. Dabei würde der Rückzug von Zelnorm und die Konkurrenz durch Generika bei Lamisil, Lotrel, Famvir und Trileptal negativ zu Buche schlagen.
PRO MEMORIA: Im Dezember hat Novartis das Kostensenkungsprogramme 'Forward' lanciert, womit die Organisationsstruktur vereinfacht, Entscheidungsprozesse beschleunigt und dezentralisiert, Arbeitsabläufe neu gestaltet und die Produktivität gesteigert werden soll. Die Massnahmen sollen 2008 und 2009 umgesetzt und 2010 zu Kosteneinsparungen von 1,6 Mrd USD vor Steuern führen.
Das Geschäftsergebnis ist signifikant durch Einmaleffekte geprägt. Es sind dies Aufwendungen von 590 Mio USD für Umweltsanierungen (Q3) und einmalige Kosten für 'Forward'-Initiative von 450 Mio USD (Q4) sowie Gewinne aus dem Verkauf von Gerber und Medical Nutrition von 5,2 Mrd USD (Q3).
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