Zürich (AWP) - Axpo und BKW sind bezüglich Bau eines neuen Atomkraftwerkes nach wie vor im Gespräch mit Atel. Er hoffe dabei nach wie vor auf eine Brancheneinigung, sagte Axpo-CEO Heinz Karrer in einem Interview mit der "Bilanz" (Ausgabe 16/08), das vorab erhältlich war. Dass Axpo und BKW in Mühleberg und Beznau neue AKW bauen wollen und die Atel in Gösgen, hält Karrer jedenfalls "nicht für glücklich".
Axpo/BKW seien in der Sache auch nicht vorgeprellt, das Rahmenbewilligungsgesuch sei von der Atel eingereicht worden, so Karrer. "Das bedaure ich, zumal wir uns mitten in einem Verhandlungsprozess befanden." Man sei jedoch in Verhandlung und hoffe auf eine Lösung. Karrer gab sich insgesamt aber optimistisch, "dass wir die für die Versorgungssicherheit notwendigen Produktionskapazitäten zeitgerecht bereitstellen können".
Zum Projekt Trans Adriatic Pipeline (TAP), an dem die Axpo-Tochter EGL zusammen mit der nationalen iranischen Gasgesellschaft federführend beteiligt ist, meinte Karrer, dass es die Versorgungssituation der Schweiz mit Gas "mittelfristig wesentlich verbessern" wird. Das Risiko für die Axpo sei dabei "begrenzt", so Karrer, "wir werden uns höchstens mit 50% am TAP-Projekt beteiligen". Zudem sei der grösste Teil fremdfinanziert. "Deshalb dürfte sich unser Engagement höchstens auf wenige hundert Millionen Franken belaufen", sagte der Axpo-CEO.
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