Zürich (awp) - Für den grössten Schweizer Lebensversicherer Swiss Life ist ein Rückzug aus dem Pensionskassengeschäft kein Thema. Jedenfalls derzeit. "Solange die Rahmenbedingungen so gestaltet sind, dass wir eine vernünftige Rendite erwirtschaften können, die die Kapitalkosten deckt, sehe ich keinen Grund, dass wir aus dem Vollversicherungsgeschäft aussteigen", erklärt CEO Bruno Pfister im Interview mit dem Magazin "Stocks" (Ausgabe vom 04.02).
Anders wäre es aber, wenn sich die Rahmenbedingungen massiv verschlechtern würden, warnt Pfister. Er denke dabei in erster Linie an den BVG-Mindestzinssatz und und die Gewinnausschüttungsquote, die so genannte Legal Quote. "Wenn Letztere vom Brutto- aufs Nettoprinzip wechseln würde, müssten sich die Swiss Life und wohl die gesamte Lebensversicherungsbranche Gedanken machen, wie das Geschäft weiter betrieben werden soll", so der CEO.
Weniger Kopfzerbrechen bereitet Pfister hingegen die Volksabstimmung vom 7. März. Ein Nein der Stimmbürger zu tieferen Rentenumwandlungssätzen würde die Profitabilität von Swiss Life nicht tangieren. "Ein Nein würde die bestehende Umverteilung von Erwerbstätigen zu Rentnern zementieren. Diese findet auch innerhalb der Versicherung statt", erklärt Pfister.
Das Nein zu tieferen Rentenumwandlungssätzen würde auch nicht zu noch tieferen Sätzen im überobligatorischen BVG-Teil zwingen. "Im Überobligatorium rechnen wir schon seit Jahren mit 5,8% - das ist unserer Ansicht nach der versicherungsmathematisch korrekte Satz. Es gibt daher keine Pläne, diese Grösse weiter zu senken", erläutert Pfister weiter.
Im operativen Geschäft ausserhalb peilt Pfister eine Verdreifachung der Verkäufe von Swiss-Life-Policen via AWD bis 2012 an. "Bis 2012 soll der Verkauf von Swiss-Life-Produkten über AWD rund 2 Mrd CHF ausmachen", formuliert der CEO das Ziel.
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