Fünf Jahre nach dem Start der Entwicklung einer Simulationssoftware – die Doktorarbeit von Firmengründer Waldemar Kubli – wurde AutoForm Engineering als Spin-off der ETH ins Leben gerufen. 13 Jahre später verfügt man neben der Zentrale in Zürich über Niederlassungen in Europa, Nord-amerika und Asien. Dazu kommen lokale Vertriebspartner in 15 Ländern, welche die internationale Ausrichtung belegen.
AutoForm entwickelt innovative Softwarelösungen für den Werkzeugbau und die Blechbearbeitungsindustrie. «So werden aus vormals zwei Tagen Simulationsaufwand durch raffinierte Algorithmen mit einem Mal zwei Stunden», sagt Kubli, «bevor der erste Span fällt, lassen sich dadurch die Produktherstellbarkeit absichern, die Werkzeug- sowie Materialkosten berechnen, das Werkzeugdesign gestalten und die Prozesse optimieren.» AutoForm konzentriert sich auf diese Bereiche und gilt ihrem Chef zufolge als der führende Anbieter von Software, mit der die Blechumformung effizienter gestaltet werden kann. Alle der 20 grössten Automobilhersteller und die meisten ihrer Zulieferer setzen die Technologie von AutoForm ein. Weltweit gibt es an die 2500 Anwender in 40 Ländern.
Insgesamt arbeiten 210 Spezialisten bei AutoForm. Im Zuge des Wachstums hat die Firma das Dreier-Führungsteam 2008 verdoppelt und damit die Kompetenzen in der Geschäftsleitung erweitert. Für den Gründer bedeutet dies: «Mehr Freiraum für meine favorisierten Aufgaben als Entwicklungsleiter.»
Zu den Perspektiven seiner Firma sagt Kubli: «Die Trends in der Automobilindustrie wie die Senkung der Produktionskosten, ein effizienter Umgang mit dem Rohmaterial, die rasche Markteinführung von Modellen und erhöhte Sicherheitsanforderungen sprechen für den Einsatz von ausgeklügelten Systemen, wie wir sie entwickeln.»
Die zuletzt lancierte Software AutoForm-CostCalculator zeigt einmal mehr die Innovationskraft, so Kubli. In einer neuen Herangehensweise werden die Werkzeugkosten ausgehend von der Bauteilgeometrie berechnet. «Das ist einzigartig.»