Schweizer Unternehmen in Spanien: Der gestoppte Höhenflug
Spanien kämpft mit harter Sparpolitik gegen die Schuldenkrise. Das Risiko des Scheiterns ist hoch. Das spüren auch die Schweizer Unternehmer.
05.04.2012
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Ab Mitte der 1990er-Jahre stiegen die Exporte von Schweizer Firmen nach Spanien steil an, von rund 2 Milliarden Franken auf über 7,5 Milliarden im Jahr 2007. Spanien war damit zum sechstwichtigsten Markt für helvetische Produkte und Dienstleistungen weltweit avanciert. (Bilder: Keystone)
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Doch diese Zeiten sind vorbei: Seit Ausbruch der Krise sind die Ausfuhren um 24 Prozent eingebrochen – und weiter rückgängig: In den ersten zwei Monaten 2012 sanken sie um 5,9 Prozent. Spanien fiel als Exportdestination mittlerweile auf den zehnten Rang zurück.
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Um das Haushaltsdefizit zu verringern, verkündete vergangene Woche der neu gewählte spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy für sein Land das härteste Sparprogramm seit Ende der Franco-Diktatur.
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Die Reaktion folgte unmittelbar: Ein Generalstreik legte ganz Spanien lahm. Die Euro-Zonen-Chefs applaudierten Rajoys Sparprogramm - doch die Märkte zweifeln: So stellen sich auch die einzelnen Schweizer Unternehmen weiter auf härtere Zeiten in Spanien ein.
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Holcim - Seit 2007 ist der Umsatz in Spanien um mehr als die Hälfte gefallen. Im früheren Schlüsselmarkt musste der Zementkonzern Ende 2011 Wertberichtigungen in Höhe von 243 Millionen Franken vornehmen. In den letzten Monaten machte er mehrere Betonwerke dicht.
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Hilti - Die Umsätze liegen «deutlich» unter dem Niveau von 2007, der Bautechnik-Konzern musste in Spanien Personal abbauen. Die Exporte der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie nach Spanien gingen 2011 um 11,5 Prozent zurück.
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Geberit - Der Sanitärtechnik-Konzern verlor in Spanien und Portugal im letzten Jahr 9,5 Prozent Umsatz. «Der Markt auf der iberischen Halbinsel ist derzeit am Boden», sagt dazu Geberit Sprecher Roman Sidler.
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Roche - De Schweizer Pharmafirmen kämpfen mit massiven Zahlungsrückständen. Viele lokale Regierungen können Rechnungen für Spitalmedikamente nicht mehr begleichen. Gegenüber Roche beliefen sich die ausstehenden Zahlungen des öffentlichen Sektors in Spanien, Italien, Griechenland und Portugal Ende 2011 auf 2,1 Milliarden Franken.
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Lonza - Der Lifescience-Konzern betreibt im nordwestspanischen Porrino ein Produktionswerk und büsste allein letztes Jahr 45 Prozent des Umsatzes ein.
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