Meistgelesen

Ausblick: Das können Gold-Anleger für 2015 erwarten
Ausblick

Die vermeintlich sichere Anlage Gold hat in diesem Jahr enttäuscht. Selbst in der aktuellen Russland-Krise zeigt sich das Edelmetall unbeeindruckt. Was bringt das neue Jahr? Mehr...

VonAndrea Marthaler
19.12.2014
Für risikofreudige Anleger bietet Russland eine dreifache Kursphantasie.
Aktien

Die Börse Moskau und der Rubel rauschten wochenlang ungebremst nach unten, doch Interventionen am Devisenmarkt haben nun den Turnerbund gebracht. Wie es weitergeht und worauf Anleger jetzt setzen. Mehr...

VonGeorg Pröbstl
19.12.2014
Beinahe-Kollision im Schweizer Luftraum
Luftfahrt

Im Luftraum über dem Militärflugplatz Payerne sind sich zwei Schweizer Kampfjets und ein Privatflugzeug gefährlich nahe gekommen. Der Vorfall ereignete sich bereits Ende November und wird untersucht. Mehr...

18.12.2014
Französischer Unternehmer schluckt Orange Schweiz
Milliarden-Deal

Xavier Niel ist hierzulande wenig bekannt, in der Telekombranche aber ein Gigant. Dass er Orange Schweiz kauft, löst fast schon ein Erdbeben aus und bedroht Branchenprimus Swisscom. Mehr...

18.12.2014
Roche: Krebsmedikament mit Milliardenpotenzial begraben
Misserfolg

Hiobsbotschaften von der Basler Pharmafirma Roche: Zwei wichtige Studien wurden versenkt. Mit einem Brustkrebsmedikament wollte die Firma Milliarden machen. Nun kommt die Korrektur. Mehr...

19.12.2014
Diese Firmen bedroht Russlands Krise am meisten
Währungskrise

Viele Unternehmen sind in Russland engagiert. Die Krise hat nun einen Milliardendeal bei BASF platzen lassen – und gefährdet weitere Einnahmen. Allen voran bei einem Konzern mit Sitz in der Schweiz. Mehr...

VonKaren Merkel
18.12.2014
Wie lange reichen Russlands Devisenschätze?
Währung

Die russische Notenbank hat bisher 80 Millionen Dollar aus ihren Devisenreserven abgezogen, um den Rubel zu stützen. Zig Milliarden sollen folgen. Doch auch Russlands üppige Vorräte können erschöpfen. Mehr...

19.12.2014

Anzeige

«E-Mails werden abgefangen»

Der ETH-Dozent rät Firmen dringend, Daten zu verschlüsseln. Denn die Gefahr ist gross, dass heikle Informationen in falsche Hände geraten.

VonInterview: Jorgos Brouzos
03.02.2011

Müssen Unternehmen ihre Kommunikation verschlüsseln?

Martin Hirt: Unbedingt. Die Kommunikation über Webseiten, per E-Mail oder Telefon ist per se unsicher. Daten lassen sich abfangen oder abhören. Deswegen müssen Informationen, die für das Unternehmen heikel sind, verschlüsselt werden.

Gibt es die unknackbare Verschlüsselung?

Hirt: Im Prinzip schon, doch sie ist nicht praxistauglich. Die üblichen Verschlüsselungsverfahren bieten einen sehr hohen Schutz. Es lässt sich jedoch nie ausschliessen, dass ein Algorithmus gefunden wird, um eine Verschlüsselung zu knacken.

Gibt es Beispiele von Unternehmen, die ausgespäht wurden?

Hirt: Die USA und weitere Staaten untersuchen seit Jahren mit ihrem Echelon-Netz den weltweiten Mailverkehr, Telefongespräche und Fax-Nachrichten auf Stichwörter und werten die Ergebnisse von Hand aus. Es gibt Beispiele, bei denen E-Mails mit heiklen Daten aus der Wirtschaft abgefangen wurden.

Oftmals fordern Regierungen einen Key Escrow, also einen Schlüssel, der es Behörden in gewissen Situationen erlaubt, Daten abzuhören. Zuletzt drängte etwa Indien auf den Blackberry-Schlüssel.

Hirt: Firmen sind darauf angewiesen, neuralgische Daten sicher kommunizieren zu können. Wenn die indische Regierung den Schlüssel für die Blackberry-Verschlüsselung hätte, würden wohl viele Firmen auf den Einsatz dieser Business-Geräte in Indien verzichten.

Ist es vorstellbar, dass Schweizer Behörden über solche Schlüssel verfügen?

Hirt: Banken und ihre Kunden würden es nicht akzeptieren, dass der Staat etwa die Schlüssel des E-Banking kennt. Es ist auch schwierig sicherzustellen, dass der Staat mit dem Schlüssel nur das tut, was er darf. Zudem ist die Aufbewahrung des Escrow-Schlüssels extrem kritisch. Man stelle sich vor, ein Schlüssel käme in falsche Hände: Das wäre ein wirtschaftlicher Super-GAU für die Schweiz.

Schützt Verschlüsselung auch vor Datendiebstahl?

Hirt: Eine Firma kann ihre Daten noch so sicher verschlüsseln: Am Ende müssen die Mitarbeiter Zugriff haben. Und dann können die Daten auch gelesen, kopiert oder abfotografiert werden. Mit Verschlüsselung kann aber der Zugriff erschwert werden - etwa wenn ein Mitarbeiter eine Festplatte gestohlen hat.

Diskussion
- Kommentare

Müssen Unternehmen ihre Kommunikation verschlüsseln?

Martin Hirt: Unbedingt. Die Kommunikation über Webseiten, per E-Mail oder Telefon ist per se unsicher. Daten lassen sich abfangen oder abhören. Deswegen müssen Informationen, die für das Unternehmen heikel sind, verschlüsselt werden.

Gibt es die unknackbare Verschlüsselung?

Hirt: Im Prinzip schon, doch sie ist nicht praxistauglich. Die üblichen Verschlüsselungsverfahren bieten einen sehr hohen Schutz. Es lässt sich jedoch nie ausschliessen, dass ein Algorithmus gefunden wird, um eine Verschlüsselung zu knacken.

Gibt es Beispiele von Unternehmen, die ausgespäht wurden?

Hirt: Die USA und weitere Staaten untersuchen seit Jahren mit ihrem Echelon-Netz den weltweiten Mailverkehr, Telefongespräche und Fax-Nachrichten auf Stichwörter und werten die Ergebnisse von Hand aus. Es gibt Beispiele, bei denen E-Mails mit heiklen Daten aus der Wirtschaft abgefangen wurden.

Oftmals fordern Regierungen einen Key Escrow, also einen Schlüssel, der es Behörden in gewissen Situationen erlaubt, Daten abzuhören. Zuletzt drängte etwa Indien auf den Blackberry-Schlüssel.

Hirt: Firmen sind darauf angewiesen, neuralgische Daten sicher kommunizieren zu können. Wenn die indische Regierung den Schlüssel für die Blackberry-Verschlüsselung hätte, würden wohl viele Firmen auf den Einsatz dieser Business-Geräte in Indien verzichten.

Ist es vorstellbar, dass Schweizer Behörden über solche Schlüssel verfügen?

Hirt: Banken und ihre Kunden würden es nicht akzeptieren, dass der Staat etwa die Schlüssel des E-Banking kennt. Es ist auch schwierig sicherzustellen, dass der Staat mit dem Schlüssel nur das tut, was er darf. Zudem ist die Aufbewahrung des Escrow-Schlüssels extrem kritisch. Man stelle sich vor, ein Schlüssel käme in falsche Hände: Das wäre ein wirtschaftlicher Super-GAU für die Schweiz.

Schützt Verschlüsselung auch vor Datendiebstahl?

Hirt: Eine Firma kann ihre Daten noch so sicher verschlüsseln: Am Ende müssen die Mitarbeiter Zugriff haben. Und dann können die Daten auch gelesen, kopiert oder abfotografiert werden. Mit Verschlüsselung kann aber der Zugriff erschwert werden - etwa wenn ein Mitarbeiter eine Festplatte gestohlen hat.

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung
 

Cover der aktuellen Ausgabe

 

Unsere Partner      
 

Börsenexperte Marc Faber: «Kurssturz um 30 Prozent». Mehr

Peter Spuhler ist Unternehmer des Jahres 2014. Mehr

«Geld ist ein untauglicher Indikator für Erfolg». Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...