Dow Jones steigt auf Fünfjahreshoch

Nach einem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende hat der Dow Jones auf dem höchsten Stand seit Ende 2007 geschlossen. Grund waren einige Unternehmenszahlen.

23.01.2013

Klar negative Konjunktur-Nachrichten sind an der Wall Street in den Hintergrund gerückt. Getrieben von überwiegend positiv aufgenommen Unternehmenszahlen stieg der Dow Jones Industrial auf ein Fünfjahreshoch. 

Die Zahl der Verkäufe von bestehenden Häusern in den USA war im Dezember überraschend gefallen. Dennoch gewann der Dow 0,46 Prozent auf 13'712 Punkte. Von seinem im Oktober 2007 erzielten Rekordhoch in Höhe von 14'198 Punkten ist er damit nur noch rund 500 Punkte entfernt. Der breit gefasste S&P-500-Index stieg um 0,44 Prozent, an der Technologiebörse Nasdaq rückte der Composite-Index um 0,27 Prozent vor.

Der Chemiekonzern DuPont hatte zwar im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres wegen eines deutlichen Nachfragerückgangs einen operativen Gewinneinbruch erlitten. Dennoch übertraf er die Analystenschätzungen, was die Aktien um 1,77 Prozent steigen liess. Ein ähnliches Bild bot der Versicherungskonzern Travelers , dessen Titel sich um 2,15 Prozent auf 77,95 US-Dollar verteuerten. Trotz eines deutlichen Rückgangs wegen des Wirbelsturms «Sandy» war der Quartalsgewinn besser als erwartet ausgefallen.

Die Aktien von Johnson & Johnson hingegen gaben um 0,74 Prozent nach. Der Konsumgüter- und Medizintechnikkonzern hatte zwar seinen Umsatz erwartungsgemäss gesteigert, verdiente aber weniger als noch vor einem Jahr. Experten hatten mit einem wesentlich höheren Gewinn gerechnet.

RIM mit riesigem Satz nach vorn

Die Anteilsscheine von Delta Air Lines kletterten um 2,83 Prozent nach oben. Die Fluggesellschaft hatte trotz eines Gewinnrückgangs die Analystenerwartungen erfüllt und will seine Kapazitäten verringern, um so seine Lohn- und Treibstoffkosten zu drücken.

Bei Boeing belastete, dass der Flugzeugbauer die Auslieferung seiner neuen «Dreamliner»-Flugzeuge gestoppt hatte. Zuvor hatten bereits Luftfahrtbehörden weltweit ein Startverbot für den Hoffnungsträger von Boeing verhängt, der mit einer Pannenserie für Aufsehen gesorgt hatte. Die Aktien fielen um 1,17 Prozent.

Dagegen schnellten die Aktien von Research In Motion (RIM) um 13,01 Prozent in die Höhe. Der angeschlagene Blackberry-Hersteller prüft Medienberichten zufolge weiterhin verschiedene strategische Optionen, die einen Verkauf der Hardware-Produktion sowie die Lizenzierung der eigenen Software beinhalten.

Google und IBM stark

Der Software-Riese Microsoft schliesslich verhandelt laut US-Medienberichten über eine finanzielle Beteiligung an der Übernahme des Computer-Herstellers Dell. Den Dell-Titeln bescherten die Meldungen ein Plus von 2,10 Prozent.

Nach Börsenschluss überraschten der Computer-Hersteller IBM und der Internet-Konzern Google mit positiven Quartalszahlen, so dass deren Papiere im nachbörslichen Handel um jeweils mehr als vier Prozent in die Höhe schnellten. In der Kernhandelszeit waren die Titel von IBM um 0,83 Prozent gestiegen, während die von Google um 0,30 Prozent gesunken waren.

(tno/awp)

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema
Links: 

Klar negative Konjunktur-Nachrichten sind an der Wall Street in den Hintergrund gerückt. Getrieben von überwiegend positiv aufgenommen Unternehmenszahlen stieg der Dow Jones Industrial auf ein Fünfjahreshoch. 

Die Zahl der Verkäufe von bestehenden Häusern in den USA war im Dezember überraschend gefallen. Dennoch gewann der Dow 0,46 Prozent auf 13'712 Punkte. Von seinem im Oktober 2007 erzielten Rekordhoch in Höhe von 14'198 Punkten ist er damit nur noch rund 500 Punkte entfernt. Der breit gefasste S&P-500-Index stieg um 0,44 Prozent, an der Technologiebörse Nasdaq rückte der Composite-Index um 0,27 Prozent vor.

Der Chemiekonzern DuPont hatte zwar im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres wegen eines deutlichen Nachfragerückgangs einen operativen Gewinneinbruch erlitten. Dennoch übertraf er die Analystenschätzungen, was die Aktien um 1,77 Prozent steigen liess. Ein ähnliches Bild bot der Versicherungskonzern Travelers , dessen Titel sich um 2,15 Prozent auf 77,95 US-Dollar verteuerten. Trotz eines deutlichen Rückgangs wegen des Wirbelsturms «Sandy» war der Quartalsgewinn besser als erwartet ausgefallen.

Die Aktien von Johnson & Johnson hingegen gaben um 0,74 Prozent nach. Der Konsumgüter- und Medizintechnikkonzern hatte zwar seinen Umsatz erwartungsgemäss gesteigert, verdiente aber weniger als noch vor einem Jahr. Experten hatten mit einem wesentlich höheren Gewinn gerechnet.

RIM mit riesigem Satz nach vorn

Die Anteilsscheine von Delta Air Lines kletterten um 2,83 Prozent nach oben. Die Fluggesellschaft hatte trotz eines Gewinnrückgangs die Analystenerwartungen erfüllt und will seine Kapazitäten verringern, um so seine Lohn- und Treibstoffkosten zu drücken.

Bei Boeing belastete, dass der Flugzeugbauer die Auslieferung seiner neuen «Dreamliner»-Flugzeuge gestoppt hatte. Zuvor hatten bereits Luftfahrtbehörden weltweit ein Startverbot für den Hoffnungsträger von Boeing verhängt, der mit einer Pannenserie für Aufsehen gesorgt hatte. Die Aktien fielen um 1,17 Prozent.

Dagegen schnellten die Aktien von Research In Motion (RIM) um 13,01 Prozent in die Höhe. Der angeschlagene Blackberry-Hersteller prüft Medienberichten zufolge weiterhin verschiedene strategische Optionen, die einen Verkauf der Hardware-Produktion sowie die Lizenzierung der eigenen Software beinhalten.

Google und IBM stark

Der Software-Riese Microsoft schliesslich verhandelt laut US-Medienberichten über eine finanzielle Beteiligung an der Übernahme des Computer-Herstellers Dell. Den Dell-Titeln bescherten die Meldungen ein Plus von 2,10 Prozent.

Nach Börsenschluss überraschten der Computer-Hersteller IBM und der Internet-Konzern Google mit positiven Quartalszahlen, so dass deren Papiere im nachbörslichen Handel um jeweils mehr als vier Prozent in die Höhe schnellten. In der Kernhandelszeit waren die Titel von IBM um 0,83 Prozent gestiegen, während die von Google um 0,30 Prozent gesunken waren.

(tno/awp)

Meistgelesen

Datenraub

Auf die Kunden von zwölf Schweizer Geldhäuser läuft derzeit eine grossangelegte Attacke. Die Hacker nutzen dabei eine besonders perfide Methode, die kaum Spuren hinterlässt. Mehr...

VonJorgos Brouzos
22.07.2014
Wladimir Putin schockt die russischen Milliardäre
Sanktionen

Nach dem Abschuss eines Flugzeugs von Malaysia Airlines in der Ostukraine drohen Russland neue Sanktionen. Für die reichsten Bewohner des Landes ist die zunehmende Isolation ein Horrorszenario. Mehr...

VonGabriel Knupfer
21.07.2014
«Kriegsähnliche Rhetorik» gegen die EU
Kritik

Staatssekretär Yves Rossier kritisiert die «kriegsähnliche Rhetorik» im Schweizer Diskurs über die EU. Die Schweiz sei nicht von Feinden umzingelt, sondern die Nachbarn seien unsere engsten Partner. Mehr...

06:53
Wie die Swisscom den Tod des Chefs verarbeitete
Management

Heute vor einem Jahr hat Swisscom-Chef Carsten Schloter sein Leben beendet. Der Konzern hat den Schock mit den Mitarbeitern gemeinsam aufgearbeitet – und den schweren Schritt in die Zukunft gewagt. Mehr...

VonGabriel Knupfer
06:16
Europa bricht seinen Schulden-Rekord
Schulden

Die Schulden der Euro-Länder und EU-Mitglieder sind auf dem höchsten Stand seit jeher. Sie übertreffen dabei weit die erlaubten Maximalwerte. Mehr...

22.07.2014
Apples iPhone 6 – Träume, Gerüchte, Fakten
Smartphone

Über kein anderes Produkt wird weltweit mehr spekuliert als über Apples Kassenschlager. Verfolgen Sie mit unserem Ticker den Countdown bis zur Vorstellung des neuen iPhones. Mehr...

VonVolker Strohm
09:15
Xiaomi Mi4 will das bessere iPhone sein
Technologie

Mit dem neuen Highend-Smartphone Xiaomi Mi4 schwingt sich der chinesische Hersteller zum direkten Konkurrenten von Apple auf. Der internationale Durchbruch ist nur noch eine Frage der Zeit. Mehr...

VonGabriel Knupfer
11:32

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung
 

Cover der aktuellen Ausgabe

 

Unsere Partner      
 

Tamedia weitet Online-Bezahlschranke aus. Mehr

Diese Fussballclubs sind Sieger an der Börse. Mehr

Holländer bauen Elektro-Tankstellen für Tesla und Co. Mehr

Sulzer-Personalabbau ist abgeschlossen. Mehr

Geheimer Umbau bei Sauber. Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...