SMI schafft es nicht ins Plus, UBS legt zu

Die Sorgen um Griechenland lasten weiter auf den Märkten: Die Schweizer Indizes sind mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Während andere Finanzwerte im Minus standen, kletterten die Titel der UBS na

04.10.2011

Die Schweizer Börse hat nach volatilem Handel tiefer geschlossen. Belastet wurden die Finanzmärkte weltweit von einer Verschiebung der zweiten Tranche der Finanzhilfen für Griechenland, anhaltenden Konjunktursorgen sowie den Problemen der Dexia-Bank. Die Situation in Griechenland führe in der europäischen Finanzlandschaft zu erheblichen Spannungen, hiess es dazu in Marktkreisen.

Positiv wurden indes Aussagen von Fed-Chef Bernanke am Nachmittag gewertet. Er bezeichnete zwar die Wirtschaftsentwicklung als nicht so robust wie erhofft, hielt deswegen aber die Tür für eine Ausweitung der geldpolitischen Massnahmen zur Stützung der Konjunktur weiterhin offen. In den USA und auch in Europa führte die Rede von Bernanke zu einer leichten Entspannung an den Märkten.

Der SMI schloss 0,93 Prozent tiefer bei 5444 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gab um 1,22 Prozent auf 802 und der Swiss Performance Index (SPI) um 1,11 Prozent auf 4914 Zähler nach.

Finanzwerte im Minus

Die grössten Verluste verzeichneten einige Zykliker, wo allen voran die Papiere der im Erdöl-Geschäft tätigen Transocean 6,3 Prozent nachgaben. Aber auch ABB (-3,4 Prozent), Adecco (-2,6 Prozent) oder Sonova (-2,9 Prozent) konnten sich den Konjunktursorgen nicht entziehen.

Im Gegensatz dazu konnten Holcim (+0,5 Prozent) in der zweiten Handelshälfte deutlich zulegen, nachdem die Papiere bis am frühen Nachmittag noch unter Verkaufsdruck gestanden hatten. Belastet wurde die Aktie zu Beginn von dem massiven Kurseinbruch des mexikanischen Cemex-Konzerns.

Europaweit wurden Finanztitel von einer drohenden Insolvenz der französisch-belgischen Bank Dexia sowie dem zurückgenommenen Gewinnziel der Deutschen Bank belastet. Mit klaren Abgaben zeigten sich denn auch Credit Suisse (-3,5 Prozent), gefolgt von Julius Bär (-2,7 Prozent).

Bei Julius Bär hat die HSBC das Rating auf «Neutral» von «Overweight» gesenkt. Auch Assekuranzwerte gaben klar nach. So verloren Bâloise 2,6 Prozent, Swiss Life 3,1 Prozent, ZFS 2,5 Prozent. Swiss Re (+0,1 Prozent) zeigten sich derweil etwas fester.

Ausnahme UBS

Die grosse Ausnahme bildeten die Titel der UBS (+1,4 Prozent). Die Bank hat vermeldet, dass im dritten Quartal voraussichtlich schwarze Zahlen resultieren werden, dies trotz eines durch einen Händler verursachten Verlusts von 2,3 Mrd USD. Das sei eine erfreuliche Meldung, hiess es in Marktkreisen. Allerdings habe die Bank noch immer wichtige Fragen zu klären.

Zu den wenigen Titeln, die ebenfalls im Plus schlossen, gehörten Logitech (+2,2 Prozent) und Swatch (+1,3 Prozent). Syngenta sanken derweil um 2,3 Prozent. Für diese Titel hat HSBC das Kursziel gesenkt.

Mit unterdurchschnittlichen Verlusten präsentierten sich die defensiven Pharmawerte Novartis (-1,0 Prozent), Roche (-0,5 Prozent) und Nestlé (-0,1 Prozent).

(tno/awp)

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Die Schweizer Börse hat nach volatilem Handel tiefer geschlossen. Belastet wurden die Finanzmärkte weltweit von einer Verschiebung der zweiten Tranche der Finanzhilfen für Griechenland, anhaltenden Konjunktursorgen sowie den Problemen der Dexia-Bank. Die Situation in Griechenland führe in der europäischen Finanzlandschaft zu erheblichen Spannungen, hiess es dazu in Marktkreisen.

Positiv wurden indes Aussagen von Fed-Chef Bernanke am Nachmittag gewertet. Er bezeichnete zwar die Wirtschaftsentwicklung als nicht so robust wie erhofft, hielt deswegen aber die Tür für eine Ausweitung der geldpolitischen Massnahmen zur Stützung der Konjunktur weiterhin offen. In den USA und auch in Europa führte die Rede von Bernanke zu einer leichten Entspannung an den Märkten.

Der SMI schloss 0,93 Prozent tiefer bei 5444 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gab um 1,22 Prozent auf 802 und der Swiss Performance Index (SPI) um 1,11 Prozent auf 4914 Zähler nach.

Finanzwerte im Minus

Die grössten Verluste verzeichneten einige Zykliker, wo allen voran die Papiere der im Erdöl-Geschäft tätigen Transocean 6,3 Prozent nachgaben. Aber auch ABB (-3,4 Prozent), Adecco (-2,6 Prozent) oder Sonova (-2,9 Prozent) konnten sich den Konjunktursorgen nicht entziehen.

Im Gegensatz dazu konnten Holcim (+0,5 Prozent) in der zweiten Handelshälfte deutlich zulegen, nachdem die Papiere bis am frühen Nachmittag noch unter Verkaufsdruck gestanden hatten. Belastet wurde die Aktie zu Beginn von dem massiven Kurseinbruch des mexikanischen Cemex-Konzerns.

Europaweit wurden Finanztitel von einer drohenden Insolvenz der französisch-belgischen Bank Dexia sowie dem zurückgenommenen Gewinnziel der Deutschen Bank belastet. Mit klaren Abgaben zeigten sich denn auch Credit Suisse (-3,5 Prozent), gefolgt von Julius Bär (-2,7 Prozent).

Bei Julius Bär hat die HSBC das Rating auf «Neutral» von «Overweight» gesenkt. Auch Assekuranzwerte gaben klar nach. So verloren Bâloise 2,6 Prozent, Swiss Life 3,1 Prozent, ZFS 2,5 Prozent. Swiss Re (+0,1 Prozent) zeigten sich derweil etwas fester.

Ausnahme UBS

Die grosse Ausnahme bildeten die Titel der UBS (+1,4 Prozent). Die Bank hat vermeldet, dass im dritten Quartal voraussichtlich schwarze Zahlen resultieren werden, dies trotz eines durch einen Händler verursachten Verlusts von 2,3 Mrd USD. Das sei eine erfreuliche Meldung, hiess es in Marktkreisen. Allerdings habe die Bank noch immer wichtige Fragen zu klären.

Zu den wenigen Titeln, die ebenfalls im Plus schlossen, gehörten Logitech (+2,2 Prozent) und Swatch (+1,3 Prozent). Syngenta sanken derweil um 2,3 Prozent. Für diese Titel hat HSBC das Kursziel gesenkt.

Mit unterdurchschnittlichen Verlusten präsentierten sich die defensiven Pharmawerte Novartis (-1,0 Prozent), Roche (-0,5 Prozent) und Nestlé (-0,1 Prozent).

(tno/awp)

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