Gold Jahrelang erreichte Gold Höchstpreise. Das Edelmetall galt als «sicherer Hafen». Doch nun rücken immer mehr Experten ab und sagen ein Ende des Boom voraus. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen. Zum Dossier...

Goldpreis auf tiefstem Stand seit August

Banger Blick in Richtung US-Notenbank: Die Aussicht auf ein Ende der Anleihenkäufe belastet den Goldpreis.

04.01.2013

Eine mögliche Straffung der zuletzt extrem expansiven US-Geldpolitik drückt den Goldpreis: Der Preis für eine Feinunze (etwa 31 Gramm) rutschte nach starken Verlusten vom späten Donnerstag am Freitagnachmittag um weitere 18,25 US-Dollar auf 1644,70 Dollar ab.

Zeitweise fiel der Goldpreis sogar auf 1627 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Ende August 2012.

Auslöser für den jüngsten Preisrutsch waren überraschende Aussagen im Protokoll zur letzten Sitzung der US-Notenbank. Demnach erwägen die Währungshüter in den USA, die Anleihekäufe zur Stützung der Wirtschaft bereits in diesem Jahr einzustellen. Der massive Anleihekauf durch die Notenbank hatte bei vielen Anlegern Inflationssorgen geschürt und den Anreiz zum Kauf von Gold als Versicherung gegen eine schleichende Geldentwertung verstärkt.

Experten der Commerzbank machten einen weiteren Grund für die starken Verluste beim Goldpreis aus: Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg erfassten Gold-ETFs hatten am Vortag den höchsten Tagesabfluss seit Ende Mai erreicht. Bei börsengehandelten Fonds (Exchange Traded Funds, ETF) investiert der Anleger nicht direkt in physisches Gold, sondern mittelbar über den Erwerb von Wertpapieren.

(tno/aho/awp)

Was Sie über Gold wissen müssen:
[[nid:367932]]

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema
Stichworte:
Fed Gold Goldpreis
Links: 

Eine mögliche Straffung der zuletzt extrem expansiven US-Geldpolitik drückt den Goldpreis: Der Preis für eine Feinunze (etwa 31 Gramm) rutschte nach starken Verlusten vom späten Donnerstag am Freitagnachmittag um weitere 18,25 US-Dollar auf 1644,70 Dollar ab.

Zeitweise fiel der Goldpreis sogar auf 1627 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Ende August 2012.

Auslöser für den jüngsten Preisrutsch waren überraschende Aussagen im Protokoll zur letzten Sitzung der US-Notenbank. Demnach erwägen die Währungshüter in den USA, die Anleihekäufe zur Stützung der Wirtschaft bereits in diesem Jahr einzustellen. Der massive Anleihekauf durch die Notenbank hatte bei vielen Anlegern Inflationssorgen geschürt und den Anreiz zum Kauf von Gold als Versicherung gegen eine schleichende Geldentwertung verstärkt.

Experten der Commerzbank machten einen weiteren Grund für die starken Verluste beim Goldpreis aus: Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg erfassten Gold-ETFs hatten am Vortag den höchsten Tagesabfluss seit Ende Mai erreicht. Bei börsengehandelten Fonds (Exchange Traded Funds, ETF) investiert der Anleger nicht direkt in physisches Gold, sondern mittelbar über den Erwerb von Wertpapieren.

(tno/aho/awp)

Was Sie über Gold wissen müssen:

Meistgelesen

Nach dem Börsengang zeigt Alibaba seine wahren Ambitionen
Unternehmen

Alibaba allmächtig: Gerade zehn Tage nach dem grössten Börsengang aller Zeiten weitet der Online-Händler sein Geschäftsmodell aus. Der Vergleich mit Amazon oder Ebay reicht dabei nicht mehr. Mehr...

VonKaren Merkel
30.09.2014
Für Bankkunden wird die Kontoführung teuer
Abgabe

Bitter für Bankkunden: Die Zinsen für Erspartes sinken, währen die Gebühren für die Kontoführung in die Höhe klettern. Dabei lohnt sich der genaue Vergleich zwischen den Banken. Mehr...

01.10.2014
Ferien

Alles fährt Ski: Doch wo ist wer am besten bedient? Die «Handelszeitung» analysierte 24 Destinationen in Europa. Das Resultat ist das exklusive Alpen-Ranking der besten Wintersportorte. Mehr...

VonClaus Schweitzer
01.10.2014
Wie Google Rivalen ausschaltet
Suche

Mit einem neuen Feature vereinfacht der Internetgigant die Nutzung von Webseiten. Auch sonst lanciert Google laufend mehr Services. Er bringt damit kleine Anbieter in Bedrängnis. Mehr...

VonLukas Rohner
30.09.2014
Schweizer Hauptsitz für ABB nicht mehr sakrosankt
Standort

Die Masseneinwanderungsinitiative macht ABB Sorgen. Wird sie falsch umgesetzt, stellt Konzernchef Ulrich Spiesshofer vieles in Frage - auch den Hauptsitz in der Schweiz. Mehr...

01.10.2014
Das Wichtigste zum neuen Gratis-WLan von Cablecom
Kommunikation

UPC Cablecom nimmt das grösste WLan der Schweiz in Betrieb. Wir beantworten die wichtigsten Fragen, damit Sie entscheiden können, ob sich das Angebot lohnt. Mehr...

VonLukas Rohner
01.10.2014
«Längere Krise als in den 1930er-Jahren»
Konjunktur

Aymo Brunetti warnt vor einem Ende der bilateralen Verträge mit der EU. Ohne sie erlebe die Schweiz einen Wohlstandsrückgang, so der Ökonomieprofessor. Auch sonst sieht er grosse Risiken. Mehr...

VonStefan Barmettler
01.10.2014

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung
 

Cover der aktuellen Ausgabe

 

Unsere Partner      
 

Whistleblower Elmer soll 4,5 Jahre in Haft. Mehr

Die grössten Baustellen des neuen Orell-Füssli-Chefs. Mehr

Ungleicher Kampf im Online-Stellenmarkt. Mehr

«Längere Krise als in den 1930er-Jahren». Mehr

WM in Katar: Kein Beweis für Schmiergeld. Mehr

Ölkonzern Tamoil prüft den Verkauf. Mehr

Das sind die besten Wintersportorte der Alpen. Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...