Meistgelesen

Jeder zweite Schweizer will die Grenzen schliessen
Umfrage

Die Schweiz tut sich weiter schwer mit der Flüchtlingsfrage. Laut «Schweiz am Sonntag» befürwortet fast die Hälfte eine vorübergehende Schliessung der Grenzen. Dafür soll mehr vor Ort gemacht werden. Mehr...

09:45
US-Zinswende: Heisse Kandidaten für Kursgewinne
Aktien

Die jüngsten Börsenturbulenzen wecken Zweifel an der anstehenden Zinswende. Hält die Fed den Kurs, könnten sich bei ausgewählten US-Blue-Chips attraktive Einstiegsgelegenheiten bieten. Mehr...

VonWolfgang Hagl
29.08.2015
Mittelfristig scheinen Kurse im Bereich von 500 Franken möglich zu sein.
Aktien

Monsanto ist raus! Am Mittwoch zog der US-Chemiegigant sein Angebot für Syngenta zurück. Das SMI-Mitglied war danach im freien Fall. Warum das eine gute Gelegenheit zum Einstieg ist. Mehr...

VonGeorg Pröbstl
28.08.2015
Vergleich

Ein Ranking der Städte mit der höchsten Lebensqualität zeigt grosse Veränderungen. Diese zehn Orte sind innert fünf Jahren ans Ende der Liste gerutscht. Mehr...

09:53
Tsunami: Im Mittelmeer schlummert eine grosse gefahr
Wissenschaft

Einmal in 100 Jahren fegt eine gewaltige Welle durch das Mittelmeer. Die Gefahr dafür ist laut neuesten Erkenntnissen grösser als je zuvor. Die Folgen wären verheerend. Mehr...

29.08.2015
So schlimm steht es wirklich um Chinas Wirtschaft
Impulse

Millionen ungenutzter Wohnungen in Geisterstädten und verschuldete Staatsbetriebe: China zahlt den Preis für Jahre verfehlter Politik. Die Kehrtwende zu nachhaltigem Wachstum ist schmerzhaft. Mehr...

VonFinn Mayer-Kuckuk
28.08.2015
Syngenta-Präsident verteidigt Monsanto-Schlacht
Agrochemie

Michel Demaré hat erfolgreich gegen Monsanto gekämpft, Syngenta bleibt eigenständig. Die Basler seien aber weiterhin offen für Partnerschaften, sagt der Verwaltungsratspräsident. Mehr...

29.08.2015

Anzeige

Richtig bezahlen im Ausland

Kreditkarten bieten auf Reisen mehr Sicherheit als Bares. Die Gebühren können aber teuer werden. Tipps, um Kostenfallen auszuweichen und den Urlaub zu geniessen.

VonJorgos Brouzos
15.07.2008

Er sei immer wieder überrascht, wie viel Bargeld manche Reisende in den Ferien dabei hätten. Das sei sehr unvorsichtig, so Thomas Beck, Geschäftsführer von Swiss Bankers. Eine sicherere Alternative bieten dagegen Kreditkarten, Maestro-/Postkarte und Travel Cash. «Jeder Kunde muss selbst entscheiden, wir weisen aber auf den Nutzen von Kreditkarten hin», so Peter Brun, Head of Corporate Communications bei Kuoni.

Bei All-Inclusive-Reisen sei häufig nur wenig Bargeld nötig, rät man bei Kuoni. In bestimmten Destinationen sei es aber schwierig ohne Bargeld, in vielen afrikanischen Ländern komme man kaum ohne aus. «In einigen Reisezielen kann man erst vor Ort in die lokale Währung wechseln», führt Reiseprofi Brun aus.

Weniger exotische Destinationen in Europa und Amerika liessen sich jedoch gut mit der Kreditkarte bereisen. Zudem ist es beinahe unmöglich, ohne Kreditkarte ein Auto im Ausland zu mieten.

Beim Entscheid für oder gegen eine Kreditkarte spielen auch die Gebühren eine wichtige Rolle. Das Bezahlen der Rechnungen fällt mit wenigen Prozentpunkten dabei nur gering ins Gewicht, richtig teuer wird es erst, wenn man mit der Kreditkarte Bargeld am Automaten bezieht. Bei der UBS kostet ein Bargeldbezug mit Kreditkarte im Ausland ohne vorhandenes Guthaben 2,5% des Betrags, mindestens aber 5 Fr. Bei vorhandenem Guthaben schlägt der Bezug mit 5 Fr. zu Buche.

Besitzer von MasterCard und Visa Card von der Credit Suisse zahlen für einen Barbezug 3,75% der Bezugssumme, mindestens aber 10 Fr. Cornèrcard ist mit 4% noch teurer, kleinere Beträge kosten aber nur 6 Fr.

Teures Bargeld

«Für Geschäftskunden spielen Gebühren zwar häufig keine Rolle, Ferienreisende sind jedoch auf die Kosten beim Bargeldbezug mit Kreditkarten sensibilisiert», so Thomas Beck. Generell kostet ein Bargeldbezug zwischen 3,5% und 4% des bezogenen Betrages. Die Mindestgebühr liegt zwischen 5 und 10 Fr. (siehe Tabelle).

«Vergleicht man die Tarife fürs Geldwechseln im Ausland mit denen von Barbezügen mit Kreditkarten, sind die Tarife für Bezüge über die Karte zwar am oberen Limit, aber tolerabel», so Thomas Meier von der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS). «Wenn man die Wahl hat, ist es besser, die Rechnung direkt mit Kreditkarte zu bezahlen», so Meier. Auch hier unterscheiden sich die Tarife (siehe Tabelle).

Ein neueres Phänomen seien Trickdiebe, welche es auf die Persönliche Identifikationsnummer (PIN) abgesehen haben. Unberechtigte Bezüge mit der Nummer gehen grundsätzlich erst einmal zu Lasten der Karteninhaber, denn «der Karteninhaber muss der Sorgfaltspflicht nachkommen», erklärt Alex Josty von PostFinance. Kann der Kunde aber glaubwürdig versichern, dass er das Opfer eines Betruges geworden ist, sind die Kartenherausgeber in den meisten Fällen verhandlungsbereit.

Mit der Postcard im Ausland Geld zu beziehen, ist laut Swiss Bankers günstig. Die Gebühr beträgt unabhängig vom Geldbetrag lediglich 4 Fr. Damit schlägt die Postcard die Maestro-Karte (ca. 4.50 Fr. pro Bezug plus Zuschläge).

Karten werden nicht ersetzt

«Viele sind sich aber nicht bewusst, dass Maestro- und Postkarten mit dem Konto verbunden sind und zudem im Ausland bei Verlust nicht ersetzt werden. Das kann unangenehme Folgen haben», gibt Thomas Beck von Swiss Bankers zu bedenken. Hingegen werden Travel-Cash und Travellers Cheques weltweit kostenlos ausgetauscht. «Travelers Cheques sind für exotische Destinationen sinnvoll, die Travel-Cash-Karte kann weltweit an fast jedem Bancomaten benutzt werden», so Beck. Zudem kann beides, je nach Reiseland, direkt als Zahlungsmittel eingesetzt werden.

Bei längeren, individuellen Reisen seien Travelers Cheques und Travel Cash Card praktisch, so Reiseexperte Brun. «Es ist eine sichere Variante, weil sie einen Diebstahlschutz bietet. Man soll aber die Gebühren beachten», so Thomas Meier vom SKS (siehe Tabelle).

Diskussion
- Kommentare
Stichworte:
Credit Suisse

Er sei immer wieder überrascht, wie viel Bargeld manche Reisende in den Ferien dabei hätten. Das sei sehr unvorsichtig, so Thomas Beck, Geschäftsführer von Swiss Bankers. Eine sicherere Alternative bieten dagegen Kreditkarten, Maestro-/Postkarte und Travel Cash. «Jeder Kunde muss selbst entscheiden, wir weisen aber auf den Nutzen von Kreditkarten hin», so Peter Brun, Head of Corporate Communications bei Kuoni.

Bei All-Inclusive-Reisen sei häufig nur wenig Bargeld nötig, rät man bei Kuoni. In bestimmten Destinationen sei es aber schwierig ohne Bargeld, in vielen afrikanischen Ländern komme man kaum ohne aus. «In einigen Reisezielen kann man erst vor Ort in die lokale Währung wechseln», führt Reiseprofi Brun aus.

Weniger exotische Destinationen in Europa und Amerika liessen sich jedoch gut mit der Kreditkarte bereisen. Zudem ist es beinahe unmöglich, ohne Kreditkarte ein Auto im Ausland zu mieten.

Beim Entscheid für oder gegen eine Kreditkarte spielen auch die Gebühren eine wichtige Rolle. Das Bezahlen der Rechnungen fällt mit wenigen Prozentpunkten dabei nur gering ins Gewicht, richtig teuer wird es erst, wenn man mit der Kreditkarte Bargeld am Automaten bezieht. Bei der UBS kostet ein Bargeldbezug mit Kreditkarte im Ausland ohne vorhandenes Guthaben 2,5% des Betrags, mindestens aber 5 Fr. Bei vorhandenem Guthaben schlägt der Bezug mit 5 Fr. zu Buche.

Besitzer von MasterCard und Visa Card von der Credit Suisse zahlen für einen Barbezug 3,75% der Bezugssumme, mindestens aber 10 Fr. Cornèrcard ist mit 4% noch teurer, kleinere Beträge kosten aber nur 6 Fr.

Teures Bargeld

«Für Geschäftskunden spielen Gebühren zwar häufig keine Rolle, Ferienreisende sind jedoch auf die Kosten beim Bargeldbezug mit Kreditkarten sensibilisiert», so Thomas Beck. Generell kostet ein Bargeldbezug zwischen 3,5% und 4% des bezogenen Betrages. Die Mindestgebühr liegt zwischen 5 und 10 Fr. (siehe Tabelle).

«Vergleicht man die Tarife fürs Geldwechseln im Ausland mit denen von Barbezügen mit Kreditkarten, sind die Tarife für Bezüge über die Karte zwar am oberen Limit, aber tolerabel», so Thomas Meier von der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS). «Wenn man die Wahl hat, ist es besser, die Rechnung direkt mit Kreditkarte zu bezahlen», so Meier. Auch hier unterscheiden sich die Tarife (siehe Tabelle).

Ein neueres Phänomen seien Trickdiebe, welche es auf die Persönliche Identifikationsnummer (PIN) abgesehen haben. Unberechtigte Bezüge mit der Nummer gehen grundsätzlich erst einmal zu Lasten der Karteninhaber, denn «der Karteninhaber muss der Sorgfaltspflicht nachkommen», erklärt Alex Josty von PostFinance. Kann der Kunde aber glaubwürdig versichern, dass er das Opfer eines Betruges geworden ist, sind die Kartenherausgeber in den meisten Fällen verhandlungsbereit.

Mit der Postcard im Ausland Geld zu beziehen, ist laut Swiss Bankers günstig. Die Gebühr beträgt unabhängig vom Geldbetrag lediglich 4 Fr. Damit schlägt die Postcard die Maestro-Karte (ca. 4.50 Fr. pro Bezug plus Zuschläge).

Karten werden nicht ersetzt

«Viele sind sich aber nicht bewusst, dass Maestro- und Postkarten mit dem Konto verbunden sind und zudem im Ausland bei Verlust nicht ersetzt werden. Das kann unangenehme Folgen haben», gibt Thomas Beck von Swiss Bankers zu bedenken. Hingegen werden Travel-Cash und Travellers Cheques weltweit kostenlos ausgetauscht. «Travelers Cheques sind für exotische Destinationen sinnvoll, die Travel-Cash-Karte kann weltweit an fast jedem Bancomaten benutzt werden», so Beck. Zudem kann beides, je nach Reiseland, direkt als Zahlungsmittel eingesetzt werden.

Bei längeren, individuellen Reisen seien Travelers Cheques und Travel Cash Card praktisch, so Reiseexperte Brun. «Es ist eine sichere Variante, weil sie einen Diebstahlschutz bietet. Man soll aber die Gebühren beachten», so Thomas Meier vom SKS (siehe Tabelle).

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung
 

 

Unsere Partner      
 

Flughafenchef erwartet Glanzstart von «Circle» Mehr

Ex-UBS-Händler wehrt sich gegen US-Anklage Mehr

China: Die rote Gefahr für die Schweiz Mehr

Arbonia Forster will dank Billigarbeit wachsen Mehr

«SRG darf online keine Werbung schalten» Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

  • 1 Jahr (50 Ausgaben) CHF 259.-
  • Halbjahres-Abo (25 Ausgaben) CHF 139.-
  • Test-Abo (8 Ausgaben) CHF 20.-
    Zu den Abonnementen!

 

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...

 

Startseite

Jetzt in den App Stores!

Wirtschaft für unterwegs.