Meistgelesen

«Die Zentralbanken haben keine Munition mehr»
Finanzen

Brian Whitmer prognostizierte im Dezember, die SNB würde den Mindestkurs aufheben. Nun erklärt er, warum die Notenbanken keine Munition mehr haben, was der Euro-Zone droht und wo man investieren kann. Mehr...

Interview vonMathias Ohanian und Armin Müller
29.01.2015
Lucien Favre: «Ich wollte nie Trainer werden»
Sport

«Alleine kommt man nicht weit», sagt Lucien Favre. Der Schweizer führte Borussia Mönchengladbach zum Erfolg – und erzählt im Interview von Spielergesprächen unter vier Augen, Geldsorgen und Lerndruck. Mehr...

VonAnja Francesca Richter
06:24
Auf 1000er entfallen 61 Prozent des Werts der Banknoten in Umlauf
Gastkolumne

Bei den aktuellen Negativzinsen ist Cash wieder König. 61 Prozent des Bargeldvolumens in der Schweiz entfällt auf 1000-Franken-Scheine. Auch Gold rückt wieder in den Fokus. Mehr...

VonMatthew Russell
09:04
Franken mit kurzfristigem Schwächeanfall
Geld

Die Gemeinschaftswährung ist heute plötzlich nach oben ausgebrochen. Der Euro kletterte für kurze Zeit über 1,04 Franken – und erreicht einen neuen Höchststand seit der Auflösung des Mindestkurses. Mehr...

VonLukas Rohner und Marc Iseli
29.01.2015
«Selbst Italien dürfte besser als die Schweiz abschneiden»
Frankenschock

Die ETH-Forscher haben ihre Prognose gesenkt und sagen eine Rezession voraus. Experte Jochen Hartwig erklärt, was Schweizer Firmen und Konsumenten erwartet, und was das für die Zuwanderung bedeutet. Mehr...

VonMathias Ohanian
28.01.2015
Riesiges Schmiergeldsystem bei Petrobras entdeckt
Ermittlungen

Von 2004 bis 2012 sollen beim brasilianischen Öl-Riesen umgerechnet über 700 Millionen Franken veruntreut worden sein. Ebenso sollen von Lieferanten und Baukonzernen Schmiergelder geflossen sein. Mehr...

06:41
Europa: Ford setzt eine Milliarde in den Sand
Rote Zahlen

Europa ist Fords grösster Auslandsmarkt. Und Europa bleibt ein verlustreiches Pflaster: Der US-Autobauer verbrannte hier 2014 rund eine Milliarde Dollar. Trotzdem gibt es Lichtblicke. Mehr...

29.01.2015

Anzeige

Richtig bezahlen im Ausland

Kreditkarten bieten auf Reisen mehr Sicherheit als Bares. Die Gebühren können aber teuer werden. Tipps, um Kostenfallen auszuweichen und den Urlaub zu geniessen.

VonJorgos Brouzos
15.07.2008

Er sei immer wieder überrascht, wie viel Bargeld manche Reisende in den Ferien dabei hätten. Das sei sehr unvorsichtig, so Thomas Beck, Geschäftsführer von Swiss Bankers. Eine sicherere Alternative bieten dagegen Kreditkarten, Maestro-/Postkarte und Travel Cash. «Jeder Kunde muss selbst entscheiden, wir weisen aber auf den Nutzen von Kreditkarten hin», so Peter Brun, Head of Corporate Communications bei Kuoni.

Bei All-Inclusive-Reisen sei häufig nur wenig Bargeld nötig, rät man bei Kuoni. In bestimmten Destinationen sei es aber schwierig ohne Bargeld, in vielen afrikanischen Ländern komme man kaum ohne aus. «In einigen Reisezielen kann man erst vor Ort in die lokale Währung wechseln», führt Reiseprofi Brun aus.

Weniger exotische Destinationen in Europa und Amerika liessen sich jedoch gut mit der Kreditkarte bereisen. Zudem ist es beinahe unmöglich, ohne Kreditkarte ein Auto im Ausland zu mieten.

Beim Entscheid für oder gegen eine Kreditkarte spielen auch die Gebühren eine wichtige Rolle. Das Bezahlen der Rechnungen fällt mit wenigen Prozentpunkten dabei nur gering ins Gewicht, richtig teuer wird es erst, wenn man mit der Kreditkarte Bargeld am Automaten bezieht. Bei der UBS kostet ein Bargeldbezug mit Kreditkarte im Ausland ohne vorhandenes Guthaben 2,5% des Betrags, mindestens aber 5 Fr. Bei vorhandenem Guthaben schlägt der Bezug mit 5 Fr. zu Buche.

Besitzer von MasterCard und Visa Card von der Credit Suisse zahlen für einen Barbezug 3,75% der Bezugssumme, mindestens aber 10 Fr. Cornèrcard ist mit 4% noch teurer, kleinere Beträge kosten aber nur 6 Fr.

Teures Bargeld

«Für Geschäftskunden spielen Gebühren zwar häufig keine Rolle, Ferienreisende sind jedoch auf die Kosten beim Bargeldbezug mit Kreditkarten sensibilisiert», so Thomas Beck. Generell kostet ein Bargeldbezug zwischen 3,5% und 4% des bezogenen Betrages. Die Mindestgebühr liegt zwischen 5 und 10 Fr. (siehe Tabelle).

«Vergleicht man die Tarife fürs Geldwechseln im Ausland mit denen von Barbezügen mit Kreditkarten, sind die Tarife für Bezüge über die Karte zwar am oberen Limit, aber tolerabel», so Thomas Meier von der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS). «Wenn man die Wahl hat, ist es besser, die Rechnung direkt mit Kreditkarte zu bezahlen», so Meier. Auch hier unterscheiden sich die Tarife (siehe Tabelle).

Ein neueres Phänomen seien Trickdiebe, welche es auf die Persönliche Identifikationsnummer (PIN) abgesehen haben. Unberechtigte Bezüge mit der Nummer gehen grundsätzlich erst einmal zu Lasten der Karteninhaber, denn «der Karteninhaber muss der Sorgfaltspflicht nachkommen», erklärt Alex Josty von PostFinance. Kann der Kunde aber glaubwürdig versichern, dass er das Opfer eines Betruges geworden ist, sind die Kartenherausgeber in den meisten Fällen verhandlungsbereit.

Mit der Postcard im Ausland Geld zu beziehen, ist laut Swiss Bankers günstig. Die Gebühr beträgt unabhängig vom Geldbetrag lediglich 4 Fr. Damit schlägt die Postcard die Maestro-Karte (ca. 4.50 Fr. pro Bezug plus Zuschläge).

Karten werden nicht ersetzt

«Viele sind sich aber nicht bewusst, dass Maestro- und Postkarten mit dem Konto verbunden sind und zudem im Ausland bei Verlust nicht ersetzt werden. Das kann unangenehme Folgen haben», gibt Thomas Beck von Swiss Bankers zu bedenken. Hingegen werden Travel-Cash und Travellers Cheques weltweit kostenlos ausgetauscht. «Travelers Cheques sind für exotische Destinationen sinnvoll, die Travel-Cash-Karte kann weltweit an fast jedem Bancomaten benutzt werden», so Beck. Zudem kann beides, je nach Reiseland, direkt als Zahlungsmittel eingesetzt werden.

Bei längeren, individuellen Reisen seien Travelers Cheques und Travel Cash Card praktisch, so Reiseexperte Brun. «Es ist eine sichere Variante, weil sie einen Diebstahlschutz bietet. Man soll aber die Gebühren beachten», so Thomas Meier vom SKS (siehe Tabelle).

Diskussion
- Kommentare
Stichworte:
Credit Suisse

Er sei immer wieder überrascht, wie viel Bargeld manche Reisende in den Ferien dabei hätten. Das sei sehr unvorsichtig, so Thomas Beck, Geschäftsführer von Swiss Bankers. Eine sicherere Alternative bieten dagegen Kreditkarten, Maestro-/Postkarte und Travel Cash. «Jeder Kunde muss selbst entscheiden, wir weisen aber auf den Nutzen von Kreditkarten hin», so Peter Brun, Head of Corporate Communications bei Kuoni.

Bei All-Inclusive-Reisen sei häufig nur wenig Bargeld nötig, rät man bei Kuoni. In bestimmten Destinationen sei es aber schwierig ohne Bargeld, in vielen afrikanischen Ländern komme man kaum ohne aus. «In einigen Reisezielen kann man erst vor Ort in die lokale Währung wechseln», führt Reiseprofi Brun aus.

Weniger exotische Destinationen in Europa und Amerika liessen sich jedoch gut mit der Kreditkarte bereisen. Zudem ist es beinahe unmöglich, ohne Kreditkarte ein Auto im Ausland zu mieten.

Beim Entscheid für oder gegen eine Kreditkarte spielen auch die Gebühren eine wichtige Rolle. Das Bezahlen der Rechnungen fällt mit wenigen Prozentpunkten dabei nur gering ins Gewicht, richtig teuer wird es erst, wenn man mit der Kreditkarte Bargeld am Automaten bezieht. Bei der UBS kostet ein Bargeldbezug mit Kreditkarte im Ausland ohne vorhandenes Guthaben 2,5% des Betrags, mindestens aber 5 Fr. Bei vorhandenem Guthaben schlägt der Bezug mit 5 Fr. zu Buche.

Besitzer von MasterCard und Visa Card von der Credit Suisse zahlen für einen Barbezug 3,75% der Bezugssumme, mindestens aber 10 Fr. Cornèrcard ist mit 4% noch teurer, kleinere Beträge kosten aber nur 6 Fr.

Teures Bargeld

«Für Geschäftskunden spielen Gebühren zwar häufig keine Rolle, Ferienreisende sind jedoch auf die Kosten beim Bargeldbezug mit Kreditkarten sensibilisiert», so Thomas Beck. Generell kostet ein Bargeldbezug zwischen 3,5% und 4% des bezogenen Betrages. Die Mindestgebühr liegt zwischen 5 und 10 Fr. (siehe Tabelle).

«Vergleicht man die Tarife fürs Geldwechseln im Ausland mit denen von Barbezügen mit Kreditkarten, sind die Tarife für Bezüge über die Karte zwar am oberen Limit, aber tolerabel», so Thomas Meier von der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS). «Wenn man die Wahl hat, ist es besser, die Rechnung direkt mit Kreditkarte zu bezahlen», so Meier. Auch hier unterscheiden sich die Tarife (siehe Tabelle).

Ein neueres Phänomen seien Trickdiebe, welche es auf die Persönliche Identifikationsnummer (PIN) abgesehen haben. Unberechtigte Bezüge mit der Nummer gehen grundsätzlich erst einmal zu Lasten der Karteninhaber, denn «der Karteninhaber muss der Sorgfaltspflicht nachkommen», erklärt Alex Josty von PostFinance. Kann der Kunde aber glaubwürdig versichern, dass er das Opfer eines Betruges geworden ist, sind die Kartenherausgeber in den meisten Fällen verhandlungsbereit.

Mit der Postcard im Ausland Geld zu beziehen, ist laut Swiss Bankers günstig. Die Gebühr beträgt unabhängig vom Geldbetrag lediglich 4 Fr. Damit schlägt die Postcard die Maestro-Karte (ca. 4.50 Fr. pro Bezug plus Zuschläge).

Karten werden nicht ersetzt

«Viele sind sich aber nicht bewusst, dass Maestro- und Postkarten mit dem Konto verbunden sind und zudem im Ausland bei Verlust nicht ersetzt werden. Das kann unangenehme Folgen haben», gibt Thomas Beck von Swiss Bankers zu bedenken. Hingegen werden Travel-Cash und Travellers Cheques weltweit kostenlos ausgetauscht. «Travelers Cheques sind für exotische Destinationen sinnvoll, die Travel-Cash-Karte kann weltweit an fast jedem Bancomaten benutzt werden», so Beck. Zudem kann beides, je nach Reiseland, direkt als Zahlungsmittel eingesetzt werden.

Bei längeren, individuellen Reisen seien Travelers Cheques und Travel Cash Card praktisch, so Reiseexperte Brun. «Es ist eine sichere Variante, weil sie einen Diebstahlschutz bietet. Man soll aber die Gebühren beachten», so Thomas Meier vom SKS (siehe Tabelle).

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung
 

Cover der aktuellen Ausgabe

 

Unsere Partner      
 

Nestlé verzichtet teils auf das Schweizer Kreuz. Mehr

Starker Franken lässt Mieten sinken. Mehr

AFG-Investor Michael Pieper erhöht Aktienanteil. Mehr

«Verstehe, wenn es Gelüste an Notenstein gibt». Mehr

So viel verdient die Sunrise-Spitze am Börsengang. Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...