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Was beschäftigt derzeit die Finanzmärkte?
Donald Trump und die Notenbanken sind weiterhin für die wesentlichen Bewegungen verantwortlich. Nach dem erwarteten Zinsanstieg in den USA ist die Luft allerdings etwas draussen. Neue Fantasie müsste jetzt von der US-Regierung kommen in Form von konkreten Plänen zur Umsetzung der wirtschaftspolitischen Agenda oder im Bereich der Steuern. Bis es soweit ist, oder bis die ersten Zahlen zum 1. Quartal kommen, dürfte es an den Börsen wohl etwas ruhiger werden.

Wie wird sich die Schweizer Börse kurzfristig entwickeln?
Nach den deutlichen Kursgewinnen von fast 15 Prozent seit Anfang November letzten Jahres scheint die Rally ausgereizt. Die kurzfristig fehlende Fantasie wird da und dort auch zu Kursmitnahmen führen. Dies womöglich auch aus Risikoüberlegungen im Vorfeld der Wahlen in Frankreich. Kurzfristig ist somit mit einem Seitwärtsmarkt zu rechnen oder mit leicht fallenden Kursen.

Wo steht der SMI in 12 Monaten?
Die internationale Wirtschaft ist in einer guten Verfassung. Der konjunkturelle Aufschwung in den USA und die verbesserte Situation in Europa werden die stark exportgetriebene Schweizer Wirtschaft positiv beeinflussen, was sich in den Quartalszahlen der Schweizer Unternehmungen zeigen dürfte. Auf 12 Monate betrachtet, besteht somit Raum nach oben.

Die Niederlande haben gewählt, Frankreich und Deutschland stehen noch an – wie schätzen Sie die Folgen dieser Wahlen auf die Schweizer Börse ein?
Die Wahlen in den Niederlanden gaben eine erste Indikation für die Wahlen in Frankreich. Mit der Niederlage von Geert Wilders hat sich die Situation für Marine Le Pen nicht verbessert. Aus heutiger Sicht ist die Wahrscheinlichkeit ihrer Wahl deutlich unter 50 Prozent. Trotzdem werden die Finanzmarktteilnehmer die Situation in Frankreich genau verfolgen. Eine verbesserte Ausgangslage des Front National dürfte die vorherrschende positive Grundstimmung an den Börsen deutlich eintrüben. Einer solchen Entwicklung könnte sich auch die Schweizer Börse nicht entziehen.

Überschätzen die Investoren die Auswirkungen von politischen Ereignissen auf die Finanzmärkte?
Die Wahlen in den USA haben gezeigt, dass politische Ereignisse nachhaltige Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben können. Dies war aber historisch betrachtet nicht der Normalfall. Üblicherweise haben die Ereignisse deutlich weniger Auswirkungen auf die Finanzmärkte. So wurde der überraschende Wahlausgang zum Brexit in Grossbritannien in wenigen Tagen börsentechnisch verdaut. Die mediale Nervosität vor politischen Ereignissen führt somit üblicherweise zu viel mehr Bewegung an den Finanzmärkten als das Ereignis selbst.

Galenica Santé will im zweiten Quartal an die Börse – wann sollen Anleger bei Börsengängen zuschlagen?
Wer investiert, kauft einen Titel nach einer vertieften Analyse, wer spekuliert, auf Basis von Hoffnungen. Ob ein Anleger bei Börsengängen mitmachen soll oder nicht, hängt vom Risikoprofil des Anlegers ab und seiner Einschätzung zur entsprechenden Firma. Investoren werden die Faktenlage von Galenica Santé nach Vorliegen genau prüfen und dann entscheiden. Spekulanten können zuschlagen, dürfen aber nicht enttäuscht sein, wenn die Rechnung nicht jedes Mal aufgeht.

Öko-Anleihen sind beliebt. Als erster Euro-Staat ist Frankreich im Januar ins Geschäft eingestiegen. Lohnt sich dieser Trend auch für Anleger?
An den Bondmärkten versuchen die Investoren alles, um wenigsten noch ein wenig Rendite zu erzielen. Insofern dürften sich auch Öko-Anleihen platzieren lassen. Ein Boom wird sich daraus aber kaum ergeben.

* Der promovierte Ökonom Christof Strässle ist Gründer und Managing Partner der unabhängigen Vermögensberatung Strässle & Partner Vermögens-Engineering AG mit Sitz in Luzern. Er verfügt über nationale und internationale Bankerfahrung im Bereich Private Banking und institutionelle Kunden.

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