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Japans Börse legt zu – und keiner schaut hin

Fernost

Während in unseren Breitengraden an den Märkten etwas Herbststimmung aufkommt, zeigt sich Japans Aktienmarkt weiterhin von der Sonnenseite – Corporate Japan steht besser da als je zuvor.

VonMatthias Jenzer*
01.10.2017
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Tatsächlich ist mit dem jüngsten Gewinnrapport der börsenkotierten Firmen aus Europa und den USA die Gefahr einer Kehrtwende an den Märkten etwas in die Ferne gerückt. Trotzdem schauen Investoren mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. Die Bewertungen bleiben weiterhin stattlich während die wichtigsten Zentralbanken allmählich mit der Idee der Normalisierung ihrer Zins- und Geldmengenpolitik aufhorchen.

Nur Japans Zentralbank bleibt unverändert auf Kurs, ohne Anzeichen oder Andeutungen den Geldhahn zumindest etwas zu drosseln – warum auch! Es besteht weiterhin kein Inflationsdruck trotz der längsten wirtschaftlichen Wachstumsperiode seit der Finanzkrise. Ein schwächerer Yen als Zugpferd der eigenen Wirtschaft ist ein erklärtes Ziel, weshalb man den sich abzeichnenden Kurswechsel anderer systemrelevanten Zentralbanken wohlwollend zur Kenntnis nimmt.

Japans Unternehmen sind die grossen Gewinner

Verfolgt man die Entwicklung der Währung, so sollte eine Erholung der Unternehmensgewinne nicht allzu überraschend wirken. Trotzdem lässt man mit 25 Prozent Gewinnwachstum gegenüber dem letzten Jahr für das zweite Quartal die Konkurrenten aus den USA und Europa klar hinter sich. Denn unabhängig der Währungsentwicklung haben sich Gewinnmargen und Profitabilität laufend verbessert. Eine nur marginale Verbesserung der Umsätze bewirkt Grosses auf der Gewinnseite. Kurzum: Corporate Japan steht besser da als je zuvor.

Ohne das erneute Aufkeimen nennenswerter geopolitischer Risiken oder eine drastische konjunkturelle Abschwächung der Weltwirtschaft besteht mittelfristig kein Grund, warum der Yen an Stärke gewinnen sollte. Insofern dürfte man weiterhin mit zünftigen Unternehmensgewinnen rechnen. Die von den Analysten erwarteten Gewinnwachstumsschätzungen von gerade einmal 6 Prozent für das nächste Jahr zeigt jedoch ein eher verhaltenes Bild. Zu konservativ – so kann man meinen, rechnet man nicht mit einer baldigen Anhebung der Konsumsteuer. Diese soll jedoch nach mehrmaligen Aufschiebungen nicht vor 2019 kommen.

Dürftig seit längerem ist auch die Investitionsquote oder durchschnittliche Gewichtung von Japanischen Aktien in einem Aktienportfolio. Wenige glauben an den Erfolg Japanischer Unternehmen oder sehen bessere Möglichkeiten anderswo auf der Welt. Dabei ist die Jahreszeit für Aktien im Land der aufgehenden Sonne alles andere als auf Herbst eingestellt.

* Matthias Jenzer ist Chief Investment Officer bei Quilvest (Switzerland) Ltd

 

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