Meistgelesen

Untersuchung

Möglicherweise haben sich deutsche Autohersteller auf illegale Weise abgesprochen. Die EU-Kommission hat Hinweise darauf erhalten – und will dem Vorwurf nun auf den Grund gehen. Mehr...

08:21
Strategie

Trendstrategien sind derzeit nicht zu schlagen. Seit Jahresanfang bringen Momentum-Aktien in den USA 100 Prozent mehr Gewinn als der breite Markt. Aber auch Schweizer Werte sind attraktiv. Mehr...

22.07.2017
Soft Power: Schweiz gehört zu den angesehensten Ländern
Ranking

Während die USA unter Donald Trump international an Ansehen verlieren, gewinnt Frankreich an Einfluss. Auch die Schweiz spielt bei der Soft Power in der Liga der Grossmächte mit. Mehr...

VonGabriel Knupfer
22.07.2017
Die Ratingagentur S&P lobt Griechenland
Einschätzung

Griechenland macht beim Abbau seiner Schulden Fortschritte. Die Ratingagentur S&P schätzt nun sogar die Kreditwürdigkeit des Landes leicht besser ein. Mehr...

22.07.2017
Jetzt müssen die Notenbanken die Zinswende meistern
Analyse

Die Zeiten des billigen Geldes sind bald vorüber: Die US-Notenbank Fed hat die Zinswende eingeleitet, die EZB und die SNB dürften folgen. Die Notenbanker stehen vor einer äusserst heiklen Aufgabe. Mehr...

11:51
Rekord

Noch nie gab es in deutschen Grosskonzernen so viele ausländische Chefs. Ein Sportartikelhersteller setzt besonders stark auf ausländische Spitzenmanager. Mehr...

11:02
1. August: Alle Bundesräte treten vors Mikrofon
Termin

Am Nationalfeiertag ist die Agenda der Bundesräte gefüllt: Alle sieben Mitglieder der Landesregierung werden 1.-August-Reden halten. Besonders fleissig ist Ueli Maurer. Mehr...

10:42

Fünf Antworten zum SNB-Entscheid

Geldpolitik

Die Nationalbank sieht die Wirtschaft auf Erholungskurs, warnt aber vor den Risiken. Den Franken hält sie noch immer für «deutlich überbewertet». Die wichtigsten Antworten auf den heutigen Entscheid.

VonMathias Ohanian
15.06.2017
Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema

Die US-Notenbank Fed machte gestern einen Schritt zur Normalisierung ihrer Geldpolitik, die Schweizerische Nationalbank zieht jedoch nicht nach: Der Negativzins auf Sichteinlagen bleibt bei minus 0,75 Prozent, gab SNB-Präsident Thomas Jordan in Bern bekannt. Hier die wichtigsten Antworten auf die heutigen Entscheide der Währungshüter.

1. Wie begründet die Schweizerische Nationalbank ihren Entscheid?

Die Nationalbank sieht den Franken noch immer «deutlich überbewertet», wie Jordan betonte. Zwar sieht die SNB die Schweizer Wirtschaft auf Erholungskurs. Doch Jordan verwies einmal mehr auf die Risiken. Hinzu kommt: Die Inflation wird auch in den kommenden Jahren nur sehr niedrig bleiben. So erwartet die SNB etwa für 2019 lediglich ein Plus von 1 Prozent. Und: Zwar dürfte die US-Notenbank ihre Politik schrittweise normalisieren, doch für die Euro-Zone und Japan gilt dies nach Ansicht der SNB nicht. Und vor allem die Entscheidungen in Frankfurt haben Einfluss auf die Nationalbank-Politik.

2. Wie geht es der Schweizer Wirtschaft?

Die Konjunktur erholt sich, betonte Jordan. Die verfügbaren Frühindikatoren deuten demnach seit Jahresbeginn auf eine Belebung, dafür sprächen auch die Investitionen der Unternehmen. Doch die Erholung ist noch nicht überall angekommen: In einigen Branchen sei die Kapazitätsauslastung «unbefriedigend». Das spiegelt gemäss Jordan auch die Lage am Jobmarkt: Zwar geht die Arbeitslosigkeit zurück, mit Neueinstellungen halten sich die Unternehmen jedoch noch immer zurück.

3. Was spricht für eine Verbesserung der Lage? 

Für eine Aufhellung spricht die Lage im Ausland: Die Weltwirtschaft ist im ersten Quartal stärker gewachsen als zuvor, auch die Euro-Konjunktur erholt sich. In Ländern wie Deutschland herrsche Vollbeschäftigung. Für 2017 deutet sich das beste globale Wachstum seit sechs Jahren ab, sagte Jordan. Davon profitiert die offene Schweizer Wirtschaft. Was die SNB zurückhaltend bleiben lässt, ist unter anderem, dass die hiesige Wirtschaft von der Belebung zu Jahresbeginn nur teilweise profitieren konnte.

4. Wie steht es um den Franken?

Noch immer ist der Franken zu teuer für Teile der Schweizer Industrie und stellt für sie eine grosse Gefahr dar, ist man bei der SNB überzeugt. Zudem befürchtet man, dass bei unvorhergesehenen Ereignissen der Druck wieder zunehmen könnte. Dass die Schweiz einen hohen Überschuss in der Leistungsbilanz hat, lässt Jordan nicht als Gegenargument gelten. Weil die Schweiz deutlich mehr exportiert als importiert, könnte argumentiert werden, dass die Erholung stabil ist. Doch Jordan spricht von einem «Sonderfall Schweiz».

5. Wie geht es den Grossbanken UBS und Credit Suisse?

In ihrem heute ebenfalls publizierten Bericht zur Finanzstabilität zeichnet die SNB ein verbessertes Bild. Demnach habe sich das volkswirtschaftliche Umfeld für die Banken verbessert. Zugleich haben die Grossbanken ihre Kapitalpolster verstärkt. Doch die SNB sieht weiteren Verbesserungsbedarf: So müssten sowohl UBS als auch Credit Suisse bei der Leverage Ratio zulegen, sagte SNB-Direktoriumsmitglied Fritz Zurbrügg auf der Medienkonferenz.

 

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung

 

Unsere Partner      
 

«Roger Federer: Spitzenathlet und eine weltweite Marke» Mehr

Swatch unterliegt vor dem Berner Handelsgericht Mehr

Fusionen und Übernahmen boomen: US-Bank neu top Mehr

Federer: Erfolgreich als Sportler-Vermarkter Mehr

Axpo-Marktmodell würde AKW stark subventionieren Mehr

Aldi umgarnt Bauern mit neuem Fairness-Label Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

 

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

  • 1 Jahr (50 Ausgaben) CHF 264.-
  • Halbjahres-Abo (25 Ausgaben) CHF 142.-
  • Quartals-Abo (14 Ausgaben) CHF 83.-
    Zu den Abonnementen!

 

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...