Deutsche bleiben dem Tourismusland Schweiz fern

Die Übernachtungen bei Schweizer Hoteliers sind im März um acht Prozent eingebrochen. Vor allem Eurogäste blieben aus.

09.05.2012

Die Übernachtungen in Schweizer Hotels sind im März um über acht Prozent eingebrochen. Besonders stark war dabei der Rückgang der ausländischen Gäste. Hier gingen die Logiernächte um zwölf Prozent auf 1,7 Millionen Franken zurück. Ausgeblieben sind vor allem Deutsche, Belgier und Niederländer.

Insgesamt wurden im März 3,1 Millionen Logiernächte in der Schweiz gezählt. Davon generierten die inländischen Gäste 1,4 Millionen, wie das Bundesamtes für Statistik (BFS) mitteilte. Bei den einheimischen Gästen wurde ein Rückgang um 2,5 Prozent festgestellt.

Starker Franken drückt

Trotz guter Schneeverhältnisse seien die Touristen nicht vermehrt in die Schweiz gereist. Zu sehr drückten der starke Franken und die weltweite Wirtschaftskrise aufs Tourismusgeschäft, klagt der Branchenverband GastroSuisse in einer Mitteilung. Als gravierend bezeichnet GastroSuisse-Direktor Bernhard Kuster die Situation. Die Geschäftslage der Hotels habe sich weiter verschlechtert. Für die nahe Zukunft würden 94 Prozent der Betriebe eine gleichbleibende oder sinkende Nachfrage erwarten, negative Auswirkungen auf die Beschäftigung seien zu befürchten.

Im März betrug der Rückgang der Besucherinnen und Besucher aus Europa (ohne Schweiz) 17 Prozent. Die deutlichste absolute Abnahme aller Herkunftsländer verzeichnete Deutschland mit einem Minus von 24 Prozent. Massive Abnahmen gab es auch aus Belgien (-42 Prozent), den Niederlanden (-27 Prozent) und Italien (-15 Prozent).

Russland verzeichnete allerdings ein Plus von 5,5 Prozent. Die Nachfrage aus Asien erhöhte sich um 13 Prozent, dabei legte China um 30 Prozent zu und wies das stärkste absolute Wachstum aller Herkunftsländer auf.

Berggebiete verlieren am stärksten

Unter den Tourismusregionen verzeichneten die Berggebiete die grössten Rückgänge: Graubünden erlitt im März die deutlichste absolute Abnahme (-17 Prozent oder -121'000 Logiernächte). Das Wallis registrierte ein Minus von 65'000 Logiernächten (-13 Prozent) und das Berner Oberland eines von 48'000 Logiernächten (-15 Prozent).

Starke Einbussen gab es auch für die Region Luzern/Vierwaldstättersee (- 9,2 Prozent oder -23'000 Logiernächte) und die Ostschweiz (-9,6 Prozent oder -15'000). Das Tessin hingegen legte um 4,6 Prozent oder 5900 Einheiten zu.

Kumuliert von Januar bis März gingen die Übernachtungen in der Schweizer Hotellerie gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,8 Prozent zurück. Überdurchschnittlich stark war der Rückgang bei den ausländischen Gästen mit 8,4 Prozent. Bei den Gästen aus dem Inland liegen diese Zahlen hingegen noch mit 1,9 Prozent im Plus.

(muv/chb/sda)

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Die Übernachtungen in Schweizer Hotels sind im März um über acht Prozent eingebrochen. Besonders stark war dabei der Rückgang der ausländischen Gäste. Hier gingen die Logiernächte um zwölf Prozent auf 1,7 Millionen Franken zurück. Ausgeblieben sind vor allem Deutsche, Belgier und Niederländer.

Insgesamt wurden im März 3,1 Millionen Logiernächte in der Schweiz gezählt. Davon generierten die inländischen Gäste 1,4 Millionen, wie das Bundesamtes für Statistik (BFS) mitteilte. Bei den einheimischen Gästen wurde ein Rückgang um 2,5 Prozent festgestellt.

Starker Franken drückt

Trotz guter Schneeverhältnisse seien die Touristen nicht vermehrt in die Schweiz gereist. Zu sehr drückten der starke Franken und die weltweite Wirtschaftskrise aufs Tourismusgeschäft, klagt der Branchenverband GastroSuisse in einer Mitteilung. Als gravierend bezeichnet GastroSuisse-Direktor Bernhard Kuster die Situation. Die Geschäftslage der Hotels habe sich weiter verschlechtert. Für die nahe Zukunft würden 94 Prozent der Betriebe eine gleichbleibende oder sinkende Nachfrage erwarten, negative Auswirkungen auf die Beschäftigung seien zu befürchten.

Im März betrug der Rückgang der Besucherinnen und Besucher aus Europa (ohne Schweiz) 17 Prozent. Die deutlichste absolute Abnahme aller Herkunftsländer verzeichnete Deutschland mit einem Minus von 24 Prozent. Massive Abnahmen gab es auch aus Belgien (-42 Prozent), den Niederlanden (-27 Prozent) und Italien (-15 Prozent).

Russland verzeichnete allerdings ein Plus von 5,5 Prozent. Die Nachfrage aus Asien erhöhte sich um 13 Prozent, dabei legte China um 30 Prozent zu und wies das stärkste absolute Wachstum aller Herkunftsländer auf.

Berggebiete verlieren am stärksten

Unter den Tourismusregionen verzeichneten die Berggebiete die grössten Rückgänge: Graubünden erlitt im März die deutlichste absolute Abnahme (-17 Prozent oder -121'000 Logiernächte). Das Wallis registrierte ein Minus von 65'000 Logiernächten (-13 Prozent) und das Berner Oberland eines von 48'000 Logiernächten (-15 Prozent).

Starke Einbussen gab es auch für die Region Luzern/Vierwaldstättersee (- 9,2 Prozent oder -23'000 Logiernächte) und die Ostschweiz (-9,6 Prozent oder -15'000). Das Tessin hingegen legte um 4,6 Prozent oder 5900 Einheiten zu.

Kumuliert von Januar bis März gingen die Übernachtungen in der Schweizer Hotellerie gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,8 Prozent zurück. Überdurchschnittlich stark war der Rückgang bei den ausländischen Gästen mit 8,4 Prozent. Bei den Gästen aus dem Inland liegen diese Zahlen hingegen noch mit 1,9 Prozent im Plus.

(muv/chb/sda)

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