Frankenstärke: Swissmem gibt Entwarnung

Letzten Herbst sprach er von einem Kahlschlag und Abwanderungsgelüsten Schweizer Industrieunternehmen. Jetzt vollzieht Swissmem-Chef Hans Hess eine Kehrtwende und räumt ein, dass der starke Franken ni

07.04.2012

Alles nur halb so schlimm? So hat es jedenfalls den Anschein.

Nachdem er im Herbst noch ein düsteres Bild für die Schweizer Industrie gemalt hatte, gibt Swissmem-Präsident Hans Hess nun teilweise Entwarnung. Der starke Franken habe nicht den befürchteten Kahlschlag zur Folge, für viele kleine Unternehmen sei die Lage aber «nach wie vor dramatisch».

Hess sah 10'000 Stellen in Gefahr

Der starke Franken sei zwar «gegessen, aber nicht noch nicht verdaut», sagte der Präsident des Verbandes der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie in einem Interview mit dem «Landboten» vom Samstag. Im Oktober hatte Hess in seiner Branche 10'000 Stellen in Gefahr gesehen.

Zur unerwartet schnellen Erholung der Industrie habe die Weltkonjunktur beigetragen, die sich positiver entwickelt habe als angenommen. Weiter hätten sich die Schweizer Industrieunternehmen als «zäher» erwiesen, als er dies erwartet habe, sagte Hess.

Franken-Untergrenze hilft Industrie

Durch die Festlegung des Eurokurses bei 1,20 Franken habe die Nationalbank zudem für eine gewisse Planungssicherheit gesorgt. Nach wie vor seien die heimischen Industrieunternehmen aber «massiv benachteiligt».

Die Kaufkraftparität gegenüber dem Euro liege derzeit bei rund 1,35 Franken, sagte Hess. «Ich befürchte deshalb, dass es weitere Massnahmen zur Schwächung des Frankens braucht.» Eine weitere Anhebung der Untergrenze sieht der Swissmem-Präsident aber nicht als Option.

Obwohl Hess nur von einer verhaltenen Konjunkturentwicklung in Europa ausgeht, zeigte er sich für die Schweizer Industrie «sehr zuversichtlich». Die meisten Unternehmen hätten die nötigen Massnahmen ergriffen.

(muv/sda/awp)

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Alles nur halb so schlimm? So hat es jedenfalls den Anschein.

Nachdem er im Herbst noch ein düsteres Bild für die Schweizer Industrie gemalt hatte, gibt Swissmem-Präsident Hans Hess nun teilweise Entwarnung. Der starke Franken habe nicht den befürchteten Kahlschlag zur Folge, für viele kleine Unternehmen sei die Lage aber «nach wie vor dramatisch».

Hess sah 10'000 Stellen in Gefahr

Der starke Franken sei zwar «gegessen, aber nicht noch nicht verdaut», sagte der Präsident des Verbandes der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie in einem Interview mit dem «Landboten» vom Samstag. Im Oktober hatte Hess in seiner Branche 10'000 Stellen in Gefahr gesehen.

Zur unerwartet schnellen Erholung der Industrie habe die Weltkonjunktur beigetragen, die sich positiver entwickelt habe als angenommen. Weiter hätten sich die Schweizer Industrieunternehmen als «zäher» erwiesen, als er dies erwartet habe, sagte Hess.

Franken-Untergrenze hilft Industrie

Durch die Festlegung des Eurokurses bei 1,20 Franken habe die Nationalbank zudem für eine gewisse Planungssicherheit gesorgt. Nach wie vor seien die heimischen Industrieunternehmen aber «massiv benachteiligt».

Die Kaufkraftparität gegenüber dem Euro liege derzeit bei rund 1,35 Franken, sagte Hess. «Ich befürchte deshalb, dass es weitere Massnahmen zur Schwächung des Frankens braucht.» Eine weitere Anhebung der Untergrenze sieht der Swissmem-Präsident aber nicht als Option.

Obwohl Hess nur von einer verhaltenen Konjunkturentwicklung in Europa ausgeht, zeigte er sich für die Schweizer Industrie «sehr zuversichtlich». Die meisten Unternehmen hätten die nötigen Massnahmen ergriffen.

(muv/sda/awp)

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