Schwacher Euro beflügelt Schweizer Autoverkäufe

Der Boom hält an: Die wegen der Euro-Krise gesunkenen Preise haben die Autoverkäufe in der Schweiz in den ersten Monaten erneut deutlich ansteigen lassen. Hoch im Kurs stehen vor allem deutsche Fabrik

19.04.2012

Im ersten Quartal kauften die Schweizer so viele Autos wie nie. Mit üppigen Rabatten und Prämien wegen des schwachen Euro-Kurses locken die Importeure die Käufer in die Showrooms. Die Garagisten sind dennoch nur verhalten optimistisch.

Laut den Statistiken des Autobranchen-Dienstleisters EurotaxGlass's haben zwischen Anfang Januar und Ende März 79'130 Neuwagen einen Käufer gefunden, 8,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei den Gebrauchtwagen betrugen die Verkäufe 206'107 Einheiten, 3,6 Prozent mehr als 2011, wie EurotaxGlass's am Donnerstag mitteilte.

Anhaltender Boom

Die im Zuge der Euro-Krise im Schnitt 15 Prozent tieferen Verkaufspreise haben schon Ende 2011 zu einem Boom geführt. Auslieferungen nach dem Jahreswechsel lassen die Statistik daher noch etwas besser aussehen. Inzwischen seien die Bestelleingänge fast zweistellig rückläufig, klagen die Autohändler.

Ungewiss seien auch die Auswirkungen von Regelungen über den CO2-Ausstoss von neuen Autos, die ab 1. Juli gelten werden. Branchenexperten gehen indessen davon aus, dass sich die tiefen Preise für Autos sich noch eine Weile halten werden. Die Autohändler bekämpfen mit Rabatten auch die Direktimporte.

VW-Konzern an der Spitze

Ungebrochen an der Spitze der Rangliste verkaufter Autos steht der Volkswagen-Konzern mit den drei Marken VW, Skoda und Audi, welche die Podestplätze bei den Verkäufen im ersten Quartal belegten und zusammen über mehr als ein Viertel Marktanteil verfügen.

Auf Platz vier und fünf liegen Mercedes und Ford. Mercedes hat per 1. Januar die Schweizer Listenpreise an die jeweiligen Preise der Modelle in den EU-Ländern angeglichen.

Einen neuen Absatzrekord erfuhren Autos mit Vierradantrieb, zu denen auch die SUVs gehören. Die Verkäufe stiegen um 15,5 Prozent. Laut EurotaxGlass's ist festzustellen, dass Allradautos vor allem im Flachland gekauft werden: Die Zulassungen in den Zürich, Waadt oder Aargau übertreffen die Bergkantone deutlich.

(vst/muv/awp)

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Im ersten Quartal kauften die Schweizer so viele Autos wie nie. Mit üppigen Rabatten und Prämien wegen des schwachen Euro-Kurses locken die Importeure die Käufer in die Showrooms. Die Garagisten sind dennoch nur verhalten optimistisch.

Laut den Statistiken des Autobranchen-Dienstleisters EurotaxGlass's haben zwischen Anfang Januar und Ende März 79'130 Neuwagen einen Käufer gefunden, 8,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei den Gebrauchtwagen betrugen die Verkäufe 206'107 Einheiten, 3,6 Prozent mehr als 2011, wie EurotaxGlass's am Donnerstag mitteilte.

Anhaltender Boom

Die im Zuge der Euro-Krise im Schnitt 15 Prozent tieferen Verkaufspreise haben schon Ende 2011 zu einem Boom geführt. Auslieferungen nach dem Jahreswechsel lassen die Statistik daher noch etwas besser aussehen. Inzwischen seien die Bestelleingänge fast zweistellig rückläufig, klagen die Autohändler.

Ungewiss seien auch die Auswirkungen von Regelungen über den CO2-Ausstoss von neuen Autos, die ab 1. Juli gelten werden. Branchenexperten gehen indessen davon aus, dass sich die tiefen Preise für Autos sich noch eine Weile halten werden. Die Autohändler bekämpfen mit Rabatten auch die Direktimporte.

VW-Konzern an der Spitze

Ungebrochen an der Spitze der Rangliste verkaufter Autos steht der Volkswagen-Konzern mit den drei Marken VW, Skoda und Audi, welche die Podestplätze bei den Verkäufen im ersten Quartal belegten und zusammen über mehr als ein Viertel Marktanteil verfügen.

Auf Platz vier und fünf liegen Mercedes und Ford. Mercedes hat per 1. Januar die Schweizer Listenpreise an die jeweiligen Preise der Modelle in den EU-Ländern angeglichen.

Einen neuen Absatzrekord erfuhren Autos mit Vierradantrieb, zu denen auch die SUVs gehören. Die Verkäufe stiegen um 15,5 Prozent. Laut EurotaxGlass's ist festzustellen, dass Allradautos vor allem im Flachland gekauft werden: Die Zulassungen in den Zürich, Waadt oder Aargau übertreffen die Bergkantone deutlich.

(vst/muv/awp)

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