42. St. Gallen Symposium Das 42. St. Gallen Symposium findet am 3. und 4. Mai 2012 statt. Zum Dossier...

«Exit der Nationalbank wird schwierig»

Zehn Stichworte, zehn Antworten: Ex-UBS-Chef Peter Wuffli äussert sich unter anderem zur Euro-Franken-Untergrenze, zu Bonuszahlungen, Europa und zum Verhältnis zwischen Deutschland und der Schweiz.

VonVolker Strohm
24.04.2012

«Zehn Stichworte, zehn Antworten» - nach diesem System hat «Handelszeitung Online» im Vorfeld des 42. St. Gallen Symposium, das am 3. und 4. Mai stattfinden wird, Referenten und Topic Leaders des hochkarätig besetzten Anlasses mit aktuellen Themen konfrontiert.

Den Auftakt macht Peter A. Wuffli, der nach seiner Karriere bei McKinsey 1994 als Finanzchef zum damaligen Schweizerischen Bankverein wechselte und 2001 Konzernchef der mittlerweile fusionierten UBS wurde. Am 6. Juli 2007 trat er zurück.

Heute engagiert sich der 54-jährige Zürcher als Stiftungsrat der «Elea Foundation for Ethics in Globalization».

1. Stichwort: «Facing Risk» - das Symposium-Thema 2012
Peter A. Wuffli: Wir werden uns in Zukunft noch mehr an Unerwartetes gewöhnen müssen. Vielleicht trägt das in den westlichen Demokratien zu einer grösseren Risikobereitschaft bei, die es ermöglicht, mutiger in die Zukunft zu blicken, in unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu investieren und damit eine Aufbruchstimmung zu erzeugen.

2. Stichwort: «Bankgeheimnis»
Eine besondere Qualität des Schweizer Finanzplatzes, die weit über eine allfällige Auskunftspflicht in Steuerfragen hinausgeht und auch in Zukunft sorgfältig gepflegt und weiterentwickelt werden sollte.

3. Stichwort: «Bonuszahlungen»
Eine Diskussion, die ein besseres Niveau verdient.

4. Stichwort: «Verhältnis Schweiz/Deutschland»
Eine enge Partnerschaft von Staaten mit weitgehend parallelen Interessen, auf deren Basis beide Seiten mit gutem Willen auch in den schwierigen Dossiers respektvoll miteinander umgehen und faire Lösungen finden sollten.

5. Stichwort: «Bankmanager der Zukunft»
Ähnlich wie die meisten in der Vergangenheit: Professionell, kundenorientiert, ehrgeizig, verantwortungsbewusst, und vielleicht wieder etwas respektierter in der Gesellschaft.

6. Stichwort: «Finanzmarktsteuer»
Eine politische Diskussion, die zu nichts führt, und leider von wichtigeren Themen der globalen Finanzarchitektur und -regulierung ablenkt.

7. Stichwort: «Euro/Franken-Untergrenze»
Eine hervorragend umgesetzte geldpolitische Antwort der Schweizerischen Nationalbank in einer schwierigen Ausnahmesituation. Allerdings wird der Exit aus dieser Politik schwierig sein.

8. Stichwort: «Euro-Rettungsschirme»
Provisorische Zwischenlösungen auf dem Weg zu differenzierteren definitiven Mechanismen, welche die notwendige Balance zwischen staatlicher Eigenverantwortung und europäischer Solidarität herstellen.

9. Stichwort: «Europäische Union in 10 Jahren»
Sie wird aus der heutigen Krise gestärkt herauskommen.

10. Stichwort: «Börsenjahr 2012»
Hoffentlich in etwas ruhigeren Bahnen und mit ansprechenderen Resultaten als 2011.

Lesen Sie am Donnerstag auf «Handelszeitung Online» die Antworten von Andreas Jacobs, Verwaltungsratspräsident der Jacobs Holding AG und von Barry Callebaut.

 

 

 

 

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«Zehn Stichworte, zehn Antworten» - nach diesem System hat «Handelszeitung Online» im Vorfeld des 42. St. Gallen Symposium, das am 3. und 4. Mai stattfinden wird, Referenten und Topic Leaders des hochkarätig besetzten Anlasses mit aktuellen Themen konfrontiert.

Den Auftakt macht Peter A. Wuffli, der nach seiner Karriere bei McKinsey 1994 als Finanzchef zum damaligen Schweizerischen Bankverein wechselte und 2001 Konzernchef der mittlerweile fusionierten UBS wurde. Am 6. Juli 2007 trat er zurück.

Heute engagiert sich der 54-jährige Zürcher als Stiftungsrat der «Elea Foundation for Ethics in Globalization».

1. Stichwort: «Facing Risk» - das Symposium-Thema 2012
Peter A. Wuffli: Wir werden uns in Zukunft noch mehr an Unerwartetes gewöhnen müssen. Vielleicht trägt das in den westlichen Demokratien zu einer grösseren Risikobereitschaft bei, die es ermöglicht, mutiger in die Zukunft zu blicken, in unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu investieren und damit eine Aufbruchstimmung zu erzeugen.

2. Stichwort: «Bankgeheimnis»
Eine besondere Qualität des Schweizer Finanzplatzes, die weit über eine allfällige Auskunftspflicht in Steuerfragen hinausgeht und auch in Zukunft sorgfältig gepflegt und weiterentwickelt werden sollte.

3. Stichwort: «Bonuszahlungen»
Eine Diskussion, die ein besseres Niveau verdient.

4. Stichwort: «Verhältnis Schweiz/Deutschland»
Eine enge Partnerschaft von Staaten mit weitgehend parallelen Interessen, auf deren Basis beide Seiten mit gutem Willen auch in den schwierigen Dossiers respektvoll miteinander umgehen und faire Lösungen finden sollten.

5. Stichwort: «Bankmanager der Zukunft»
Ähnlich wie die meisten in der Vergangenheit: Professionell, kundenorientiert, ehrgeizig, verantwortungsbewusst, und vielleicht wieder etwas respektierter in der Gesellschaft.

6. Stichwort: «Finanzmarktsteuer»
Eine politische Diskussion, die zu nichts führt, und leider von wichtigeren Themen der globalen Finanzarchitektur und -regulierung ablenkt.

7. Stichwort: «Euro/Franken-Untergrenze»
Eine hervorragend umgesetzte geldpolitische Antwort der Schweizerischen Nationalbank in einer schwierigen Ausnahmesituation. Allerdings wird der Exit aus dieser Politik schwierig sein.

8. Stichwort: «Euro-Rettungsschirme»
Provisorische Zwischenlösungen auf dem Weg zu differenzierteren definitiven Mechanismen, welche die notwendige Balance zwischen staatlicher Eigenverantwortung und europäischer Solidarität herstellen.

9. Stichwort: «Europäische Union in 10 Jahren»
Sie wird aus der heutigen Krise gestärkt herauskommen.

10. Stichwort: «Börsenjahr 2012»
Hoffentlich in etwas ruhigeren Bahnen und mit ansprechenderen Resultaten als 2011.

Lesen Sie am Donnerstag auf «Handelszeitung Online» die Antworten von Andreas Jacobs, Verwaltungsratspräsident der Jacobs Holding AG und von Barry Callebaut.

 

 

 

 

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