Mickey Mouse bringt Sawiris-Bruder in Bedrängnis

Dem Bruder von Samih Sawiris muss in Ägypten vor Gericht. Dem Milliardär und Politiker wird Islam-Beleidigung vorgeworfen. Ihm droht sogar eine Gefängnisstrafe.

10.01.2012

Eigentlich wollte Naguib Sawiris nur einen Scherz machen. Doch dieser handelte ihm ziemlichen Ärger ein. Der Bruder des Investors Samih Sawiris, der in der Schweiz vor allem durch sein Feriendorf-Projekt in Andermatt bekannt ist, verbreitete über den Kurznachrichtendienst Twitter einen Mickey-Mouse-Cartoon.

Darauf ist die Comicfigur mit einem langen Bart und dem Gewand eines radikal-islamischen Salafisten zu sehen. Minnie Mouse ist ebenfalls abgebildet – verschleiert. Sawiris hat schon öfter mit Kritik an islamistischen politischen Parteien Aufsehen erregt. Doch der Cartoon schlug der hohe Wellen, dass er sich mehrfach entschuldigen musste. Die Salafisten akzeptierten dies aber nicht. Tausende Kunden seiner Telekomfirma MobiNil wechselten aus Protest den Anbieter.

Wie ägyptische Medien berichten, hat die Staatsanwaltschaft in Kairo nun den Fall dem Strafgericht übergeben. Bei einer Verurteilung könnte dem Milliardär und koptischen Christen sogar eine Gefängnisstrafe drohen. In Ägypten sorgte die Nachricht darüber für Aufruhr. Viele sehen in der Anklage eine Verletzung der Meinungsfreiheit. 

(laf/tno)

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Eigentlich wollte Naguib Sawiris nur einen Scherz machen. Doch dieser handelte ihm ziemlichen Ärger ein. Der Bruder des Investors Samih Sawiris, der in der Schweiz vor allem durch sein Feriendorf-Projekt in Andermatt bekannt ist, verbreitete über den Kurznachrichtendienst Twitter einen Mickey-Mouse-Cartoon.

Darauf ist die Comicfigur mit einem langen Bart und dem Gewand eines radikal-islamischen Salafisten zu sehen. Minnie Mouse ist ebenfalls abgebildet – verschleiert. Sawiris hat schon öfter mit Kritik an islamistischen politischen Parteien Aufsehen erregt. Doch der Cartoon schlug der hohe Wellen, dass er sich mehrfach entschuldigen musste. Die Salafisten akzeptierten dies aber nicht. Tausende Kunden seiner Telekomfirma MobiNil wechselten aus Protest den Anbieter.

Wie ägyptische Medien berichten, hat die Staatsanwaltschaft in Kairo nun den Fall dem Strafgericht übergeben. Bei einer Verurteilung könnte dem Milliardär und koptischen Christen sogar eine Gefängnisstrafe drohen. In Ägypten sorgte die Nachricht darüber für Aufruhr. Viele sehen in der Anklage eine Verletzung der Meinungsfreiheit. 

(laf/tno)

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