Carsten Kengeter verlässt die UBS

Jetzt also doch: Der ehemalige Investmentbanking-Chef verlässt offenbar die Schweizer Grossbank. Unter Kengeters Führung hat sich in London der 2,3-Milliarden-Verlust durch den Adoboli-Skandal ereigne

12.02.2013

Der ehemalige Chef der UBS Investment Bank, Carsten Kengeter, verlässt offenbar die Bank, dies berichtet die «Financial Times» am Dienstagabend mit Verweis auf ein internes Memo der Bank (Artikel online verfügbar). Für Kengeter werde Sam Molinaro «nach einer kurzen Übergangsfrist» die Verantwortung für die nicht weitergeführten Bereiche übernehmen, heisst es weiter.

Der Abgang von Kengeter kommt nur gerade eine Woche nachdem die UBS über einen schneller als erwarteten Fortschritt bei der Reduktion von risikogewichteten Anlangen und die Finanzierungsbedürfnisse im Legacy Portfolio berichtet hatte.

Carsten Kengeter hatte 2010 als Chef der Investment Bank der UBS das Top-Verdienst mit 9,3 Millionen Franken eingeheimst. Unter seiner Führung hatte sich allerdings auch der 2,3-Milliarden-Dollar-Verlust ereignet, den ein Händler in London angerichtet hatte und der zum Rücktritt von Oswald Grübel als CEO der Bank führte.

Kengeter war danach teilweise unter Beschuss geraten, blieb aber vorerst auf seinem Posten. 2011 schloss die Investmentbank tief in den roten Zahlen ab. Im März 2013 stellte ihm die Bank Andrea Orcel als Co-CEO Investment Banking zur Seite bevor er im Oktober 2012 die Leitung der Investment Bank abgeben musste. Zudem wurde Kengeter aus der Konzernleitung verbannt. Fortan leitete der die Bewirtschaftung der nicht weitergeführten Bereiche.

(rcv/awp)

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Der ehemalige Chef der UBS Investment Bank, Carsten Kengeter, verlässt offenbar die Bank, dies berichtet die «Financial Times» am Dienstagabend mit Verweis auf ein internes Memo der Bank (Artikel online verfügbar). Für Kengeter werde Sam Molinaro «nach einer kurzen Übergangsfrist» die Verantwortung für die nicht weitergeführten Bereiche übernehmen, heisst es weiter.

Der Abgang von Kengeter kommt nur gerade eine Woche nachdem die UBS über einen schneller als erwarteten Fortschritt bei der Reduktion von risikogewichteten Anlangen und die Finanzierungsbedürfnisse im Legacy Portfolio berichtet hatte.

Carsten Kengeter hatte 2010 als Chef der Investment Bank der UBS das Top-Verdienst mit 9,3 Millionen Franken eingeheimst. Unter seiner Führung hatte sich allerdings auch der 2,3-Milliarden-Dollar-Verlust ereignet, den ein Händler in London angerichtet hatte und der zum Rücktritt von Oswald Grübel als CEO der Bank führte.

Kengeter war danach teilweise unter Beschuss geraten, blieb aber vorerst auf seinem Posten. 2011 schloss die Investmentbank tief in den roten Zahlen ab. Im März 2013 stellte ihm die Bank Andrea Orcel als Co-CEO Investment Banking zur Seite bevor er im Oktober 2012 die Leitung der Investment Bank abgeben musste. Zudem wurde Kengeter aus der Konzernleitung verbannt. Fortan leitete der die Bewirtschaftung der nicht weitergeführten Bereiche.

(rcv/awp)

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