Wechsel der Woche: Heinz Gloor, Carnegie Fund Services S.A., Genf/Zürich

Heinz Gloor übernimmt beim in Genf domizilierten Finanzintermediär Carnegie die Leitung der neu eröffneten Zweigniederlassung Zürich. Gloor, der als Fachmann auf dem Gebiet der Fonds­verwaltung über l

10.05.2012

Im Laufe seiner Karriere arbeitete er bei Credit Suisse, bei der Dresdner Bank (Schweiz), bei der Banque Générale du Luxembourg (Schweiz) wie auch bei der Bayerischen Landesbank (Schweiz), wo er die Finanzabteilung leitete. 1991 trat er als Mitarbeiter der Abteilung Bewilligungen der Eidgenössischen Bankenkommission (heute Finanzmarkt­aufsicht Finma) bei, wo er während zehn Jahren tätig war, bevor er als Leiter der Abteilung Legal & Compliance zur Deutsche Asset Management Schweiz wechselte.

Zwei Jahre später kehrte er als Leiter der Abteilung Spezialaufgaben im Bereich Anlagefonds zur Eidgenössischen Bankenkommission zurück. Von 2008 bis 2011 war er Managing Partner und Leiter der Abteilung Legal & Compliance der ­Acolin Fund Services, Zürich, und Vorsitzender des Verwaltungsrates der Acolin Fund Management in Luxemburg.

Sie sind ein Sprachgenie, weil Sie sich in acht Sprachen verständigen können. Woher kommt dieses Talent?
Heinz Gloor:
Interesse und Talent haben sich gepaart: Ich wollte ursprünglich Dolmetscher werden. Ich habe auch ein Jahr Sprachen studiert. Heute ist es meine Passion und mein Hobby.

Welche Sprachen sprechen Sie?
Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Russisch und Norwegisch.

Woher kommen Ihre Russischkenntnisse?
Ich habe im Rahmen des erwähnten Sprachstudiums hauptsächlich Russisch studiert und konnte es später auch anwenden.

Deutet das darauf hin, dass Sie für ­Carnegie sich künftig vermehrt um ­Kunden aus Osteuropa bemühen?
Osteuropa steht nicht im Vordergrund, aber wir können natürlich bei Bedarf Fondsprovider aus diesem Sprachraum in ihrer Sprache bedienen.

Wie wichtig ist Ihnen persönlich Geld?
Geld ist das Mittel, um ein angenehmes Leben zu führen.

Wie sind Sie zu Ihrem neuen Job gekommen?
Ich kenne die Verantwortlichen von Carnegie Fund Services schon seit längerer Zeit und wusste, dass die Präsenz auf dem Platz Zürich für den weiteren Ausbau der Geschäftstätigkeit von Carnegie angezeigt war. Es war somit naheliegend, gemeinsam die Errichtung der Zweigniederlassung Zürich zu planen und deren Leitung mir zu übertragen.

Was langweilt Sie?
In geschäftlicher Hinsicht langweilen mich unnötige Sitzungen, namentlich auch solche, wo am Schluss nicht klar feststeht, wer bis wann was zu erledigen hat. Privat halte ich Klatschspalten, die Begebenheiten aus dem Leben völlig unwich­tiger Personen wiedergeben, für über­flüssig.

Welches Buch hat Sie beeindruckt?
«Nada» von Carmen Lafort. Es beschreibt das Leben in Barcelona in der Mitte des letzten Jahrhunderts.

Was stimmt Sie traurig?
Naturkatastrophen in ohnehin armen Ländern. Dabei denke ich zum Beispiel an das Erdbeben in Haiti vor rund zwei Jahren.

Was würden Sie gerne erfinden?
Lange Flugreisen sind mir ein Gräuel. Um solche zu vermeiden, würde ich gerne der Erfinder einer Maschine sein, die Personen von einem Punkt der Erde an einen anderen Punkt «beamen» kann.

Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung ausserhalb der Arbeit?
Ich bin ein grosser Opernfan, daneben pflege ich meine Sprachkenntnisse, gehe gerne Ski fahren und koche mit Leidenschaft.

Wie wohnen Sie?
In einer Maisonettewohnung mit grossem Garten.

Was für ein Auto fahren Sie?
Einen Opel Astra Kombi Turbo.

Welchen kulinarischen Genüssen können Sie nicht widerstehen?
Gänseleber in jeder Zubereitungsart.

Welche Fähigkeiten besässen Sie gerne?
Singen – als gefeierter Operntenor. Oder alternativ: Hochseekapitän.

Wie lautet Ihr Alltagsmotto?
Man sieht sich immer zweimal im Leben – oder mehr. Mit anderen Worten: Eine fix scheinende Konstellation kann sich schnell ändern. Im Idealfall kann sich eine a priori ungünstige Ausgangslage ins Positive wenden. Leider geschieht manchmal auch das Gegenteil.

Was ist Ihre grösste Sorge?
Die Überbevölkerung der Erde.

Welchen Traum wollen Sie sich erfüllen?
Ein Haus in der Karibik mit Meeranstoss.

Welches Musikstück würden Sie als persönliche Hymne wählen?
«Libiamo ne’ lieti calici», das Trinklied-Duett aus der Oper «La Traviata» von Giuseppe Verdi. (mk)

 

Steckbrief

Name: Heinz Gloor

Geboren: 30. September 1950

Zivilstand: Verheiratet

Wohnort: Oensingen

Ausbildung: Lic. oec. publ.

Letzte Funktion: Managing Partner/Head Legal & Com­pliance Acolin Fund Services, Zürich; Verwaltungsrat Acolin Fund Management, Luxemburg

Neue Funktion: Director Zurich Branch, Carnegie Fund Services S.A., Genf

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Im Laufe seiner Karriere arbeitete er bei Credit Suisse, bei der Dresdner Bank (Schweiz), bei der Banque Générale du Luxembourg (Schweiz) wie auch bei der Bayerischen Landesbank (Schweiz), wo er die Finanzabteilung leitete. 1991 trat er als Mitarbeiter der Abteilung Bewilligungen der Eidgenössischen Bankenkommission (heute Finanzmarkt­aufsicht Finma) bei, wo er während zehn Jahren tätig war, bevor er als Leiter der Abteilung Legal & Compliance zur Deutsche Asset Management Schweiz wechselte.

Zwei Jahre später kehrte er als Leiter der Abteilung Spezialaufgaben im Bereich Anlagefonds zur Eidgenössischen Bankenkommission zurück. Von 2008 bis 2011 war er Managing Partner und Leiter der Abteilung Legal & Compliance der ­Acolin Fund Services, Zürich, und Vorsitzender des Verwaltungsrates der Acolin Fund Management in Luxemburg.

Sie sind ein Sprachgenie, weil Sie sich in acht Sprachen verständigen können. Woher kommt dieses Talent?
Heinz Gloor:
Interesse und Talent haben sich gepaart: Ich wollte ursprünglich Dolmetscher werden. Ich habe auch ein Jahr Sprachen studiert. Heute ist es meine Passion und mein Hobby.

Welche Sprachen sprechen Sie?
Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Russisch und Norwegisch.

Woher kommen Ihre Russischkenntnisse?
Ich habe im Rahmen des erwähnten Sprachstudiums hauptsächlich Russisch studiert und konnte es später auch anwenden.

Deutet das darauf hin, dass Sie für ­Carnegie sich künftig vermehrt um ­Kunden aus Osteuropa bemühen?
Osteuropa steht nicht im Vordergrund, aber wir können natürlich bei Bedarf Fondsprovider aus diesem Sprachraum in ihrer Sprache bedienen.

Wie wichtig ist Ihnen persönlich Geld?
Geld ist das Mittel, um ein angenehmes Leben zu führen.

Wie sind Sie zu Ihrem neuen Job gekommen?
Ich kenne die Verantwortlichen von Carnegie Fund Services schon seit längerer Zeit und wusste, dass die Präsenz auf dem Platz Zürich für den weiteren Ausbau der Geschäftstätigkeit von Carnegie angezeigt war. Es war somit naheliegend, gemeinsam die Errichtung der Zweigniederlassung Zürich zu planen und deren Leitung mir zu übertragen.

Was langweilt Sie?
In geschäftlicher Hinsicht langweilen mich unnötige Sitzungen, namentlich auch solche, wo am Schluss nicht klar feststeht, wer bis wann was zu erledigen hat. Privat halte ich Klatschspalten, die Begebenheiten aus dem Leben völlig unwich­tiger Personen wiedergeben, für über­flüssig.

Welches Buch hat Sie beeindruckt?
«Nada» von Carmen Lafort. Es beschreibt das Leben in Barcelona in der Mitte des letzten Jahrhunderts.

Was stimmt Sie traurig?
Naturkatastrophen in ohnehin armen Ländern. Dabei denke ich zum Beispiel an das Erdbeben in Haiti vor rund zwei Jahren.

Was würden Sie gerne erfinden?
Lange Flugreisen sind mir ein Gräuel. Um solche zu vermeiden, würde ich gerne der Erfinder einer Maschine sein, die Personen von einem Punkt der Erde an einen anderen Punkt «beamen» kann.

Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung ausserhalb der Arbeit?
Ich bin ein grosser Opernfan, daneben pflege ich meine Sprachkenntnisse, gehe gerne Ski fahren und koche mit Leidenschaft.

Wie wohnen Sie?
In einer Maisonettewohnung mit grossem Garten.

Was für ein Auto fahren Sie?
Einen Opel Astra Kombi Turbo.

Welchen kulinarischen Genüssen können Sie nicht widerstehen?
Gänseleber in jeder Zubereitungsart.

Welche Fähigkeiten besässen Sie gerne?
Singen – als gefeierter Operntenor. Oder alternativ: Hochseekapitän.

Wie lautet Ihr Alltagsmotto?
Man sieht sich immer zweimal im Leben – oder mehr. Mit anderen Worten: Eine fix scheinende Konstellation kann sich schnell ändern. Im Idealfall kann sich eine a priori ungünstige Ausgangslage ins Positive wenden. Leider geschieht manchmal auch das Gegenteil.

Was ist Ihre grösste Sorge?
Die Überbevölkerung der Erde.

Welchen Traum wollen Sie sich erfüllen?
Ein Haus in der Karibik mit Meeranstoss.

Welches Musikstück würden Sie als persönliche Hymne wählen?
«Libiamo ne’ lieti calici», das Trinklied-Duett aus der Oper «La Traviata» von Giuseppe Verdi. (mk)

 

Steckbrief

Name: Heinz Gloor

Geboren: 30. September 1950

Zivilstand: Verheiratet

Wohnort: Oensingen

Ausbildung: Lic. oec. publ.

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Neue Funktion: Director Zurich Branch, Carnegie Fund Services S.A., Genf

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