Wechsel der Woche: Stefan Wehner, Priora Investment Services, Kloten

Stefan Wehner (43) ist neuer Leiter Bautreuhand der Priora Investment Services AG, Kloten. Während knapp fünf ­Jahren leitete der Ostschweizer die Halter Generalunternehmung AG und war Mitglied der Gr

12.04.2012

Der Bau- und Immo­bilienspezialist hat ein Architekturstu­dium FH absolviert und sich mit seinen ­betriebs­wirtschaftlichen Weiterbildungen als Wirtschaftsingenieur FH und einer Weiterbildung in Unternehmensführung und -strategie am Advanced Management Program SKU/ES-HSG auf seine neue Aufgabe vorbereitet.

Für Immobilienspezialisten gibt es im Moment nur eine Frage: Gibt es die heiss diskutierte Immobilienblase wirklich?

Stefan Wehner:
Es ist schwierig zu sagen, wann und ob von einer Blase gesprochen werden kann. Zurzeit ist die Schweiz sicher noch entfernt vom Höhepunkt einer Blase, aber mit der expansiven Geldpolitik mit Tiefstzinsen, welche zurzeit herrscht, steigt meiner Ansicht nach die Gefahr für eine solche Blase.

Die Gefahr, dass der Markt überhitzt, ist also akut.
Sicher gibt es in der Schweiz ­Regionen, in denen sich eine Überhitzung des Marktes abzeichnet. Grund sind die enormen Preissteigerungen für Wohn­immobilien in den letzten fünf Jahren. So sind die Preise für Eigentumswohnungen schweizweit um rund 30 Prozent gestiegen, in der Region Zürich sogar um 40 Prozent und in der Genfersee-Region gar um 70 Prozent.

Gilt das auch für den gewerblichen Immobilienmarkt?
Nein, die Diskussion der Überhitzung der Märkte in der Schweiz, die zurzeit geführt wird, betrifft meiner Meinung nach nur den Bereich Wohn­eigen­tum.

Müsste nicht die öffentliche Hand ­vermehrt auf Konzepte setzen, wie sie Ihr Arbeitgeber – im Sinn von Public ­Private Partnership (PPP) – propagiert?
Ja, ich bin klar der Meinung, dass sich die öffentliche Hand vermehrt auch auf PPP-Konzepte konzentrieren soll. Die Erfahrungen aus der Schweiz und dem Ausland zeigen, dass ein Durchbruch nur möglich ist, wenn sich die Politik klar für die Schaffung von zweckmässigen Rahmenbedingungen engagiert. PPP braucht zweckmässige Anschubhilfen und politische Impulse.

Wie wichtig ist Ihnen persönlich Geld?
Geld ist für das Leben mit seinen schönen Annehmlichkeiten nicht wegzudenken, aber es stellt in meinem Leben keinen zentralen Stellenwert dar.

Wie sind Sie zum neuen Job gekommen?
Im Sommer 2011 habe ich mir über meine berufliche Zukunft Gedanken gemacht und eine neue Herausforderung gesucht.

Was langweilt Sie?
Ich persönlich kenne keine Lange­weile, denn ich bin stetig in Bewegung

Welches Buch hat Sie beeindruckt?
«Der liebe Augustin» von Horst Wolfram Geissler, ein Roman, welcher in die landschaftlich schöne Welt rund um den Bodensee entführt.

Was stimmt Sie traurig?
Die Intoleranz der Menschheit gegenüber ihren Mitmenschen bezüglich ihrer Hautfarbe und ihrer Religion.

Was würden Sie gerne erfinden?
Eine «Reisemaschine», mit der man sich am Freitagabend an einen x-beliebigen Punkt der Welt «beamen» lassen könnte, ohne die Umwelt zu belasten.

Wie wohnen Sie?
Ich habe mir vor fünfeinhalb Jahren den Traum eines Eigenheimes erfüllt, ein Einfamilienhaus mit Garten, mit Sicht auf Thurtal, Säntis und Churfirsten. Es war mir wichtig, einen Ort zu finden, wo ich Bezug und Blick auf die Natur habe.

Wie lautet Ihr Alltagsmotto?
Offen für Neues, mich den Heraus­forderungen stellen, Wertschätzung dem Gegenüber zeigen respektive leben.

Was für ein Auto fahren Sie?
Einen VW.

Welche Fähigkeiten besässen Sie gerne?
Das Spielen eines Instrumentes, zum Beispiel Klavier oder Gitarre.

Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung ausserhalb der Arbeit?
Das Familienleben und die Pflege meines Meerwasseraquariums.

Was ist Ihre grösste Sorge?
Der skrupellose Umgang mit ­unserer Umwelt und die anhaltenden Unruhen in Krisengebieten.

Können Sie kochen?
Ja, und das mit Leidenschaft. Am Wochenende koche ich regelmässig für meine Familie oder Freunde, welche bei uns zu Besuch sind. Auch habe ich vor rund fünf Jahren mit drei Freunden einen Kochklub gegründet, wo wir uns zirka alle sechs Wochen gegenseitig bekochen.

Welchen kulinarischen Genüssen können Sie nicht widerstehen?
Der italienischen Küche.

Welchen Traum wollen Sie sich erfüllen?
 Eine Reise mit dem Motorrad durch Mittel- und Südamerika.

Welches Musikstück würden Sie als persönliche Hymne wählen?
«Personal Jesus» von Depeche Mode. (mk)

Steckbrief

Name: Stefan Wehner

Geboren: 15. Mai 1969

Zivilstand: Verheiratet und ­Vater von zwei Kindern

Wohnort: Berg TG

Ausbildung: Hochbautechniker FH, Weiterbildung in Unter­nehmensführung und -strategie am Advanced Management ­Program der SKU/ES-HSG

Bisherige Funktion: Leiter ­Halter Generalunternehmung, ­Mitglied der Halter-Gruppen­leitung, Zürich

Neue Funktion: Leiter ­Bau­treuhand, Priora Investment Services AG, Kloten

Diskussion
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Der Bau- und Immo­bilienspezialist hat ein Architekturstu­dium FH absolviert und sich mit seinen ­betriebs­wirtschaftlichen Weiterbildungen als Wirtschaftsingenieur FH und einer Weiterbildung in Unternehmensführung und -strategie am Advanced Management Program SKU/ES-HSG auf seine neue Aufgabe vorbereitet.

Für Immobilienspezialisten gibt es im Moment nur eine Frage: Gibt es die heiss diskutierte Immobilienblase wirklich?

Stefan Wehner:
Es ist schwierig zu sagen, wann und ob von einer Blase gesprochen werden kann. Zurzeit ist die Schweiz sicher noch entfernt vom Höhepunkt einer Blase, aber mit der expansiven Geldpolitik mit Tiefstzinsen, welche zurzeit herrscht, steigt meiner Ansicht nach die Gefahr für eine solche Blase.

Die Gefahr, dass der Markt überhitzt, ist also akut.
Sicher gibt es in der Schweiz ­Regionen, in denen sich eine Überhitzung des Marktes abzeichnet. Grund sind die enormen Preissteigerungen für Wohn­immobilien in den letzten fünf Jahren. So sind die Preise für Eigentumswohnungen schweizweit um rund 30 Prozent gestiegen, in der Region Zürich sogar um 40 Prozent und in der Genfersee-Region gar um 70 Prozent.

Gilt das auch für den gewerblichen Immobilienmarkt?
Nein, die Diskussion der Überhitzung der Märkte in der Schweiz, die zurzeit geführt wird, betrifft meiner Meinung nach nur den Bereich Wohn­eigen­tum.

Müsste nicht die öffentliche Hand ­vermehrt auf Konzepte setzen, wie sie Ihr Arbeitgeber – im Sinn von Public ­Private Partnership (PPP) – propagiert?
Ja, ich bin klar der Meinung, dass sich die öffentliche Hand vermehrt auch auf PPP-Konzepte konzentrieren soll. Die Erfahrungen aus der Schweiz und dem Ausland zeigen, dass ein Durchbruch nur möglich ist, wenn sich die Politik klar für die Schaffung von zweckmässigen Rahmenbedingungen engagiert. PPP braucht zweckmässige Anschubhilfen und politische Impulse.

Wie wichtig ist Ihnen persönlich Geld?
Geld ist für das Leben mit seinen schönen Annehmlichkeiten nicht wegzudenken, aber es stellt in meinem Leben keinen zentralen Stellenwert dar.

Wie sind Sie zum neuen Job gekommen?
Im Sommer 2011 habe ich mir über meine berufliche Zukunft Gedanken gemacht und eine neue Herausforderung gesucht.

Was langweilt Sie?
Ich persönlich kenne keine Lange­weile, denn ich bin stetig in Bewegung

Welches Buch hat Sie beeindruckt?
«Der liebe Augustin» von Horst Wolfram Geissler, ein Roman, welcher in die landschaftlich schöne Welt rund um den Bodensee entführt.

Was stimmt Sie traurig?
Die Intoleranz der Menschheit gegenüber ihren Mitmenschen bezüglich ihrer Hautfarbe und ihrer Religion.

Was würden Sie gerne erfinden?
Eine «Reisemaschine», mit der man sich am Freitagabend an einen x-beliebigen Punkt der Welt «beamen» lassen könnte, ohne die Umwelt zu belasten.

Wie wohnen Sie?
Ich habe mir vor fünfeinhalb Jahren den Traum eines Eigenheimes erfüllt, ein Einfamilienhaus mit Garten, mit Sicht auf Thurtal, Säntis und Churfirsten. Es war mir wichtig, einen Ort zu finden, wo ich Bezug und Blick auf die Natur habe.

Wie lautet Ihr Alltagsmotto?
Offen für Neues, mich den Heraus­forderungen stellen, Wertschätzung dem Gegenüber zeigen respektive leben.

Was für ein Auto fahren Sie?
Einen VW.

Welche Fähigkeiten besässen Sie gerne?
Das Spielen eines Instrumentes, zum Beispiel Klavier oder Gitarre.

Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung ausserhalb der Arbeit?
Das Familienleben und die Pflege meines Meerwasseraquariums.

Was ist Ihre grösste Sorge?
Der skrupellose Umgang mit ­unserer Umwelt und die anhaltenden Unruhen in Krisengebieten.

Können Sie kochen?
Ja, und das mit Leidenschaft. Am Wochenende koche ich regelmässig für meine Familie oder Freunde, welche bei uns zu Besuch sind. Auch habe ich vor rund fünf Jahren mit drei Freunden einen Kochklub gegründet, wo wir uns zirka alle sechs Wochen gegenseitig bekochen.

Welchen kulinarischen Genüssen können Sie nicht widerstehen?
Der italienischen Küche.

Welchen Traum wollen Sie sich erfüllen?
 Eine Reise mit dem Motorrad durch Mittel- und Südamerika.

Welches Musikstück würden Sie als persönliche Hymne wählen?
«Personal Jesus» von Depeche Mode. (mk)

Steckbrief

Name: Stefan Wehner

Geboren: 15. Mai 1969

Zivilstand: Verheiratet und ­Vater von zwei Kindern

Wohnort: Berg TG

Ausbildung: Hochbautechniker FH, Weiterbildung in Unter­nehmensführung und -strategie am Advanced Management ­Program der SKU/ES-HSG

Bisherige Funktion: Leiter ­Halter Generalunternehmung, ­Mitglied der Halter-Gruppen­leitung, Zürich

Neue Funktion: Leiter ­Bau­treuhand, Priora Investment Services AG, Kloten

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