Trotz Krebsdiagnose: Warren Buffett fühlt sich gut

Schock für die US-Wirtschaftselite: Der berühmte Investor Warren Buffett ist an Prostatakrebs erkrankt. Allerdings wurde die Krankheit beim 81-jährigen früh erkannt und stelle deshalb keine Gefahr für

18.04.2012

Schock für die Fans von Starinvestor Warren Buffett: Der 81-Jährige hat Prostatakrebs in einem frühen Stadium. «Die gute Nachricht ist, dass meine Ärzte mir gesagt haben, dass mein Zustand keineswegs lebensbedrohlich ist», schrieb der Chef der Investmentholding Berkshire Hathaway am Dienstag den Anteilseignern. «Die Untersuchungen haben keinen Anhaltspunkt dafür geliefert, dass sich der Krebs irgendwo sonst in meinem Körper ausgebreitet hat.»

Buffett versicherte: «Ich fühle mich grossartig, als ob ich gesund wäre.» Der Krebs sei bei einer Vorsorgeuntersuchung aufgefallen. Er wird nun Mitte Juli eine Strahlentherapie beginnen, die zwei Monate dauern soll. «Die Therapie wird mich bei Reisen einschränken, aber meinen sonstigen Tagesablauf in keiner Weise ändern», schrieb Buffett, der bei seinen Auftritten bis zuletzt immer topfit wirkte und keinerlei Anstalten machte, in Ruhestand zu gehen.

Buffett ist 44 Milliarden Dollar schwer

Buffett selbst weiss bereits seit einer Woche, dass er krank ist. «Ich habe meine Diagnose am vergangenen Mittwoch erhalten.» Seitdem musste Buffett eine Reihe an Untersuchungen über sich ergeben lassen. Wie seine langjährige enge Weggefährtin, die Journalistin Carol Loomis, auf der Website des Magazins «Fortune» schrieb, hat Buffett die Woche ganz normal verbracht und sich nichts anmerken lassen.

Buffett gilt mit einem vom Magazin «Forbes» geschätzten privaten Vermögen von 44 Milliarden Dollar als der drittreichste Mensch der Welt. Sein Riecher fürs Geldverdienen hatte ihm den Spitznamen «Orakel von Omaha» eingebracht. Seine zahlreichen Fans in aller Welt schätzen aber vor allem, dass der erfolgreiche Investor bodenständig geblieben ist. Sein Lebensstil gilt als bescheiden, seine einzigen Laster sind Cola und Steaks.

Buffett: Das Börsengenie

Warren Buffett steht seit einem halben Jahrhundert an der Spitze von Berkshire Hathaway und hat aus dem unbedeutenden Textilhersteller eines der wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht. An der Börse ist die Holding rund 200 Milliarden Dollar schwer - mehr als doppelt so viel wie Deutschland teuerster börsennotierter Konzern Siemens . Die Berkshire-Aktie gab nach der Schockmeldung nachbörslich leicht nach.

Buffett hatte erst jüngst die Nachfolge in seinem Firmenimperium geregelt. Es ist allerdings noch geheim, wer ihn einmal auf dem Chefsessel beerben soll. Der Name liegt unter Verschluss beim Verwaltungsrat. Nicht einmal der Kandidat selbst weiss von seiner Wahl. Buffett hatte nur soviel verraten, dass er seinen Nachfolger aus den Managern seiner zahlreichen Tochterfirmen ausgewählt hat.

Zu Berkshire Hathaway gehören Aktienpakete an Grosskonzernen wie Coca-Cola oder IBM und darüber hinaus rund 80 eigene Tochtergesellschaften von Versicherungen bis zu einer Fast-Food-Kette. Buffett und sein 88-jähriger Geschäftspartner Charlie Munger hatten bis zuletzt keinerlei Anstalten gemacht, das Ruder aus der Hand zu geben. Das rüstige Gespann wird nach derzeitigem Stand wie immer im Mai die Aktionäre auf der jährlichen Hauptversammlung in Omaha begrüssen.

(muv/vst/sda/awp)

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema

Schock für die Fans von Starinvestor Warren Buffett: Der 81-Jährige hat Prostatakrebs in einem frühen Stadium. «Die gute Nachricht ist, dass meine Ärzte mir gesagt haben, dass mein Zustand keineswegs lebensbedrohlich ist», schrieb der Chef der Investmentholding Berkshire Hathaway am Dienstag den Anteilseignern. «Die Untersuchungen haben keinen Anhaltspunkt dafür geliefert, dass sich der Krebs irgendwo sonst in meinem Körper ausgebreitet hat.»

Buffett versicherte: «Ich fühle mich grossartig, als ob ich gesund wäre.» Der Krebs sei bei einer Vorsorgeuntersuchung aufgefallen. Er wird nun Mitte Juli eine Strahlentherapie beginnen, die zwei Monate dauern soll. «Die Therapie wird mich bei Reisen einschränken, aber meinen sonstigen Tagesablauf in keiner Weise ändern», schrieb Buffett, der bei seinen Auftritten bis zuletzt immer topfit wirkte und keinerlei Anstalten machte, in Ruhestand zu gehen.

Buffett ist 44 Milliarden Dollar schwer

Buffett selbst weiss bereits seit einer Woche, dass er krank ist. «Ich habe meine Diagnose am vergangenen Mittwoch erhalten.» Seitdem musste Buffett eine Reihe an Untersuchungen über sich ergeben lassen. Wie seine langjährige enge Weggefährtin, die Journalistin Carol Loomis, auf der Website des Magazins «Fortune» schrieb, hat Buffett die Woche ganz normal verbracht und sich nichts anmerken lassen.

Buffett gilt mit einem vom Magazin «Forbes» geschätzten privaten Vermögen von 44 Milliarden Dollar als der drittreichste Mensch der Welt. Sein Riecher fürs Geldverdienen hatte ihm den Spitznamen «Orakel von Omaha» eingebracht. Seine zahlreichen Fans in aller Welt schätzen aber vor allem, dass der erfolgreiche Investor bodenständig geblieben ist. Sein Lebensstil gilt als bescheiden, seine einzigen Laster sind Cola und Steaks.

Buffett: Das Börsengenie

Warren Buffett steht seit einem halben Jahrhundert an der Spitze von Berkshire Hathaway und hat aus dem unbedeutenden Textilhersteller eines der wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht. An der Börse ist die Holding rund 200 Milliarden Dollar schwer - mehr als doppelt so viel wie Deutschland teuerster börsennotierter Konzern Siemens . Die Berkshire-Aktie gab nach der Schockmeldung nachbörslich leicht nach.

Buffett hatte erst jüngst die Nachfolge in seinem Firmenimperium geregelt. Es ist allerdings noch geheim, wer ihn einmal auf dem Chefsessel beerben soll. Der Name liegt unter Verschluss beim Verwaltungsrat. Nicht einmal der Kandidat selbst weiss von seiner Wahl. Buffett hatte nur soviel verraten, dass er seinen Nachfolger aus den Managern seiner zahlreichen Tochterfirmen ausgewählt hat.

Zu Berkshire Hathaway gehören Aktienpakete an Grosskonzernen wie Coca-Cola oder IBM und darüber hinaus rund 80 eigene Tochtergesellschaften von Versicherungen bis zu einer Fast-Food-Kette. Buffett und sein 88-jähriger Geschäftspartner Charlie Munger hatten bis zuletzt keinerlei Anstalten gemacht, das Ruder aus der Hand zu geben. Das rüstige Gespann wird nach derzeitigem Stand wie immer im Mai die Aktionäre auf der jährlichen Hauptversammlung in Omaha begrüssen.

(muv/vst/sda/awp)

Meistgelesen

Schwarzgeld

Die deutsche Regierung kritisiert seit Jahren Steueroasen im Ausland. Doch bei genauer Betrachtung ist Deutschland für Ausländer sogar selbst ein Hort für unversteuerte Gelder. Mehr...

VonMichael Houben (ARD)
16.05.2013
Gold droht der Fall unter die 1000 Dollar
Szenario

Die Erholung nach dem Crash scheint nur von kurzer Dauer gewesen zu sein. Ein Rohstoffexperte der Credit Suisse sieht das Edelmetall nun vor einem noch drastischeren Preissturz. Mehr...

17.05.2013
Umstrittener Internet-Millionär greift sich Gewerkschafts-Villa
Immobilien

Der deutsche Tauschbörsen-Millionär Christian Alexander Schmid der Rapidshare AG kauft eine weitere Villa in der Schweiz. Der Deal steht im Schatten eines Strohmann-Geschäfts. Mehr...

VonChristian Bütikofer
03.04.2013
Abercrombie & Fitch: Die extravaganten Wünsche des Chefs
Modemarke

Die Stewards von Abercrombie-&-Fitch-Chef Michael Jeffries müssen in Boxershorts arbeiten, das Silberbesteck nur mit schwarzen Handschuhen anfassen und ihn mit einem Phil-Collins-Song begrüssen. Mehr...

22.10.2012
Immobilienboom: Der Leichtsinn der Hausfrauen*
Kommentar

Es herrscht Leichtsinn im Land. Doch an der Schweizer Betonfront wächst die Beunruhigung, denn zwei von fünf neuen Hausbesitzern droht bei höheren Zinsen die Pleite. Mehr...

15.05.2013
Rang 10: Indien
Währungsreserven

Der Goldpreis korrigierte in den letzten Monaten kräftig nach unten, die Prognosen bleiben schlecht. Für die zehn Länder mit den grössten Goldreserven sind das unerfreuliche Neuigkeiten. Mehr...

18.05.2013
Stellen- und Produktabbau bei Credit Suisse
Spardruck

Die Schweizer Grossbanken sind weiter auf Sparkurs. In der Vermögensverwaltung will die CS nicht nur Stellen, sondern auch Produkte streichen. Etwas besser sieht es derweil bei der UBS aus. Mehr...

19.05.2013

Die Handelszeitung – jetzt am Kiosk

 

 

Unsere Partner    

Immobilienboom: Der Leichtsinn der Hausfrauen* Lesen

Stadler-Rail-Chef zieht Klage gegen Alstom zurück. Lesen

Mövenpick eröffnet neues Restaurant in Zürich. Lesen

Aebi Schmidt schielt nach Weissrussland. Lesen

«EU darf Schweiz nicht wie Malaysia behandeln». Lesen

Orell Füssli: Neue Banknoten an der Grenze des Machbaren. Lesen

Die besten Online-Shops der Schweiz. Lesen

 

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Handelszeitung.
Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...