Der offizielle Fast-Boykott der Fussball-EM

Politische Spitzfindigkeiten: Zwar will die EU-Kommission nicht von einem Boykott sprechen - sie gab aber offiziell bekannt, keine Spiele der Fussball-Europameisterschaft in der Ukraine zu besuchen.

04.05.2012

Die EU-Kommission will die Fussball-Europameisterschaft zwar nicht geschlossen «boykottieren», zumindest aber keine Spiele in der Ukraine besuchen. «Kein Kommissar wird zu irgendeinem Spiel in der Ukraine gehen», sagte der Sprecher von Sportkommissarin Androulla Vassiliou der Nachrichtenagentur dapd.

Zuvor hatte seine Vorgesetzte als erstes Kabinettsmitglied nach Kommissionspräsident José Manuel Barroso offiziell erklärt, den Spielen in der Ukraine fernbleiben zu wollen - und damit mehr als blosse Unterstützung für Barrosos eigenen Entschluss signalisiert.

Das zweite Ausrichterland Polen sei von dieser Ankündigung ausdrücklich ausgenommen, sagte Vassilous Sprecher. Anders als die Ukraine habe sich das Nachbarland «nichts zu schulden kommen lassen».

In ihrer gemeinsamen Sitzung am Mittwoch hätten die Kommissionsmitglieder aber vereinbart, «dass keiner von ihnen eine Einladung zu einem Spiel in der Ukraine annehmen wird». Von einem «Boykott» könne indes keine Rede sein, «da dieser das gesamte Turnier betreffen würde».

(vst/laf/sda)

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Die EU-Kommission will die Fussball-Europameisterschaft zwar nicht geschlossen «boykottieren», zumindest aber keine Spiele in der Ukraine besuchen. «Kein Kommissar wird zu irgendeinem Spiel in der Ukraine gehen», sagte der Sprecher von Sportkommissarin Androulla Vassiliou der Nachrichtenagentur dapd.

Zuvor hatte seine Vorgesetzte als erstes Kabinettsmitglied nach Kommissionspräsident José Manuel Barroso offiziell erklärt, den Spielen in der Ukraine fernbleiben zu wollen - und damit mehr als blosse Unterstützung für Barrosos eigenen Entschluss signalisiert.

Das zweite Ausrichterland Polen sei von dieser Ankündigung ausdrücklich ausgenommen, sagte Vassilous Sprecher. Anders als die Ukraine habe sich das Nachbarland «nichts zu schulden kommen lassen».

In ihrer gemeinsamen Sitzung am Mittwoch hätten die Kommissionsmitglieder aber vereinbart, «dass keiner von ihnen eine Einladung zu einem Spiel in der Ukraine annehmen wird». Von einem «Boykott» könne indes keine Rede sein, «da dieser das gesamte Turnier betreffen würde».

(vst/laf/sda)

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