EZB-Treffen: Spanien setzt Schengen-Abkommen aus

Angst vor Protesten: Spanien setzt vor dem Treffen der Europäischen Zentralbank in Barcelona das Schengen-Abkommen zur Reisefreiheit in Europa vorübergehend aus.

28.04.2012

Mit Kontrollen an den Grenzen will Spanien verhindern, dass Demonstranten ins Land kommen: Wegen des Treffens der Europäischen Zentralbank (EZB) in Barcelona setzt das Land das Schengen-Abkommen zur Reisefreiheit in Europa vorübergehend aus. Die Massnahme gilt von Samstag bis zum kommenden Freitag.

Besonders an der Grenze zu Frankreich und in den Flughäfen von Barcelona und Gerona könnte es deshalb zu verstärkten Kontrollen kommen. Alle Reisenden und auch die Bürger der EU- und Schengenländer wie der Schweiz benötigen damit für die Einreise nach Spanien einen Reisepass. Der EZB-Rat tritt am 3. Mai in Barcelona zusammen.

In Spanien war es zuletzt zu Protesten gegen die Sparpolitik der Regierung gekommen: Um das Haushaltsdefizit zu verringern, hatte Ministerpräsident Mariano Rajoy Anfang April harte Sparmassnahmen angekündigt. Als Reaktion legte ein Generalstreik das Land lahm.

Am Donnerstagabend stufte nun die Ratingagentur Standard & Poor's die Bonität Spaniens von «A» auf «BBB+» herab. Es gebe erhebliche Risiken für das Wirtschaftswachstum und den Haushalt, hiess es. Das Land kämpft mit einem ausufernden Staatsdefizit und Problemen im Bankensektor.

(tno/sda)

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Mit Kontrollen an den Grenzen will Spanien verhindern, dass Demonstranten ins Land kommen: Wegen des Treffens der Europäischen Zentralbank (EZB) in Barcelona setzt das Land das Schengen-Abkommen zur Reisefreiheit in Europa vorübergehend aus. Die Massnahme gilt von Samstag bis zum kommenden Freitag.

Besonders an der Grenze zu Frankreich und in den Flughäfen von Barcelona und Gerona könnte es deshalb zu verstärkten Kontrollen kommen. Alle Reisenden und auch die Bürger der EU- und Schengenländer wie der Schweiz benötigen damit für die Einreise nach Spanien einen Reisepass. Der EZB-Rat tritt am 3. Mai in Barcelona zusammen.

In Spanien war es zuletzt zu Protesten gegen die Sparpolitik der Regierung gekommen: Um das Haushaltsdefizit zu verringern, hatte Ministerpräsident Mariano Rajoy Anfang April harte Sparmassnahmen angekündigt. Als Reaktion legte ein Generalstreik das Land lahm.

Am Donnerstagabend stufte nun die Ratingagentur Standard & Poor's die Bonität Spaniens von «A» auf «BBB+» herab. Es gebe erhebliche Risiken für das Wirtschaftswachstum und den Haushalt, hiess es. Das Land kämpft mit einem ausufernden Staatsdefizit und Problemen im Bankensektor.

(tno/sda)

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