Meistgelesen

Deutsches Blatt wirft Schweiz «absurde Transparenz» vor
Novum

Die Steuerverwaltung zeigt die Namen mutmasslischer Steuerhinterzieher im Internet – und es hagelt Kritik von deutschen Medien und Politikern. Doch ein Finanzminister scheint nicht unzufrieden. Mehr...

25.05.2015
Aktuell

Sieben Top-Funktionäre der Fifa sind in Zürich verhaftet worden. Das FBI und US-Justizministerin Lynch erheben umfassende Vorwürfe. Die Uefa fordert eine Verschiebung der Wahl des Fifa-Präsidenten. Mehr...

Aktualisiert vor 4 Minuten
Der Franken macht einen Satz nach oben
Geld

Der Euro hat am Pfingstwochenende erneut an Wert eingebüsst – zu Ungunsten des Frankens. Die Schweizer Währung notiert so stark wie zuletzt Anfang Monat. Mehr...

25.05.2015
Fifa-Vertreter verhaftet
Fussball

Sechs Vertreter der Fifa, die im Zürcher Hotel Baur au Lac einquartiert waren, wurden heute Morgen verhaftet. Vorwurf: Betrug und Geldwäscherei in Millionenhöhe. Es droht Auslieferung an die USA. Mehr...

VonChristian Bütikofer
07:16
Steuerstreit: Warum deutscher Ärger das Ziel verfehlt
Amtshilfe

Die Schweiz veröffentlicht Namen von Steuerpflichtigen. Der Aufschrei im Ausland ist gross, das vermeintlich neue Vorgehen wird kritisiert. Dabei befolgen die Beamten nur ein Gesetz aus dem Jahr 2012. Mehr...

VonChristian Bütikofer
26.05.2015
«In Griechenland gibt es ein kulturelles Problem»
Nudging

Richard Thaler hat die Verhaltensökonomie salonfähig gemacht. Mit seinem Konzept des «Nudging» liessen sich viele Probleme lösen, glaubt er. Nur seine Frau lässt sich nicht so leicht beeinflussen. Mehr...

Interview vonMartin Greive und Brenda Strohmaier («Die Welt»)
26.05.2015
Seit 2013 ist der SMI mehrfach vom Aufwärtstrendkanal nach unten abgeprallt.
Aktien

Der SMI steigt, der Aufwärtstrend ist intakt. Der Chart aber zeigt: In den letzten Jahren prallte der Index oft von der oberen Begrenzung des Trends nach unten ab. Das könnte jetzt wieder passieren. Mehr...

VonGeorg Pröbstl
25.05.2015

Anzeige

Die Chronik des Libor-Skandals Mehrere internationale Grossbanken haben über lange Zeit den Interbanken-Zinssatz manipuliert. «Libor-Gate» ist ein Finanzskandal von noch nicht (be)greifbarem Ausmass. Zum Dossier...

Finma nimmt Branson in Schutz

Die Finma stellt sich vor den kritisierten Leiter der Bankenaufsicht. Mark Branson war früher Manger bei der UBS in Japan, wo es zu Manipulationen des Libors kam.

19.12.2012

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) weist Vorwürfe gegen Mark Branson, der die Bankenaufsicht leitet und früher Manager bei der UBS war, zurück.

Branson werde in keinem der bisher fünf bekannten Verfahren wegen der Libor-Manipulationen der UBS bislang irgendetwas vorgeworfen, sagte Finma-Sprecher Tobias Lux am Mittwoch auf Anfrage. Es habe sich auch in den Untersuchungen anderer Behörden bestätigt, dass Branson in die Probleme rund um die Libor-Eingaben der UBS weder involviert gewesen sei noch dass er davon gewusst habe.

Auch ein Verfahren der japanischen Finanzmarktaufsichtsbehörde JFSA sei 2011 ohne Sanktionen gegen das damalige Topmanagement abgeschlossen worden.

Branson in Ausstand getreten

Branson war CEO der UBS Securities ltd. in Japan von Mitte 2006 bis Ende 2007. In dieser Einheit versuchte ein Händler besonders stark, die Libor-Eingaben seiner Kollegen in London und Zürich zu beeinflussen. Lux erklärte dazu, die Mitarbeiter dieser Abteilung hätten nicht an ihren Länderchef rapportiert, sondern an ihre fachlichen Vorgesetzten in der Investmentbank in Tokio, London und Zürich.

Im Libor-Verfahren der Finma gegen die UBS ist Branson, wie bereits mitgeteilt, während der gesamten Dauer in den Ausstand getreten. Um auch nur den Anschein von Befangenheit zu vermeiden, sei Branson weder über den Gang der Untersuchung informiert worden, noch sei er an den Entscheidungen beteiligt gewesen.

Regulierung in britischer Verantwortung

Auf die Frage, ob die Finma die Fehlverhalten nicht früher hätte entdecken sollen, sagte Lux, diese Frage könne man stellen, diesen Kritikpunkt teile man aber klarerweise mit anderen Behörden.

Die Regulierung des Libor liegt in der Verantwortung der Britischen Bankenvereinigung in London. «Dorthin schauen wir auch in erster Linie, wenn es darum geht, den Prozess der Libor-Festlegung neu zu definieren», erklärte Lux.

(tke/vst/sda)

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema
Stichworte:
Finma Mark Branson

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) weist Vorwürfe gegen Mark Branson, der die Bankenaufsicht leitet und früher Manager bei der UBS war, zurück.

Branson werde in keinem der bisher fünf bekannten Verfahren wegen der Libor-Manipulationen der UBS bislang irgendetwas vorgeworfen, sagte Finma-Sprecher Tobias Lux am Mittwoch auf Anfrage. Es habe sich auch in den Untersuchungen anderer Behörden bestätigt, dass Branson in die Probleme rund um die Libor-Eingaben der UBS weder involviert gewesen sei noch dass er davon gewusst habe.

Auch ein Verfahren der japanischen Finanzmarktaufsichtsbehörde JFSA sei 2011 ohne Sanktionen gegen das damalige Topmanagement abgeschlossen worden.

Branson in Ausstand getreten

Branson war CEO der UBS Securities ltd. in Japan von Mitte 2006 bis Ende 2007. In dieser Einheit versuchte ein Händler besonders stark, die Libor-Eingaben seiner Kollegen in London und Zürich zu beeinflussen. Lux erklärte dazu, die Mitarbeiter dieser Abteilung hätten nicht an ihren Länderchef rapportiert, sondern an ihre fachlichen Vorgesetzten in der Investmentbank in Tokio, London und Zürich.

Im Libor-Verfahren der Finma gegen die UBS ist Branson, wie bereits mitgeteilt, während der gesamten Dauer in den Ausstand getreten. Um auch nur den Anschein von Befangenheit zu vermeiden, sei Branson weder über den Gang der Untersuchung informiert worden, noch sei er an den Entscheidungen beteiligt gewesen.

Regulierung in britischer Verantwortung

Auf die Frage, ob die Finma die Fehlverhalten nicht früher hätte entdecken sollen, sagte Lux, diese Frage könne man stellen, diesen Kritikpunkt teile man aber klarerweise mit anderen Behörden.

Die Regulierung des Libor liegt in der Verantwortung der Britischen Bankenvereinigung in London. «Dorthin schauen wir auch in erster Linie, wenn es darum geht, den Prozess der Libor-Festlegung neu zu definieren», erklärte Lux.

(tke/vst/sda)

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung
 

Cover der aktuellen Ausgabe

 

Unsere Partner      
 

Hohe Butterpreise verärgern Migros und Coop. Mehr

Die erste Bitcoin-Bank der Schweiz. Mehr

Intersport Sieger im Finale der Champions League. Mehr

Millionenklage gegen Kühne + Nagel. Mehr

Chinesischer Konzern Fosun kommt in die Schweiz. Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...