Meistgelesen

Details

En Detail muss Donald Trump als Anwärter auf die US-Präsidentschaft sein Vermögen erklären. Nun ist bekannt, wie viel Geld er mit Ratgebern, Schönheitswettbewerben und einem Karussell macht. Mehr...

VonJulia Fritsche
06:03
Aus der Mode: Gold droht unter 1000 Dollar zu fallen
Rohstoff

Die glänzenden Zeiten sind vorbei: Gold scheint für Investoren seinen Status als Krisenwährung zu verlieren. Neue Prognosen zeigen, dass der Preisverfall sich noch dramatischer entwickeln könnte. Mehr...

29.07.2015
Geheimbericht zum Franken: Wie hilfllos ist die Schweiz?
Geldpolitik

Seit zwei Jahren hält der Bundesrat einen Bericht unter Verschluss, der das Potenzial hat, den Wechselkurs zu beeinflussen. Ein Experte der Credit Suisse glaubt, den Grund dafür zu kennen. Mehr...

VonMarc Iseli
09:23
Die US-Zinswende rückt näher – noch ist Arbeitsmarkt nicht fit genug
Geld

Ist sie im September? Wann die US-Währungshüter um Chefin Janet Yellen die Zinswende einleiten, blieb am Mittwoch offen. Entscheidend ist wohl der Abeitsmarkt - «weitere Fortschritte» seien nötig. Mehr...

29.07.2015
Diese deutsche Tischlerei beliefert Apple im Geheimen
Handwerk

Wenn Apple Tische bestellt, prüfen Tester mit der Lupe. Eine Schreinerei aus Deutschland genügt den hohen Ansprüchen, Steve Jobs hat sie gewählt. Nun darf die Firma über den Deal mit Apple sprechen. Mehr...

VonThomas Heuzeroth («Die Welt»)
28.07.2015
Das kann die Schweizerische Nationalbank von Singapur lernen
Frankenstärke

Immer wieder muss die Schweizerische Nationalbank den Franken mit eigenen Devisenkäufen verteidigen. Experten schlagen eine andere Strategie vor – und präsentieren auch gleich ein Vorbild: Singapur. Mehr...

29.07.2015
Roubini: Das sind die Investmentfonds der Zukunft
Geld

Aktiv gemanagte Fonds sind für Anleger oft teuer. Sie schneiden normalerweise auch schlechter ab als passive Fonds. Noch besser sind diese in Kombination mit wissenschaftlichen Marktforschung. Mehr...

VonNouriel Roubini *
29.07.2015

Anzeige

Multimilliardär Würth: «EWR wäre ein guter Kompromiss»

Jetzt schaltet sich Reinhold Würth in die EWR-Debatte ein: Im Interview mit der «Handelszeitung» hält der Mulitmilliardär und Schrauben-Grosshändler den politischen Alleingang langfristig nicht für ra

VonMarcel Speiser
05.12.2012

Im Interview mit der «Handelszeitung» schaltet sich der eng mit der Schweiz verbundene deutsche Multimilliardär und Schrauben-Grosshändler Reinhold Würth in die Europa-Diskussion in der Schweiz ein. «Ich respektiere selbstverständlich den Schweizer Wunsch, sich nicht in die EU zu integrieren.»

Auf Dauer aber hält Würth das Abseitsstehen des Landes für nicht mehr praktikabel. Mit dem autonomen Nachvollzug der europäischen Regeln und Gesetze werde «die Macht des Faktischen stärker und stärker», so Würth. «Wenn die Schweiz dann in zehn oder zwanzig Jahren doch noch Mitglied der EU wird – wovon ich ausgehe –, werden die Schweizer Bürger gar keinen Unterschied mehr merken. Es wird keinen Aufruhr mehr geben.»

Für die Zwischenzeit hält Würth ein Mitmachen im Europäischen Wirtschaftsraum für sinnvoll: «Das wäre ein guter Kompromiss für die Schweiz.» Würth ist überzeugt, dass die aktuelle Krise in Europa in 50 Jahren als «Glücksfall»  gesehen werde. «Aus der Krise werden die Vereinigten Staaten von Europa entstehen.» 

Das angespannte Verhältnis zwischen der Schweiz und Deutschland beurteilt der 77-jährige Vollblutunternehmer differenziert. Er stört sich etwa daran, dass «die Deutschen so viel Lärm um den Fluglärm» machen. «Das sollten sie nicht. Schliesslich wollen die Konstanzer und Waldshuter ja alle von Zürich aus fliegen.»

Demgegenüber stört er sich nicht daran, dass deutsche Steuerbehörden in der Schweiz gestohlene Bankdaten im Kampf gegen Schwarzgeld kaufen. «Was mich erstaunt, ist die Tatsache, dass es bei den Schweizer Banken viele Mitarbeiter gibt, die den Plausch am Verkauf von CDs haben. Ich hätte nicht gedacht, dass es so viel Illoyalität gibt bei den treuen Eidgenossen.»

Lesen Sie mehr zum Thema in der neuen Ausgabe der «Handelszeitung», ab Donnerstag an ihrem Kiosk.

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema
Stichworte:
Deutschland EWR Schweiz

Im Interview mit der «Handelszeitung» schaltet sich der eng mit der Schweiz verbundene deutsche Multimilliardär und Schrauben-Grosshändler Reinhold Würth in die Europa-Diskussion in der Schweiz ein. «Ich respektiere selbstverständlich den Schweizer Wunsch, sich nicht in die EU zu integrieren.»

Auf Dauer aber hält Würth das Abseitsstehen des Landes für nicht mehr praktikabel. Mit dem autonomen Nachvollzug der europäischen Regeln und Gesetze werde «die Macht des Faktischen stärker und stärker», so Würth. «Wenn die Schweiz dann in zehn oder zwanzig Jahren doch noch Mitglied der EU wird – wovon ich ausgehe –, werden die Schweizer Bürger gar keinen Unterschied mehr merken. Es wird keinen Aufruhr mehr geben.»

Für die Zwischenzeit hält Würth ein Mitmachen im Europäischen Wirtschaftsraum für sinnvoll: «Das wäre ein guter Kompromiss für die Schweiz.» Würth ist überzeugt, dass die aktuelle Krise in Europa in 50 Jahren als «Glücksfall»  gesehen werde. «Aus der Krise werden die Vereinigten Staaten von Europa entstehen.» 

Das angespannte Verhältnis zwischen der Schweiz und Deutschland beurteilt der 77-jährige Vollblutunternehmer differenziert. Er stört sich etwa daran, dass «die Deutschen so viel Lärm um den Fluglärm» machen. «Das sollten sie nicht. Schliesslich wollen die Konstanzer und Waldshuter ja alle von Zürich aus fliegen.»

Demgegenüber stört er sich nicht daran, dass deutsche Steuerbehörden in der Schweiz gestohlene Bankdaten im Kampf gegen Schwarzgeld kaufen. «Was mich erstaunt, ist die Tatsache, dass es bei den Schweizer Banken viele Mitarbeiter gibt, die den Plausch am Verkauf von CDs haben. Ich hätte nicht gedacht, dass es so viel Illoyalität gibt bei den treuen Eidgenossen.»

Lesen Sie mehr zum Thema in der neuen Ausgabe der «Handelszeitung», ab Donnerstag an ihrem Kiosk.

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung
 

Cover der aktuellen Ausgabe


 

Unsere Partner   
 

Michel Platini als Nachfolger von Blatter praktisch gesetzt. Mehr

Monsanto punktet gegen Syngenta. Mehr

Deutschland bleibt für Vontobel ein Verlustgeschäft. Mehr

Der Einkauf via Handy wird zum Milliarden-Geschäft. Mehr

So viel Bares legen die SMI-Konzerne zur Seite. Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...

 

Startseite

Jetzt in den App Stores!

Wirtschaft für unterwegs.