28.01.2012 | 14:19
 

Schweizer Minister schweigen zum Wegelin-Verkauf

Spitzenpolitiker ohne Worte: Nach dem Verkauf der Bank Wegelin will sich Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann nicht direkt zu dem Deal äussern. Auch die Finanzministerin bringt nicht mehr über die Lippen als wenige Worte des Bedauerns.

Artikel zum Thema: 

Johann Schneider-Ammann schweigt zum Verkauf der Bank Wegelin an Raiffeisen: «Zum Deal selber kann ich nichts sagen», so der Wirtschaftsminister in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger».

Schneider-Ammann äussert sich lediglich generell, sagt: «Es gibt einen Interessenkonflikt mit den USA in Sachen Bankgeheimnis. Die Diskussion wird mit harten Bandagen geführt.» Unversteuerte Vermögen in der Schweiz seien ein ernsthaftes Problem. «Nicht nur mit den USA, auch im Verhältnis zu den Europäern. Dazu kommt, dass die Schweiz in dieser Frage international isoliert dasteht», so der Bundesrat.

Der Unterschied zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug sei international nicht erklärbar. «Das Bankgeheimnis wurde auch nicht erfunden, um aus hinterzogenen Geldern ein Geschäft zu machen», sagt Schneider-Ammann. «Wir müssen die Altlasten aus der Vergangenheit nun bewältigen.»

«Ich kann mich dazu jetzt nicht eigentlich äussern»

Auch Finanzministerin Eveline Widmer-Schlupf findet nur wenige Wort zum Ende der ältesten Schweizer Privatbank. «Ich kann mich dazu jetzt nicht eigentlich äussern», sagt sie im Gespräch mit dem Schweizer Fernsehen. «Ich bedauere das sehr, ich bedauere diese Entwicklung», so Widmer-Schlumpf. «Und es zeigt, dass wir mit den USA sehr schnell zu einer Lösung kommen müssen für all diese Fragen, die auch die Bank Wegelin betroffen haben oder immer noch betreffen.»

Bei ihrem Treffen mit US-Finanzminister Timothy Geithner zu Beginn des Weltwirtschaftsforums in Davos habe sie klar gemacht, wo die Interessen der Schweiz lägen, so die Bundesrätin weiter. Seit einem Jahr habe man faire Vorschläge gemacht, um endlich nach vorne schauen zu können. «Timothy Geithner hat sich bereiterklärt, sich um die Sache zu kümmern», sagt Widmer-Schlumpf.

«Angreifer wollten Kontolle über die Nationalbank»

Johann Schneider-Ammann nimmt derweil im Interview mit dem «Tages-Anzeiger» Stellung zur Affäre um den ehemaligen Nationalbankpräsidenten Philipp Hildebrand. An dessen Person sei eine Stellvertreterdiskussion entbrannt - «dabei ging es den Angreifern darum, Kontrolle über die Nationalbank zu erhalten».

Nun müsse dafür gesorgt werden, dass die demokratischen Kräfte sauber spielen, sagte Schneider-Ammann. «Deshalb ist der Fall Hildebrand vor allem ein Weckruf für die Demokratie.»

(tno/sda/awp)

Grosse Ökonomen zur Weltwirtschaft

Stiglitz, Roubini und Co.: Was internationale Top-Ökonomen zu aktuellen Themen zu sagen haben.
Zu den Artikeln

Aktuelle Ausgabe - Morgen am Kiosk!

Aktuelle Ausgabe der Handelszeitung

  • Deutsche Banken buhlen um Schweizer Schwarzgeld. Lesen
     
  • Affäre um griechischen Ex-Minister trifft Schweizer Banken. Lesen
     
  • Griechenland: Das grosse Pokern um den Euro. Lesen
     
  • Kioske sollen auch Poststellen sein. Lesen
     

 

 

Dieses und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Handelszeitung.
Zum Inhaltsverzeichnis
Abonnement bestellen

Suite 150


Auf Initiative der «Handelszeitung» geben Traditions- unternehmen, die mindestens 150 Jahre alt sind, ihr Know-how an Jungunternehmer weiter. Hier erfahren Sie, welche Firmen zum Kreis «Suite 150» gehören.
Details erfahren

SMI 5'817.9 -92.3 -1.6%
SPI 5'437.5 -84.8 -1.5%
SLI 874.2 -16.4 -1.8%
SMIM 1'118.6 -20.7 -1.8%
DAX 30 6'285.8 -149.9 -2.3%
EURO STOXX 215.2 -5.9 -2.7%
FTSE 100 5'266.4 -136.9 -2.5%
Dow Jones 30 Industrial 12'496.2 -6.7 -0.1%
NASDAQ 100 2'547.1 7.9 0.3%
S&P 500 1'316.6 0.6 0.1%
Nikkei 225 8'556.6 -172.7 -2.0%

Top und Flops

Name Kurs +/- +/- %
155.80 -0.60 -0.38
54.65 -0.30 -0.55
1'709.00 -16.00 -0.93
49.05 -0.53 -1.07
864.50 -9.50 -1.09
37.89 -1.03 -2.65
30.49 -0.83 -2.65
40.23 -1.14 -2.76
56.25 -2.45 -4.17
375.50 -18.90 -4.79
Name Kurs +/- +/- %
75.63 0.04 0.05
23.75 -0.08 -0.31
47.38 -0.43 -0.90
52.58 -0.50 -0.94
37.91 -0.45 -1.17
29.34 -1.16 -3.79
39.32 -1.64 -3.99
MAN
78.14 -3.30 -4.05
8.39 -0.37 -4.26
14.64 -0.77 -5.00
Name Kurs +/- +/- %
14.35 0.53 3.84
14.40 0.48 3.41
25.14 -0.12 -0.46
67.79 -0.61 -0.89
47.38 -0.43 -0.90
0.70 -0.04 -4.80
9.50 -0.49 -4.90
4.71 -0.26 -5.14
14.46 -0.80 -5.21
11.12 -0.73 -6.12

Top 2011

Die Listen der 1300 grössten Unternehmen in der Schweiz sind eine einzigartige Sammlung von Daten und Kennzahlen.
Zu den neuen Listen

Kostenloses Probeabo


4 Wochen lang gratis am Puls der Wirtschaft.
Zur Bestellseite

ANZEIGE

Sesselwechsel


Gewerbeverband wählt Rime zum Präsidenten.
Zum aktuellen Sesselwechsel
Zur Übersichtsseite

ANZEIGE

Jetzt Online!

300 Reichste
Die Schuldenkrise hat die 300 Reichsten der Schweiz noch nicht eingeholt: Ihre Vermögen sind 2011 um 11 auf 481 Milliarden Franken gestiegen. Die Auf- und Abstieger sowie alle interessanten Details finden Sie ab sofort in unserer interaktiven Rangliste.
Zur Liste

ANZEIGE

Verlosung:

Gewinnen Sie ein edles Besteckset „duetto“, 24-teilig, von Casa Bugatti.

Mitmachen und gewinnen

Dossiers

Die grosse Analyse - auch abseits des Spielfelds: «Handelszeitung Online»...
Alt und schön: Von klassischen Oldtimern geht eine ungewöhnliche Faszination...
Griechenland steckt in einer politischen Krise - die finanzielle Zukunft des...
Hollande oder Sarkozy? Alle Fakten und Hintergründe im Vorfeld der Stichwahl am...
Am Mittwoch hat die Schweizerische Nationalbank wieder eine komplette...

ANZEIGE

iPad

Die Handelszeitung auf Ihrem iPad und iPhone
Die Handelszeitung mobil auf Ihrem iPad und Ihrem iPhone.
Mehr Infos

RSS abonnieren

Mobile Apps

Die wichtigsten und beliebtesten Apps für iPhones, Blackberrys und andere mobile Geräte.
Weiterlesen

Newsletter bestellen

Der Newsletter von Handelszeitung informiert Sie wöchentlich über die wichtigsten News der Schweizer WirtschaftAbonnieren Sie unseren Newsletter und Sie erhalten wöchentlich die wichtigsten News der Schweizer Wirtschaft per E-Mail.
Newsletter abonnieren