Suisa will die iPhone-Steuer

Die Urheberrechts-Organisation Suisa will bald eine Kopierabgabe für Tablets und Smartphones einführen. Das würde ihr ziemlich viel Geld einbringen.

15.04.2012

Schlechte Nachrichten für Gadget-Fans: Die Urheberrechts-Organisation Suisa arbeitet an einer Kopierabgabe für Tablet-Computer wie das iPad, wie die Zeitung «Der Sonntag» berichtet. Auch Smartphones wie das iPhone sind betroffen. Noch unklar sei, wie teuer die Gebühr werden soll.

«Werden auf diese Geräte Musik oder Filme kopiert, so soll den Urhebern eine Entschädigung zustehen», sagte Suisa-Sprecher Martin Wüthrich am Mittag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Die Suisa habe Verhandlungen mit den zuständigen Branchen begonnen - darunter der Wirtschaftsdachverband für die digitale Schweiz (Swico), der Verband der Streaming Anbieter (Swissstream), der Dachverband der Urheber- und Nachbarrechtsnutzer (DUN) oder die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS).

Der ausgehandelte Tarif muss bei der Eidgenössischen Schiedskommission eingereicht werden. Wie lange die Verhandlungen noch dauern, konnte Wüthrich nicht sagen.

Gleichzeitig kämpft die Suisa mit Nutzervertretern um eine Kopiergebühr, die auf Mobiltelefonen erhoben werden soll. Die eidgenössische Schiedskommission hat diese unlängst bei 25 Rappen pro Gigabyte Speicher festgelegt und angeordnet, dass die Gebühr rückwirkend ab 2010 gelten soll. Berechnungen des «Sonntag» zufolge dürfte die Suisa alleine für die im vergangenen Jahr verkauften iPhones etwa fünf Millionen Franken an Kopierabgaben einnehmen. Noch ist der entsprechende Tarif jedoch nicht rechtskräftig. Voraussichtlich werden die Nutzerverbände den Gang ans Bundesverwaltungsgericht beschliessen.

Im Jahr 2007 wurde bereits eine Abgabe auf MP3-Geräte eingeführt. Im ersten Jahr nach der Einführung nahm die Suisa dadurch einen Millionenbetrag in zweistelliger Höhe ein. 

(laf)

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Schlechte Nachrichten für Gadget-Fans: Die Urheberrechts-Organisation Suisa arbeitet an einer Kopierabgabe für Tablet-Computer wie das iPad, wie die Zeitung «Der Sonntag» berichtet. Auch Smartphones wie das iPhone sind betroffen. Noch unklar sei, wie teuer die Gebühr werden soll.

«Werden auf diese Geräte Musik oder Filme kopiert, so soll den Urhebern eine Entschädigung zustehen», sagte Suisa-Sprecher Martin Wüthrich am Mittag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Die Suisa habe Verhandlungen mit den zuständigen Branchen begonnen - darunter der Wirtschaftsdachverband für die digitale Schweiz (Swico), der Verband der Streaming Anbieter (Swissstream), der Dachverband der Urheber- und Nachbarrechtsnutzer (DUN) oder die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS).

Der ausgehandelte Tarif muss bei der Eidgenössischen Schiedskommission eingereicht werden. Wie lange die Verhandlungen noch dauern, konnte Wüthrich nicht sagen.

Gleichzeitig kämpft die Suisa mit Nutzervertretern um eine Kopiergebühr, die auf Mobiltelefonen erhoben werden soll. Die eidgenössische Schiedskommission hat diese unlängst bei 25 Rappen pro Gigabyte Speicher festgelegt und angeordnet, dass die Gebühr rückwirkend ab 2010 gelten soll. Berechnungen des «Sonntag» zufolge dürfte die Suisa alleine für die im vergangenen Jahr verkauften iPhones etwa fünf Millionen Franken an Kopierabgaben einnehmen. Noch ist der entsprechende Tarif jedoch nicht rechtskräftig. Voraussichtlich werden die Nutzerverbände den Gang ans Bundesverwaltungsgericht beschliessen.

Im Jahr 2007 wurde bereits eine Abgabe auf MP3-Geräte eingeführt. Im ersten Jahr nach der Einführung nahm die Suisa dadurch einen Millionenbetrag in zweistelliger Höhe ein. 

(laf)

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