Actavis vor Übernahme durch US-Konzern

In der Schweizer Pharmabranche zeichnet sich ein Milliarden-Deal ab: Der Generika-Hersteller Actavis soll vom US-Rivalen Watson übernommen werden. Die offizielle Bestätigung steht allerdings noch aus.

25.04.2012

Der US-Konzern Watson Pharmaceuticals steht offenbar kurz vor der Übernahme des Schweizer Generika-Rivalen Actavis - das berichtet die deutsche Online-Ausgabe des «Wall Street Journals» («wsj.de»). Die Amerikaner zahlen demnach Finanzkreisen zufolge 5,4 Milliarden Franken und steigen durch die Übernahme zur weltweiten Nummer drei der Branche auf, hinter der Schweizer Sandoz und der israelischen Teva.

Mit der Sache vertraute Personen bestätigten «Dow Jones Newswires», dass die Transaktion am Mittwoch verkündet werden sollte. Dazu passte: Für Mittwoch wurden einige Schweizer Journalisten telefonisch zu einer Medienkonferenz am Mittag im Hotel Radisson Blu am Flughafen Zürich eingeladen. Es gehe um einen Milliardendeal im Pharmabereich, hiess es. Am Mittwochmittag wurde die Veranstaltung dann jedoch abgesagt - mit Verweis auf eine noch fehlende Unterschrift. Der Deal an sich sei jedoch bestätigt.

Die Verhandlungen befänden sich in der Schlussphase, wobei es allerdings zu Verzögerungen gekommen sei, sagte eine mit den Plänen vertraute Person der Nachrichtenagentur sda.

Gerüchte auch um Octapharma

Beteiligt am Deal wäre auch die Deutsche Bank als einer der grossen Kreditgeber von Actavis. Der Verkauf des Arzneimittelherstellers werde im ersten Quartal zu einer Abschreibung von 480 Millionen Franken führen, berichtete die Nachrichtenagentur «Bloomberg» unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise.

Da Actavis 2011 einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von rund 360 Millionen Franken erzielt habe, entspreche der Kaufpreis dem 14- bis 15-Fachen des Ebitda, schreibt «wsj.de» weiter. Von dem Kaufpreis werde Watson etwa 5,1 Milliarden Franken bei Abschluss zahlen, weitere 300 Millionen Franken sollen beim Erreichen gewisser Meilensteine fliessen.

Schon seit einigen Tagen geht ausserdem ein weiteres Phama-Gerücht um: In Investmentbank-Kreisen wird über einen möglichen Verkauf von Octapharma aus Lachen SZ spekuliert. Das Unternehmen, das Therapien auf Basis von Blutplasma anbietet, gehört der deutschen Milliardärsfamilie Marguerre. Patron und Verwaltungsratpräsident ist Wolfgang Marguerre aus Heidelberg.

(tno/spm)

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Mit der Sache vertraute Personen bestätigten «Dow Jones Newswires», dass die Transaktion am Mittwoch verkündet werden sollte. Dazu passte: Für Mittwoch wurden einige Schweizer Journalisten telefonisch zu einer Medienkonferenz am Mittag im Hotel Radisson Blu am Flughafen Zürich eingeladen. Es gehe um einen Milliardendeal im Pharmabereich, hiess es. Am Mittwochmittag wurde die Veranstaltung dann jedoch abgesagt - mit Verweis auf eine noch fehlende Unterschrift. Der Deal an sich sei jedoch bestätigt.

Die Verhandlungen befänden sich in der Schlussphase, wobei es allerdings zu Verzögerungen gekommen sei, sagte eine mit den Plänen vertraute Person der Nachrichtenagentur sda.

Gerüchte auch um Octapharma

Beteiligt am Deal wäre auch die Deutsche Bank als einer der grossen Kreditgeber von Actavis. Der Verkauf des Arzneimittelherstellers werde im ersten Quartal zu einer Abschreibung von 480 Millionen Franken führen, berichtete die Nachrichtenagentur «Bloomberg» unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise.

Da Actavis 2011 einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von rund 360 Millionen Franken erzielt habe, entspreche der Kaufpreis dem 14- bis 15-Fachen des Ebitda, schreibt «wsj.de» weiter. Von dem Kaufpreis werde Watson etwa 5,1 Milliarden Franken bei Abschluss zahlen, weitere 300 Millionen Franken sollen beim Erreichen gewisser Meilensteine fliessen.

Schon seit einigen Tagen geht ausserdem ein weiteres Phama-Gerücht um: In Investmentbank-Kreisen wird über einen möglichen Verkauf von Octapharma aus Lachen SZ spekuliert. Das Unternehmen, das Therapien auf Basis von Blutplasma anbietet, gehört der deutschen Milliardärsfamilie Marguerre. Patron und Verwaltungsratpräsident ist Wolfgang Marguerre aus Heidelberg.

(tno/spm)

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