Meistgelesen

Anleger setzen darauf, dass EMS den Widerstand um 420 Franken jetzt knacken kann
Anlage

«Charttechnik ist eine Wissenschaft, die vergeblich sucht, was Wissen schafft», sagt Kostolany. Dennoch schafften unsere 2014er-Kandidaten «für den Ausbruch» einen starken Lauf. Die Favoriten 2015. Mehr...

VonGeorg Pröbstl
27.02.2015
Die Aufnahme in den Stoxx Europe 600 beflügelt die AMS-Aktie.
Musterdepot

Eine weitere starke Woche im Depot. Zwar können alle Titel im Portfolio mehr oder weniger stark zulegen, doch BB Biotech und AMS schiessen regelrecht ab. Mit weiteren Steigerungen ist zu rechnen. Mehr...

VonGeorg Pröbstl
27.02.2015
Dänemark schafft, woran die SNB scheiterte
Geld

Nach dem Ende der Frankengrenze zweifelten Investoren plötzlich an Dänemarks Euro-Bindung. Nun scheinen die Dänen den Kampf gegen die Spekulanten zu gewinnen – sie hatten es aber leichter als die SNB. Mehr...

VonMarc Iseli
27.02.2015
Bank of Ireland mit erstem Plus seit Finanzkrise
Zahlen

Die staatlich gestützte Bank of Ireland hat das erste Mal seit der Finanzkrise wieder schwarze Zahlen geschrieben. Die wirtschaftliche Erholung des Landes hat die Bank vorangebracht. Mehr...

27.02.2015
SNB-Schock: Nun hat die Woche 43 Stunden und mehr
Umbruch

Lähmung nach dem Frankenschock? Mitnichten. Von St. Gallen bis Genf arbeiten Firmen unter Hochdruck daran, ihre Produktivität zu steigern. In der Industrie scheint vor allem eine Massnahme beliebt. Mehr...

VonMathias Ohanian
26.02.2015
S&P Capital IQ hält Hasbro noch nicht für zu teuer
Dividenden

Während Top-Dividendenwerte langfristig die beste Gesamtrendite bringen, warnen Experten davor, dass sie bei starkem Zinsanstieg Schwäche zeigen können. Was da dran ist und was Anleger tun können. Mehr...

VonJürgen Büttner
27.02.2015
Airbus-Rekordjahr trotz Querelen mit A400M
Zahlen

Trotz erheblicher Lieferprobleme beim Militärflugzeug A400M hat Airbus Umsatz und Gewinn auf einen Rekordstand gesteigert. Konzernchef Tom Enders erwartet weitere Zuwächse. Mehr...

27.02.2015

Anzeige

Aderlass bei Lidl Schweiz

Lidl setzt in der Schweiz auf schnelles Wachstum. Doch das bekommt dem Unternehmen nicht in jeder Hinsicht: Gleich mehrere Kader haben das Unternehmen verlassen – und weitere stehen vor dem Abgang.

VonBenita Vogel
28.04.2011

Der deutsche Discounter setzt in der Schweiz auf rasantes Wachstum. Im Mai stösst er ins Tessin vor und eröffnet vier Filialen auf einen Schlag. Doch Grund zum Feiern gibt es in der Lidl-Zentrale in Weinfelden derzeit wenig. Hinter den Kulissen rumort es gewaltig. Chef Andreas Pohl hat gleich mehrere Kaderstellen neu zu besetzen.

Besonders schmerzhaft betroffen ist der Bereich Logistik. Der Verantwortliche für das Verteilzentrum Weinfelden, der auch Chef aller 65 Lidl-Filialen war, wurde entlassen. Dies, nachdem zuvor diverse Kadermitarbeiter unter seiner Führung das Unternehmen enttäuscht verlassen hatten.

In den letzten Monaten ist eine weitere Führungskraft gegangen. Neue Abgänge in Weinfelden stehen bevor, wie gut informierte Quellen der «Handelszeitung» bestätigen. Der Aderlass im Vertrieb und im Logistikbereich schmerzt, weil gerade diese Abteilung besonders gefordert ist, wo doch Lidl ein forsches Expansionstempo anschlägt. Der Discounter hat die Anzahl ­Filialen innerhalb eines Jahres verdop­pelt. Zu den heute 65 Verkaufsstellen sollen bis Ende Jahr 25 weitere dazu­kommen. ­

Auch im bisherigen Vorzeigebereich, in der Expansions-Abteilung, verliert Lidl Personal. In Weinfelden und Bern wechseln Expansions-Leute zur Konkurrenz, unter anderem zur Migros. Schon zuvor hatten einige wichtige Mitarbeiter den Discounter verlassen.

Bei Lidl macht man intern mitunter das schnelle Wachstum für den geballten Abfluss von Know-how verantwortlich. Der Druck werde von oben ungefiltert nach unten weitergegeben. Die Organisation vermöge mit dem schnellen Wachstum nicht mehr mitzuhalten, heisst es. Die Lidl-Führung will sich dazu nicht äussern. Auch die «personellen Veränderungen» will der Discounter nicht kommentieren. Lidl beschäftigt in der Schweiz  rund 1500 Mitarbeitende.

(cms)

 

 

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema
Stichworte:
Detailhandel Lidl

Der deutsche Discounter setzt in der Schweiz auf rasantes Wachstum. Im Mai stösst er ins Tessin vor und eröffnet vier Filialen auf einen Schlag. Doch Grund zum Feiern gibt es in der Lidl-Zentrale in Weinfelden derzeit wenig. Hinter den Kulissen rumort es gewaltig. Chef Andreas Pohl hat gleich mehrere Kaderstellen neu zu besetzen.

Besonders schmerzhaft betroffen ist der Bereich Logistik. Der Verantwortliche für das Verteilzentrum Weinfelden, der auch Chef aller 65 Lidl-Filialen war, wurde entlassen. Dies, nachdem zuvor diverse Kadermitarbeiter unter seiner Führung das Unternehmen enttäuscht verlassen hatten.

In den letzten Monaten ist eine weitere Führungskraft gegangen. Neue Abgänge in Weinfelden stehen bevor, wie gut informierte Quellen der «Handelszeitung» bestätigen. Der Aderlass im Vertrieb und im Logistikbereich schmerzt, weil gerade diese Abteilung besonders gefordert ist, wo doch Lidl ein forsches Expansionstempo anschlägt. Der Discounter hat die Anzahl ­Filialen innerhalb eines Jahres verdop­pelt. Zu den heute 65 Verkaufsstellen sollen bis Ende Jahr 25 weitere dazu­kommen. ­

Auch im bisherigen Vorzeigebereich, in der Expansions-Abteilung, verliert Lidl Personal. In Weinfelden und Bern wechseln Expansions-Leute zur Konkurrenz, unter anderem zur Migros. Schon zuvor hatten einige wichtige Mitarbeiter den Discounter verlassen.

Bei Lidl macht man intern mitunter das schnelle Wachstum für den geballten Abfluss von Know-how verantwortlich. Der Druck werde von oben ungefiltert nach unten weitergegeben. Die Organisation vermöge mit dem schnellen Wachstum nicht mehr mitzuhalten, heisst es. Die Lidl-Führung will sich dazu nicht äussern. Auch die «personellen Veränderungen» will der Discounter nicht kommentieren. Lidl beschäftigt in der Schweiz  rund 1500 Mitarbeitende.

(cms)

 

 

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung
 

Cover der aktuellen Ausgabe

 

Unsere Partner      
 

Swiss-Chef: «Fürchten ist der falsche Ausdruck». Mehr

Mann im Mond wirbt für die Schweiz. Mehr

US-Steuerstreit: Erste Millionen-Bussen im März. Mehr

Firmen halten sich nicht an Abzocker-Initiative. Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...