29.06.2005 | 16:00
Von:
christoph fehr
Foto:
|
 

Aktien: Der Anstieg drückt auf die Margen

Die Hausse der Erdölpreise trifft Logistikunternehmen und Maschinenbauer besonders hart.

Der steigende Erdölpreis ist das grosse Thema. Das wundert nicht, denn die Energiekosten schlagen kräftig aufs Portemonnaie ­ und damit auf die Konsumentenstimmung. Die «Financial Times» hat dies an einem einfachen Beispiel vorgerechnet: Wer diesen Sommer mit British Airways von London nach Madrid fliegt und dann mit demAuto zum Ferienort Marbella weiterreist, muss in diesem Jahr 30 Pfund (etwa 70 Fr.) mehr auf den Tisch legen als vor einem Jahr.

Ob British Airways die höheren Treibstoffpreise ganz weitergeben kann, ist fraglich. Geht man davon aus, dass ein Unternehmer immer versucht, den Gewinn zu steigern, dann ist nicht zu sehen, weshalb er auf höhere Erdölpreise warten soll, um die Preise anzuheben. Somit ist klar: Die gestiegenen Erdölkosten drücken auf die Margen. Aber auch wo es möglich ist, Kosten weiterzugeben, weil die Kunden kurzfristig nicht auf das Produkt verzichten wollen oder können, bleiben die volkswirtschaftlichen Konsequenzen nicht aus.

Ökonomische Gesetze

Fliegt die Familie trotz Preisaufschlag in den Urlaub, fehlt ihr später das Geld für den Kauf anderer Güter. Die Schweizer Unternehmen sind vor diesen ökonomischen Gesetzmässigkeiten nicht gefeit. In einer Studie haben die Experten der Credit Suisse die einzelnen Branchen unter die Lupe genommen und analysiert, welche von einem hohen Erdölpreis betroffen sind.

Am stärksten geraten die Luftfahrt und Logistikunternehmen (Kühne & Nagel) und die Reisebranche (Kuoni) unter die Räder. In der Luftfahrt können die Treibstoffkosten Niveaus von bis zu 25% der Betriebskosten erreichen. Schwierig wird die Lage auch für Maschinen- und Anlagebauer wie Interroll oder Agie Charmilles. Für diesen Sektor fallen die hohen Energiepreise ins Gewicht. Zudem leidet als Folge der hohen Erdölpreise die Konjunktur in den Exportmärkten. Es ist darum kein Zufall, dass am Montag ABB mit -2% zu den Tagesverlierern gehörte. Mit Skepsis werden im Markt auch Unternehmen, die mit der Automobilbranche verbunden sind wie Rieter oder Georg Fischer, betrachtet.

Immobilien stabil

Einigermassen ungeschoren dürften die Unternehmen im Immobiliensektor (Allreal oder Intershop) davonkommen. Das gilt auch für Roche und Novartis. Hier entscheidet die Produktepipeline über den Erfolg. Am wenigsten sollten Unternehmen der Informatikdienste und Informationstechnologie wie Swisscom betroffen sein. Für sie spielt der Energieinput eine geringe Rolle.

Auch wenn nicht aller Unternehmen vom Erdölpreis gleich betroffen sind, besteht die Gefahr, dass wenn der Anstieg nicht bald stoppt, der Gesamtmarkt unter Druck gerät. Je höher der Ölpreis, desto grösser und vielleicht irrationaler die Ängste vor potenziellen Folgen. In seinem «Gloom, Doom and Boom»-Report vom Oktober 2004 schreibt Investment-Guru Marc Faber: Sollte der Erdölpreis klar über 100 Dollar steigen, wäre gar die Basis für einen Weltkrieg gelegt.

Top 2011

Die Listen der 1300 grössten Unternehmen in der Schweiz sind eine einzigartige Sammlung von Daten und Kennzahlen.
Zu den neuen Listen

SMI6.155,9-1,7minus-0,0%
SPI5.583,7-1,4minus-0,0%
SLI940,30,2plus0,0%
SMIM1.197,4-2,9minus-0,2%
DAX 306.748,8-5,4minus-0,1%
EURO STOXX 502.512,9-1,2minus-0,0%
Dow Jones Ind.12.884,05,8plus0,0%
S&P 5001.263,013,4plus1,1%
NASDAQ Composite Index2.648,4-0,4minus-0,0%
Nikkei 2259.015,698,1plus1,1%
EUR/CHF1,21010,0minus-0,0%
USD/CHF0,91400,0plus0,1%
Ölpreis (WTI)98,70,6plus0,6%
Goldpreis1.731,3-14,0minus-0,8%

Top und Flops

NameKurs+/-+/- %
25,230,230,92
162,301,300,81
36,100,280,78
13,100,080,61
230,400,900,39
46,50-0,55-1,17
394,20-4,10-1,03
53,40-0,50-0,93
291,80-2,10-0,71
51,30-0,35-0,68
NameKurs+/-+/- %
2,100,157,58
22,840,441,96
34,470,521,53
29,850,210,71
32,520,160,48
7,51-0,11-1,47
56,71-0,84-1,46
77,03-1,02-1,31
54,25-0,67-1,22
17,00-0,20-1,13
NameKurs+/-+/- %
3,320,206,56
1,620,053,33
17,250,553,29
34,660,982,89
37,911,052,83
55,65-0,81-1,44
7,28-0,09-1,18
54,45-0,55-1,00
123,94-1,23-0,98
25,12-0,24-0,95

Aktuelle Ausgabe - Morgen am Kiosk!

Aktuelle Ausgabe der Handelszeitung

  • Schweiz verliert IBM-Hauptsitz. Lesen
     
  • SIX-Chef bedauert gescheiterte Börsenfusion. Lesen
     
  • Schweizer Firma war mit Raubkopierern im Geschäft. Lesen
     
  • Agie Charmilles hebt Verlängerung der Arbeitszeit auf. Lesen
     
  • Oerlikon: Produktionsverlagerung wegen starkem Franken. Lesen
     

Dieses und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Handelszeitung.

Abonnement bestellen

Kostenloses Probeabo


4 Wochen lang gratis am Puls der Wirtschaft.
Zur Bestellseite

Sesselwechsel

Fischer, Mutschlechner und Notter haben CFM Partners AG gebründet.
Zum aktuellen Sesselwechsel
Zur Übersichtsseite

Verlosung:

Gewinnen Sie einen Kugelschreiber der „ETOILE DE MONTBLANC“ Linie im Wert von CHF 1'015.-.

Mitmachen und gewinnen

Newsletter bestellen

Der Newsletter von Handelszeitung informiert Sie wöchentlich über die wichtigsten News der Schweizer WirtschaftAbonnieren Sie unseren Newsletter und Sie erhalten wöchentlich die wichtigsten News der Schweizer Wirtschaft per E-Mail.
Newsletter abonnieren

ANZEIGE

RSS abonnieren

iPad

Die Handelszeitung auf Ihrem iPad und iPhone
Die Handelszeitung mobil auf Ihrem iPad und Ihrem iPhone.
Mehr Infos

ANZEIGE

Werden Sie angemessen bezahlt?

Unser Lohnvergleichs-Tool gibt Aufschluss darüber, ob Sie genügend entlöhnt werden
Das Lohnvergleichs-Tool gibt Aufschluss.
Zum Tool

ANZEIGE

Mobile Apps

Die wichtigsten und beliebtesten Apps für iPhones, Blackberrys und andere mobile Geräte.
Weiterlesen