Allianz will in das Windpark-Geschäft einsteigen

Die Allianz ist auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern. Zu diesem Zweck plant der Versicherungskonzern einem Medienbericht zufolge offenbar Milliarden in die Anbindung von Windparks zu investieren.

08.02.2013

Die Allianz-Versicherung will sich einem «Spiegel»-Bericht zufolge am Stromnetz des Betreibers Tennet beteiligen und Milliarden in die Anbindung von Nordsee-Windparks investieren.

Die Allianz habe den Plan im Bundeswirtschaftsministerium vorgestellt, meldete das Magazin. Verhandlungen mit Tennet seien bislang allerdings ergebnislos verlaufen. Der Netzbetreiber verhandle jetzt parallel mit anderen Investoren. Die Allianz lehnte eine Stellungnahme ab. Eine Tennet-Sprecherin sagte: «Wir führen Gespräche mit verschiedenen Interessenten, die an langfristigen Investitionen interessiert sind.» Dabei gehe es um eine Eigenkapitalbeteiligung an konkreten Projekten zur Anbindung von Windparks in der Nordsee. Eine Beteiligung an Tennet oder dem Tennet-Stromnetz an Land komme nicht in Frage.

Tennet ist wegen Verzögerungen beim Anschluss von Offshore-Windparks in die Kritik geraten und sucht Geldgeber - umgekehrt suchen alle Versicherer wegen der niedrigen Zinsen Alternativen für ihre Geldanlage. Aber die EU-Regulierungsbehörden haben Stromerzeugung und Stromübertragung getrennt - die Allianz darf also nicht gleichzeitig in Windparks und in Stromtrassen investieren. Sie hat bereits 1,3 Milliarden Euro in Wind- und Solarkraftwerke investiert und die Politik immer wieder aufgefordert, die strikte Trennung von Erzeugung und Netzbetrieb zu korrigieren.

Das Wirtschaftsministerium erklärte, die Entflechtungsvorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes «sind EU-rechtliche Vorgaben, die wir nicht beabsichtigen aufzuweichen».

(muv/awp)

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema
Stichworte:
Allianz Windpark

Die Allianz-Versicherung will sich einem «Spiegel»-Bericht zufolge am Stromnetz des Betreibers Tennet beteiligen und Milliarden in die Anbindung von Nordsee-Windparks investieren.

Die Allianz habe den Plan im Bundeswirtschaftsministerium vorgestellt, meldete das Magazin. Verhandlungen mit Tennet seien bislang allerdings ergebnislos verlaufen. Der Netzbetreiber verhandle jetzt parallel mit anderen Investoren. Die Allianz lehnte eine Stellungnahme ab. Eine Tennet-Sprecherin sagte: «Wir führen Gespräche mit verschiedenen Interessenten, die an langfristigen Investitionen interessiert sind.» Dabei gehe es um eine Eigenkapitalbeteiligung an konkreten Projekten zur Anbindung von Windparks in der Nordsee. Eine Beteiligung an Tennet oder dem Tennet-Stromnetz an Land komme nicht in Frage.

Tennet ist wegen Verzögerungen beim Anschluss von Offshore-Windparks in die Kritik geraten und sucht Geldgeber - umgekehrt suchen alle Versicherer wegen der niedrigen Zinsen Alternativen für ihre Geldanlage. Aber die EU-Regulierungsbehörden haben Stromerzeugung und Stromübertragung getrennt - die Allianz darf also nicht gleichzeitig in Windparks und in Stromtrassen investieren. Sie hat bereits 1,3 Milliarden Euro in Wind- und Solarkraftwerke investiert und die Politik immer wieder aufgefordert, die strikte Trennung von Erzeugung und Netzbetrieb zu korrigieren.

Das Wirtschaftsministerium erklärte, die Entflechtungsvorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes «sind EU-rechtliche Vorgaben, die wir nicht beabsichtigen aufzuweichen».

(muv/awp)

Meistgelesen

Nach dem Börsengang zeigt Alibaba seine wahren Ambitionen
Unternehmen

Alibaba allmächtig: Gerade zehn Tage nach dem grössten Börsengang aller Zeiten weitet der Online-Händler sein Geschäftsmodell aus. Der Vergleich mit Amazon oder Ebay reicht dabei nicht mehr. Mehr...

VonKaren Merkel
30.09.2014
Ferien

Alles fährt Ski: Doch wo ist wer am besten bedient? Die «Handelszeitung» analysierte 24 Destinationen in Europa. Das Resultat ist das exklusive Alpen-Ranking der besten Wintersportorte. Mehr...

VonClaus Schweitzer
01.10.2014
Für Bankkunden wird die Kontoführung teuer
Abgabe

Bitter für Bankkunden: Die Zinsen für Erspartes sinken, währen die Gebühren für die Kontoführung in die Höhe klettern. Dabei lohnt sich der genaue Vergleich zwischen den Banken. Mehr...

01.10.2014
Wie Google Rivalen ausschaltet
Suche

Mit einem neuen Feature vereinfacht der Internetgigant die Nutzung von Webseiten. Auch sonst lanciert Google laufend mehr Services. Er bringt damit kleine Anbieter in Bedrängnis. Mehr...

VonLukas Rohner
30.09.2014
Schweizer Hauptsitz für ABB nicht mehr sakrosankt
Standort

Die Masseneinwanderungsinitiative macht ABB Sorgen. Wird sie falsch umgesetzt, stellt Konzernchef Ulrich Spiesshofer vieles in Frage - auch den Hauptsitz in der Schweiz. Mehr...

01.10.2014
Spürhunde jagen im Thurgau Baum-Terroristen
Schädling

Im thurgauischen Sirnach ist ein Citrusbockkäfer entdeckt worden. Das alarmiert die Landwirtschaft. Denn der Schädling ist gefährlich. Nun wird er mit Hunden gesucht. Mehr...

01.10.2014
Das Wichtigste zum neuen Gratis-WLan von Cablecom
Kommunikation

UPC Cablecom nimmt das grösste WLan der Schweiz in Betrieb. Wir beantworten die wichtigsten Fragen, damit Sie entscheiden können, ob sich das Angebot lohnt. Mehr...

VonLukas Rohner
01.10.2014

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung
 

Cover der aktuellen Ausgabe

 

Unsere Partner      
 

Whistleblower Elmer soll 4,5 Jahre in Haft. Mehr

Die grössten Baustellen des neuen Orell-Füssli-Chefs. Mehr

Ungleicher Kampf im Online-Stellenmarkt. Mehr

«Längere Krise als in den 1930er-Jahren». Mehr

WM in Katar: Kein Beweis für Schmiergeld. Mehr

Ölkonzern Tamoil prüft den Verkauf. Mehr

Das sind die besten Wintersportorte der Alpen. Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...