BP verdient weniger

Trotz hoher Ölpreise weniger Gewinn: Gleich wie seine Konkurrenten ExxonMobil und Shell hat der britische Ölkonzern im ersten Quartal weniger verdient. Hauptgrund dafür ist die gesunken Produktion.

01.05.2012

Der britische Ölkonzern BP hat im ersten Quartal wegen einer gesunkenen Produktion weniger verdient als im Vorjahr. Der Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten fiel von 5,6 Milliarden auf 4,9 Milliardeni Dollar, wie das Unternehmen in London mitteilte.

Der Konzern baut sich nach der teuren Ölkatastrophe im Golf von Mexiko um und trennt sich von Unternehmensteilen. Das führt zu einer sinkenden Produktion.

Im ersten Quartal etwa verkaufte BP sein kanadisches Flüssiggasgeschäft für 1,7 Milliarden Dollar. Die Kosten für die Folgen der Ölkatastrophe indes lasteten allein im vergangenen Quartal mit 1,2 Milliarden Dollar auf der Bilanz.

Konzernchef Bob Dudley sieht sein Unternehmen aber auf dem Weg zu den Zielen für das laufende Jahr. Zwar schrumpfte der Gewinn unter dem Strich von 7,25 Milliarden auf 5,9 Milliarden Dollar. Damit schlug sich BP aber besser als Analysten erwartet hatten. Die Experten hatten im Schnitt nur mit einem Gewinn von 5,0 Mrd. Dollar gerechnet.

Auch andere Ölmultis wie ExxonMobil und Shell hatten zu Jahresbeginn trotz hoher Ölpreise einen Dämpfer bei ihren Gewinnen einstecken müssen.

Zwar stiegen die Umsätze. Wegen einer sinkenden Öl- und Gasförderung, höherer Kosten und einem schwächelndem Chemiegeschäft blieb aber weniger Gewinn übrig. Gerade in Nordamerika ist das Gasgeschäft wegen des Überangebots schwierig, zudem arbeiten die wenigsten Raffinerien momentan profitabel.

(rcv/sda)

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema
Stichworte:
BP Ölkonzern

Der britische Ölkonzern BP hat im ersten Quartal wegen einer gesunkenen Produktion weniger verdient als im Vorjahr. Der Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten fiel von 5,6 Milliarden auf 4,9 Milliardeni Dollar, wie das Unternehmen in London mitteilte.

Der Konzern baut sich nach der teuren Ölkatastrophe im Golf von Mexiko um und trennt sich von Unternehmensteilen. Das führt zu einer sinkenden Produktion.

Im ersten Quartal etwa verkaufte BP sein kanadisches Flüssiggasgeschäft für 1,7 Milliarden Dollar. Die Kosten für die Folgen der Ölkatastrophe indes lasteten allein im vergangenen Quartal mit 1,2 Milliarden Dollar auf der Bilanz.

Konzernchef Bob Dudley sieht sein Unternehmen aber auf dem Weg zu den Zielen für das laufende Jahr. Zwar schrumpfte der Gewinn unter dem Strich von 7,25 Milliarden auf 5,9 Milliarden Dollar. Damit schlug sich BP aber besser als Analysten erwartet hatten. Die Experten hatten im Schnitt nur mit einem Gewinn von 5,0 Mrd. Dollar gerechnet.

Auch andere Ölmultis wie ExxonMobil und Shell hatten zu Jahresbeginn trotz hoher Ölpreise einen Dämpfer bei ihren Gewinnen einstecken müssen.

Zwar stiegen die Umsätze. Wegen einer sinkenden Öl- und Gasförderung, höherer Kosten und einem schwächelndem Chemiegeschäft blieb aber weniger Gewinn übrig. Gerade in Nordamerika ist das Gasgeschäft wegen des Überangebots schwierig, zudem arbeiten die wenigsten Raffinerien momentan profitabel.

(rcv/sda)

Meistgelesen

Schweizer Steuergelder für BVB und Co.
Fussball

Gerne kommen internationale Spitzenklubs für ein Trainingslager in die Schweiz. Die Vereine mit Millionenbudget zahlen den Gemeinden oft nur einen Teil der Kosten. Mehr...

VonTobias Keller
18.06.2013
Mirgos Basel schliesst Filialen in Deutschland
Rückzug

Die Expansion über die Grenze ist gescheitert. Der Detailhandelskonzern gibt seine vier Filialen in Baden-Württemberg auf. Es kommt zu Entlassungen. Mehr...

VonStefan Eiselin
18.06.2013
Notenstein-Chef hält Bankenspaltung für gangbare Lösung
Steuerdeal

Adrian Künzi warnt die Politik vor einer Eskalation im Steuerstreit. Der Chef der Bank Notenstein erklärt auch, weshalb die Nationalbank die Banken nicht vor der US-Machtpolitik schützen kann. Mehr...

VonVasilije Mustur
18.06.2013
Commerzbank: Mehr als 5000 Stellen weg
Stellenabbau

Nach langen Verhandlungen haben sich die Führung der teilverstaatlichten Bank und die Gewerkschaften geeinigt. Für den Stellenabbau ist eine halbe Milliarde Euro bereitgestellt. Mehr...

18.06.2013
«Die Schweiz in der Höhle des Löwen»
Steuerdeal

Der Nationalrat gab der Lex USA keine Chance und ist nicht auf die Vorlage eingetreten. Ohne Gesetz drohe eine Eskalation, sagte Finanzministerin Widmer-Schlumpf. Mehr...

18.06.2013
Philipp Müller nimmt zur Ablehnung Stellung
Interview

FDP-Präsident Philipp Müller erklärt, weshalb seine Partei gegen den Steuerdeal im Nationalrat stimmte und welcher Handlungsspielraum der Schweiz im Streit mit den USA nun noch bleibt. Mehr...

Interview vonVasilije Mustur
18.06.2013
«Eine Katastrophe, wie man uns behandelt»
Interview

Die Wirtschaftskommission rät dem Nationalrat, nicht auf die Steuer-Deal-Vorlage einzutreten. SVP-Politiker Hans Kaufmann erklärt, warum – und spricht über seinen Interessenkonflikt als ZKB-Bankrat. Mehr...

VonTimo Nowack
14.06.2013

Die Handelszeitung – jetzt am Kiosk

 

Aktuelle Ausgabe

 

Unsere Partner    

Art Basel: Warnung vor Geldwäsche im Kunsthandel Lesen

Expansion: Kuoni buhlt um weitere Visa-Aufträge Lesen

Kommentar: Innovationsparks - Falscher Griff in die Zauberkiste Lesen

Unruhe: Sunrise bekommt einen neuen Informatikchef Lesen

 

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Handelszeitung.
Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...