Clariant: deutlicher Gewinnrückgang

Der Chemiekonzern Clariant hat im ersten Quartal 2012 bei einem akquisitionsbedingt höheren Umsatz einen deutlichen Gewinneinbruch erlitten.

03.05.2012

Trotz höherem Umsatz bricht der Gewinn weg: Der Chemiekonzern Clariant hat im ersten Quartal 2012 bei einem akquisitionsbedingt einen deutlichen Gewinneinbruch erlitten. Das Unternehmen weist bei einem um 13 Prozent höheren Umsatz von 1,95 Milliarden Franken einen Reingewinn von 20 Millionen aus. Im Vorjahr hatte der Überschuss noch 120 Millionen betragen. Nach Minderheiten erwirtschaftete Clariant von Januar bis März einen Gewinn von 16 Millionen.

In lokalen Währungen resultierte ein Umsatzplus von 18 Prozent, vor allem aufgrund der im letzten Frühjahr akquirierten Süd-Chemie, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Auf vergleichbarer Basis sei der Umsatz in Lokalwährungen um 2 Prozent gesunken.

Vor Einmaleffekten sank der Betriebsgewinn Ebitda um 15 Prozent auf 236 Millionen und der Ebit um 30 Prozent auf 160 Millionen Franken. Die Ebitda-Marge vor Sondereffekten lag bei 12,1 Prozent und somit unter dem Wert des letzten Jahres (13,2 Prozent). Der operative Free Cash Flow stand bei 6 Millionen, nach 22 Millionen im Vorjahresquartal.

Prognosen ungefähr getroffen

Damit wurden die Analysten-Prognosen (AWP-Konsens) bis auf den Gewinn ungefähr getroffen. Analysten hatten durchschnittlich einen Umsatz von 1,95 Milliarden, jeweils vor Einmalkosten einen Ebitda von 231 Millionen und einen Ebit von 157 Millionen und einen Konzerngewinn nach Minderheiten von 69 Millionen Franken prognostiziert.

Wie Clariant weiter mitteilt, ergab sich in der Berichtspeiode ein Volumenanstieg von 14 Prozent; ohne Akquisitionen wären die Volumen 6 Prozent geringer ausgefallen. Die Verkaufspreise konnte Clariant um 4 Prozent anheben, dies bei 2 Prozent höheren Rohstoffkosten.

Die rückläufige Profitabilität wird von Clariant neben einer tieferen Bruttomarge von 28,2 Prozent (VJ 29,8 Prozent), höheren Vertriebs- und Administrationskosten, der «üblichen» saisonale Schwäche des Katalysatorengeschäfts zudem mit einem höheren Abschreibungsaufwand für die ehemaligen Geschäftseinheiten von Süd-Chemie begründet. So seien an Restrukturierungen und Abschreibungen insgesamt 41 Millionen Franken angefallen.

Optimistisch für zweite Jahreshälfte

Clariant bekräftigt den zuletzt im Februar gegebenen Ausblick. Demnach rechnet das Unternehmen mit einem weiteren Umsatzanstieg in Lokalwährungen und einer gehaltenen Profitabilität. Die Ergebnisse im ersten Semester 2012 dürften wegen der hohen Vergleichsbasis im ersten Halbjahr 2011 tiefer ausfallen als im Vorjahr. In der zweiten Jahreshälfte dürfte sich dann eine Besserung einstellen. Es werde ferner erwartet, dass die Rohstoffkosten im mittleren einstelligen Bereich steigen, während die Wechselkurse im Vergleich zum Jahresanfang stabil bleiben.

(chb/vst/awp)

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In lokalen Währungen resultierte ein Umsatzplus von 18 Prozent, vor allem aufgrund der im letzten Frühjahr akquirierten Süd-Chemie, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Auf vergleichbarer Basis sei der Umsatz in Lokalwährungen um 2 Prozent gesunken.

Vor Einmaleffekten sank der Betriebsgewinn Ebitda um 15 Prozent auf 236 Millionen und der Ebit um 30 Prozent auf 160 Millionen Franken. Die Ebitda-Marge vor Sondereffekten lag bei 12,1 Prozent und somit unter dem Wert des letzten Jahres (13,2 Prozent). Der operative Free Cash Flow stand bei 6 Millionen, nach 22 Millionen im Vorjahresquartal.

Prognosen ungefähr getroffen

Damit wurden die Analysten-Prognosen (AWP-Konsens) bis auf den Gewinn ungefähr getroffen. Analysten hatten durchschnittlich einen Umsatz von 1,95 Milliarden, jeweils vor Einmalkosten einen Ebitda von 231 Millionen und einen Ebit von 157 Millionen und einen Konzerngewinn nach Minderheiten von 69 Millionen Franken prognostiziert.

Wie Clariant weiter mitteilt, ergab sich in der Berichtspeiode ein Volumenanstieg von 14 Prozent; ohne Akquisitionen wären die Volumen 6 Prozent geringer ausgefallen. Die Verkaufspreise konnte Clariant um 4 Prozent anheben, dies bei 2 Prozent höheren Rohstoffkosten.

Die rückläufige Profitabilität wird von Clariant neben einer tieferen Bruttomarge von 28,2 Prozent (VJ 29,8 Prozent), höheren Vertriebs- und Administrationskosten, der «üblichen» saisonale Schwäche des Katalysatorengeschäfts zudem mit einem höheren Abschreibungsaufwand für die ehemaligen Geschäftseinheiten von Süd-Chemie begründet. So seien an Restrukturierungen und Abschreibungen insgesamt 41 Millionen Franken angefallen.

Optimistisch für zweite Jahreshälfte

Clariant bekräftigt den zuletzt im Februar gegebenen Ausblick. Demnach rechnet das Unternehmen mit einem weiteren Umsatzanstieg in Lokalwährungen und einer gehaltenen Profitabilität. Die Ergebnisse im ersten Semester 2012 dürften wegen der hohen Vergleichsbasis im ersten Halbjahr 2011 tiefer ausfallen als im Vorjahr. In der zweiten Jahreshälfte dürfte sich dann eine Besserung einstellen. Es werde ferner erwartet, dass die Rohstoffkosten im mittleren einstelligen Bereich steigen, während die Wechselkurse im Vergleich zum Jahresanfang stabil bleiben.

(chb/vst/awp)

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