Commerzbank: Plant die Allianz den Ausstieg?

Die Commerzbank will sich von ihren Aktionären eine Kapitalerhöhung genehmigen lassen. Das könnte auf einen langfristigen Ausstieg des Versicherers Allianz hindeuten.

12.04.2012

Die Aktionäre der Commerzbank sollen an der Hauptversammlung am 23. Mai über weitere Massnahmen zur Verbesserung der Kapitalstruktur abstimmen. Das geht aus der Tagesordnung hervor.

Das Management strebt unter anderem möglichst grosse Flexibilität im Umgang mit den Stillen Einlagen des Versicherungskonzerns Allianz (750 Millionen Euro) und des Bankenrettungsfonds Soffin (1,7 Milliarden Euro) an.

Der Vorstand will sich daher ermächtigen lassen, «das Grundkapital der Commerzbank gegen teilweise oder vollständige Einbringung der Stillen Einlage der Allianz SE und/oder des Soffin um bis zu rund 2,4 Milliarden Euro zu erhöhen». Dafür soll auch eine Kapitalerhöhung zur Rückzahlung der Stillen Einlagen möglich sein.

Um die Stillen Einlagen der Allianz abzulösen, würde ein Tausch in Aktien in Frage kommen. Dies könnte der Versicherer nutzen, um sich langfristig komplett aus der Commerzbank zurückzuziehen - das berichten unter anderem unter anderem das «Handelsblatt», «Der Aktionär» und die «Financial Times Deutschland» («FTD»).

«Möglich ist allerdings auch eine vorherige Barkapitalerhöhung, mit deren Erlösen die Commerzbank die stille Einlage tilgen würde», schreibt die «FTD». «Die Allianz könnte dann ihre verbleibenden Aktien über die Börse verkaufen.»

Ehemalige EZB-Direktorin in den Aufsichtsrat

Ausserdem will die Commerzbank die ehemalige EZB-Direktorin Gertrude Tumpel-Gugerell in ihren Aufsichtsrat holen. Bei der Hauptversammlung soll die Österreicherin in das Kontrollgremium des teilverstaatlichten Dax-Konzerns gewählt werden.

Tumpel-Gugerell war bei der Europäischen Zentralbank (EZB) bis zu ihrem turnusgemässen Ausscheiden Ende Mai 2011 für Personal zuständig. Im Commerzbank-Aufsichtsrat soll sie Generali-Manager Sergio Balbinot ersetzen - zunächst bis zur Hauptversammlung 2013. Balbinot legt sein Mandat zum Ablauf der diesjährigen Hauptversammlung vorzeitig nieder.

(tno/chb/awp)

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Die Aktionäre der Commerzbank sollen an der Hauptversammlung am 23. Mai über weitere Massnahmen zur Verbesserung der Kapitalstruktur abstimmen. Das geht aus der Tagesordnung hervor.

Das Management strebt unter anderem möglichst grosse Flexibilität im Umgang mit den Stillen Einlagen des Versicherungskonzerns Allianz (750 Millionen Euro) und des Bankenrettungsfonds Soffin (1,7 Milliarden Euro) an.

Der Vorstand will sich daher ermächtigen lassen, «das Grundkapital der Commerzbank gegen teilweise oder vollständige Einbringung der Stillen Einlage der Allianz SE und/oder des Soffin um bis zu rund 2,4 Milliarden Euro zu erhöhen». Dafür soll auch eine Kapitalerhöhung zur Rückzahlung der Stillen Einlagen möglich sein.

Um die Stillen Einlagen der Allianz abzulösen, würde ein Tausch in Aktien in Frage kommen. Dies könnte der Versicherer nutzen, um sich langfristig komplett aus der Commerzbank zurückzuziehen - das berichten unter anderem unter anderem das «Handelsblatt», «Der Aktionär» und die «Financial Times Deutschland» («FTD»).

«Möglich ist allerdings auch eine vorherige Barkapitalerhöhung, mit deren Erlösen die Commerzbank die stille Einlage tilgen würde», schreibt die «FTD». «Die Allianz könnte dann ihre verbleibenden Aktien über die Börse verkaufen.»

Ehemalige EZB-Direktorin in den Aufsichtsrat

Ausserdem will die Commerzbank die ehemalige EZB-Direktorin Gertrude Tumpel-Gugerell in ihren Aufsichtsrat holen. Bei der Hauptversammlung soll die Österreicherin in das Kontrollgremium des teilverstaatlichten Dax-Konzerns gewählt werden.

Tumpel-Gugerell war bei der Europäischen Zentralbank (EZB) bis zu ihrem turnusgemässen Ausscheiden Ende Mai 2011 für Personal zuständig. Im Commerzbank-Aufsichtsrat soll sie Generali-Manager Sergio Balbinot ersetzen - zunächst bis zur Hauptversammlung 2013. Balbinot legt sein Mandat zum Ablauf der diesjährigen Hauptversammlung vorzeitig nieder.

(tno/chb/awp)

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