Credit Suisse im Visier der US-Justiz

Jetzt ist die CS dran: Bei der Jagd auf amerikanische Steuersünder weiten die US-Behörden ihre Ermittlungen auf die zweite Schweizer Grossbank aus. Bisher liefen nur Verfahren gegen einzelne CS-Mitarb

15.07.2011

Das amerikanische Justizdepartement hat die Credit Suisse in einem Schreiben informiert, dass sie Gegenstand einer Untersuchung ist. Das teilte die Grossbank heute mit. Dabei gehe es um grenzüberschreitende Vermögensverwaltungsdienstleistungen für US-Kunden in der Vergangenheit.

Die Credit Suisse geht jedoch davon aus, dass es sich um eine branchenweite Untersuchung der US-Behörden handelt. Im Rahmen der Möglichkeiten unter Schweizer Recht werde sie mit den US-Behörden auch weiterhin zusammenarbeiten, um in dieser Angelegenheit eine Lösung zu finden, hält die Grossbank fest.

Die CS hat in diesem Zusammenhang schon zuvor vom US-Justizdepartment und anderen amerikanischen Behörden Auskunftsersuche erhalten, darunter auch Vorladungen. Auf diese Ersuche hatte die Grossbank auch geantwortet.

Die Behörden in den USA hatten im Februar eine Klage gegen vier Schweizer Banker erhoben, die alle für die CS tätig waren, bis auf eine Ausnahme mittlerweile aber nicht mehr bei der Bank angestellt sind. Ihnen wird vorgeworfen, ihren Kunden zur Steuerhinterziehung geraten und so die USA betrogen zu haben.

Im März war der Name Credit Suisse zum ersten Mal im Rahmen eines Gerichtsverfahrens gegen einen amerikanischen Steuersünder gefallen. Die CS hat indes wiederholt betont, sie habe sich immer an die amerikanischen Vorschriften gehalten.

Ermittlungen in Deutschland dauern an

Indes dauern in Deutschland die Ermittlungen der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft gegen die Credit Suisse wegen Verdachts auf Beihilfe zur Steuerhinterziehung an. «Der Tatverdacht hat sich in keinem Fall abgeschwächt», sagte ein Behördensprecher auf Anfrage. Er wollte sich nicht dazu äussern, wann mit einem Abschluss des Verfahrens zu rechnen ist.

Die Ermittlungen dauern bereits seit über einem Jahr an. Unter anderem gab es mehrere Durchsuchungen von Credit-Suisse-Filialen. Vergleichbare Verfahren gegen den Schweizer Vermögensverwalter Julius Bär und die Liechtensteiner Fürstenbank LGT sind inzwischen gegen Geldbussen eingestellt.

(cms/tno/sda)

 

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Das amerikanische Justizdepartement hat die Credit Suisse in einem Schreiben informiert, dass sie Gegenstand einer Untersuchung ist. Das teilte die Grossbank heute mit. Dabei gehe es um grenzüberschreitende Vermögensverwaltungsdienstleistungen für US-Kunden in der Vergangenheit.

Die Credit Suisse geht jedoch davon aus, dass es sich um eine branchenweite Untersuchung der US-Behörden handelt. Im Rahmen der Möglichkeiten unter Schweizer Recht werde sie mit den US-Behörden auch weiterhin zusammenarbeiten, um in dieser Angelegenheit eine Lösung zu finden, hält die Grossbank fest.

Die CS hat in diesem Zusammenhang schon zuvor vom US-Justizdepartment und anderen amerikanischen Behörden Auskunftsersuche erhalten, darunter auch Vorladungen. Auf diese Ersuche hatte die Grossbank auch geantwortet.

Die Behörden in den USA hatten im Februar eine Klage gegen vier Schweizer Banker erhoben, die alle für die CS tätig waren, bis auf eine Ausnahme mittlerweile aber nicht mehr bei der Bank angestellt sind. Ihnen wird vorgeworfen, ihren Kunden zur Steuerhinterziehung geraten und so die USA betrogen zu haben.

Im März war der Name Credit Suisse zum ersten Mal im Rahmen eines Gerichtsverfahrens gegen einen amerikanischen Steuersünder gefallen. Die CS hat indes wiederholt betont, sie habe sich immer an die amerikanischen Vorschriften gehalten.

Ermittlungen in Deutschland dauern an

Indes dauern in Deutschland die Ermittlungen der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft gegen die Credit Suisse wegen Verdachts auf Beihilfe zur Steuerhinterziehung an. «Der Tatverdacht hat sich in keinem Fall abgeschwächt», sagte ein Behördensprecher auf Anfrage. Er wollte sich nicht dazu äussern, wann mit einem Abschluss des Verfahrens zu rechnen ist.

Die Ermittlungen dauern bereits seit über einem Jahr an. Unter anderem gab es mehrere Durchsuchungen von Credit-Suisse-Filialen. Vergleichbare Verfahren gegen den Schweizer Vermögensverwalter Julius Bär und die Liechtensteiner Fürstenbank LGT sind inzwischen gegen Geldbussen eingestellt.

(cms/tno/sda)

 

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