Credit Suisse: «Wir haben noch genug Arbeit vor uns»

Überraschend hat die Credit Suisse das erste Quartal in den schwarzen Zahlen abgeschlossen. Im vierten Quartal 2011 hatte noch ein Verlust in den Büchern gestanden.

25.04.2012

In der Branche hatten Analysten mit einem Verlust gerechnet. Doch die Grossbank Credit Suisse präsentiert am Morgen in ihren Quartalszahlen einen Reingewinn von 44 Millionen Franken. Der Grund für die schlechteren Erwartungen waren Sondereffekte. Aufgrund dieser liegt der Gewinn auch dementsprechend tief.

Die Bank hatte bereits signalisiert, dass durch Verluste bei der Neubewertung ihrer Schulden 1,7 Milliarden Franken an Kosten entstehen. Ausserdem gab man eine halbe Milliarde für das PAF2-Vergütungsprogramm aus. Dieses soll die Risiken der Bank verringern. Auch das Kostensenkungsprogramm schlägt zu Buche: Mit 200'000 Franken belastete dieses das Ergebnis.

Ohne Rücksicht auf diese Sonderfaktoren könnte die Grossbank einen Gewinn von 1,36 Milliarden Franken verbuchen. Im Vorjahr hatte die Bank 1,14 Milliarden Franken Gewinn geschrieben, im Kerngeschäft haben sich die Ergebnisse der zweitgrössten Schweizer Bank verbessert. Vor allem in der Investmentbank, die 2011 die Ergebnisse der Credit Suisse stark beeinträchtigt hatte, laufen die Geschäfte wieder besser. Das Investment Banking erzielte einen Gewinn vor Steuern von 993 Millionen Franken. Im vierten Quartal 2011 war es ein Verlust von 1,4 Milliarden Franken gewesen.

Auch die grossen amerikanischen Banken, die ihre Zahlen traditionell etwas vor ihrer Schweizer Konkurrentin vorlegen, hatten von guten Investmentbank-Resultaten berichtet. Verglichen mit dem Jahresauftakt 2011 hingegen sehen die Zahlen überall schlecht aus. Die CS-Investmentbank verdiente damals 1,48 Milliarden Franken.

Das Asset Management steigerte den Vorsteuergewinn unter Einbezug des Erlöses aus dem Teilverkauf der Aberdeen-Beteiligung um 178 Prozent auf 250 Millionen Franken. Das Geschäftsfeld verzeichnete einen Nettogeldabfluss von 13,7 Milliarden Franken, wofür hauptsächlich ein Einzelmandat mit tiefer Marge verantwortlich zeichnete.

Insgesamt verwaltete die CS per Ende März Vermögen in der Höhe von 1'249,6 Milliarden Franken. Ende Dezember waren es 1'230 Milliarden.

Man habe im ersten Quartal weiter risikogewichtete Aktiven abgebaut. Mit risikogewichteten Aktiven nach Basel III von 210 Milliarden Dollar im Investment Banking sei man schon jetzt «nahe an dem für Ende 2012 geplanten Niveau», so CS-Chef Brady Dougan in einer Telefonkonferenz. In die Zukunft sieht der CS-Chef recht optimistisch: «Wir werden unsere Strategie weiterführen», so Dougan. Man sieht sich nach der Krise gestärkt und in guter Position. «Das Momentum liegt auf unserer Seite». Dennoch, es gebe auch Optimierungspotential. «Wir haben noch genug Arbeit vor uns».

Die Aktien der Bank sind nach Beginn des Börsenhandels um 1 Prozent gestiegen. Die CS-Aktie kostete einige Minuten nach Handelsstart 23,79 Franken.

(laf)

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In der Branche hatten Analysten mit einem Verlust gerechnet. Doch die Grossbank Credit Suisse präsentiert am Morgen in ihren Quartalszahlen einen Reingewinn von 44 Millionen Franken. Der Grund für die schlechteren Erwartungen waren Sondereffekte. Aufgrund dieser liegt der Gewinn auch dementsprechend tief.

Die Bank hatte bereits signalisiert, dass durch Verluste bei der Neubewertung ihrer Schulden 1,7 Milliarden Franken an Kosten entstehen. Ausserdem gab man eine halbe Milliarde für das PAF2-Vergütungsprogramm aus. Dieses soll die Risiken der Bank verringern. Auch das Kostensenkungsprogramm schlägt zu Buche: Mit 200'000 Franken belastete dieses das Ergebnis.

Ohne Rücksicht auf diese Sonderfaktoren könnte die Grossbank einen Gewinn von 1,36 Milliarden Franken verbuchen. Im Vorjahr hatte die Bank 1,14 Milliarden Franken Gewinn geschrieben, im Kerngeschäft haben sich die Ergebnisse der zweitgrössten Schweizer Bank verbessert. Vor allem in der Investmentbank, die 2011 die Ergebnisse der Credit Suisse stark beeinträchtigt hatte, laufen die Geschäfte wieder besser. Das Investment Banking erzielte einen Gewinn vor Steuern von 993 Millionen Franken. Im vierten Quartal 2011 war es ein Verlust von 1,4 Milliarden Franken gewesen.

Auch die grossen amerikanischen Banken, die ihre Zahlen traditionell etwas vor ihrer Schweizer Konkurrentin vorlegen, hatten von guten Investmentbank-Resultaten berichtet. Verglichen mit dem Jahresauftakt 2011 hingegen sehen die Zahlen überall schlecht aus. Die CS-Investmentbank verdiente damals 1,48 Milliarden Franken.

Das Asset Management steigerte den Vorsteuergewinn unter Einbezug des Erlöses aus dem Teilverkauf der Aberdeen-Beteiligung um 178 Prozent auf 250 Millionen Franken. Das Geschäftsfeld verzeichnete einen Nettogeldabfluss von 13,7 Milliarden Franken, wofür hauptsächlich ein Einzelmandat mit tiefer Marge verantwortlich zeichnete.

Insgesamt verwaltete die CS per Ende März Vermögen in der Höhe von 1'249,6 Milliarden Franken. Ende Dezember waren es 1'230 Milliarden.

Man habe im ersten Quartal weiter risikogewichtete Aktiven abgebaut. Mit risikogewichteten Aktiven nach Basel III von 210 Milliarden Dollar im Investment Banking sei man schon jetzt «nahe an dem für Ende 2012 geplanten Niveau», so CS-Chef Brady Dougan in einer Telefonkonferenz. In die Zukunft sieht der CS-Chef recht optimistisch: «Wir werden unsere Strategie weiterführen», so Dougan. Man sieht sich nach der Krise gestärkt und in guter Position. «Das Momentum liegt auf unserer Seite». Dennoch, es gebe auch Optimierungspotential. «Wir haben noch genug Arbeit vor uns».

Die Aktien der Bank sind nach Beginn des Börsenhandels um 1 Prozent gestiegen. Die CS-Aktie kostete einige Minuten nach Handelsstart 23,79 Franken.

(laf)

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