CS: Ethos-Aktionäre blasen zum Angriff auf Brady Dougan

Brady Dougan steht eine emotionale Generalversammlung bevor: Obwohl der Credit-Suisse-Chef schwarze Zahlen präsentieren konnte, will eine einflussreiche Aktionärsvereinigung den Vergütungsbericht der

VonVasilije Mustur
25.04.2012

Die Credit Suisse überrascht Märkte und Anleger mit schwarzen Zahlen. Diese Nachricht kann die Aktionäre der Grossbank im Hinblick auf die bevorstehende Generalversammlung vom kommenden Freitag jedoch nicht besänftigen - im Gegenteil: Vielmehr läuft die einflussreiche Anlagestiftung Ethos gegen den Vergütungsbericht des Schweizer Finanzhauses Sturm. 

Das bestätigt Ethos-Sprecher Vinzenz Mathys im Gespräch mit «Handelszeitung Online» und führt dabei drei Gründe ins Feld, weshalb Ethos den vorgelegten Vergütungsbericht bekämpft. «Die variablen Entschädigungen für die Geschäftsleitung sind im Vergleich zur erwirtschafteten Performance der Unternehmung immer noch zu hoch - auch wenn die Gesamtvergütung im Falle von Konzernchef Brady Dougan in den letzten zwei Jahren stetig gefallen ist».

Tatsächlich erhält der US-Amerikaner für 2011 insgesamt 5,8 Millionen Franken - inklusive variable Lohnbestandteile. Ein Jahr zuvor waren es 12,8 Millionen Franken. 

Ethos glaubt nicht an «Wunder von Oerlikon»

Nichtsdestotrotz stimmt Ethos an der Aktionärsversammlung auch deshalb gegen den CS-Bericht, weil die individuellen Vergütungen innerhalb des Finanzinstituts «immer noch nach oben offen» sind. Darüber hinaus kann Mathys über die mangelnde Transparenz nur den Kopf schütteln. «Insbesondere ist der neue Vergütungsplan PAF2 äusserst komplex und selbst für Fachleute sehr schwierig nachzuvollziehen». 

Dem Widerstand zum Trotz bleibt Ethos aber realistisch und rechnet nicht mit einem Paukenschlag wie an der Generalversammlung des US-Finanzinstituts Citigroup von letzter Woche. Damals lehnten die Eigentümer der Bank das Vergütungspaket für das Top-Management ab - darunter auch den Lohn für den Vorstandsvorsitzenden Vikram Pandit in Höhe von 15 Millionen US-Dollar. 

«Nichtsdestotrotz dürfen wir nicht vergessen, dass sich in den vergangenen Jahren beispielsweise bei Novartis, Credit Suisse oder der UBS eine bedeutende Opposition gegen die vorherrschende Lohnpolitik gebildet hat - und das hat bei den betroffenen Gremien sehr wohl Spuren hinterlassen», betont Mathys. 

Abzocker-Initiative: Ethos hält sich zurück

So stellt die Anlagestiftung in diesem Zusammenhang fest, dass Geschäftsleitungen und Verwaltungsräte von Schweizer Unternehmen vermehrt den Dialog mit Aktionärsvereinigungen und institutionellen Anlegern suchen.

Ob Ethos die Aktionärsrechte mit Hilfe der «Abzocker-Initiative» von Unternehmer Thomas Minder starken will, möchte Mathys indes nicht beantworten. «Es ist aber davon auszugehen und positiv, dass die Aktionäre in Zukunft über die Vergütungen von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung abstimmen dürfen. Im Falle des Verwaltungsrats mit bindendem Charakter». 

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Die Credit Suisse überrascht Märkte und Anleger mit schwarzen Zahlen. Diese Nachricht kann die Aktionäre der Grossbank im Hinblick auf die bevorstehende Generalversammlung vom kommenden Freitag jedoch nicht besänftigen - im Gegenteil: Vielmehr läuft die einflussreiche Anlagestiftung Ethos gegen den Vergütungsbericht des Schweizer Finanzhauses Sturm. 

Das bestätigt Ethos-Sprecher Vinzenz Mathys im Gespräch mit «Handelszeitung Online» und führt dabei drei Gründe ins Feld, weshalb Ethos den vorgelegten Vergütungsbericht bekämpft. «Die variablen Entschädigungen für die Geschäftsleitung sind im Vergleich zur erwirtschafteten Performance der Unternehmung immer noch zu hoch - auch wenn die Gesamtvergütung im Falle von Konzernchef Brady Dougan in den letzten zwei Jahren stetig gefallen ist».

Tatsächlich erhält der US-Amerikaner für 2011 insgesamt 5,8 Millionen Franken - inklusive variable Lohnbestandteile. Ein Jahr zuvor waren es 12,8 Millionen Franken. 

Ethos glaubt nicht an «Wunder von Oerlikon»

Nichtsdestotrotz stimmt Ethos an der Aktionärsversammlung auch deshalb gegen den CS-Bericht, weil die individuellen Vergütungen innerhalb des Finanzinstituts «immer noch nach oben offen» sind. Darüber hinaus kann Mathys über die mangelnde Transparenz nur den Kopf schütteln. «Insbesondere ist der neue Vergütungsplan PAF2 äusserst komplex und selbst für Fachleute sehr schwierig nachzuvollziehen». 

Dem Widerstand zum Trotz bleibt Ethos aber realistisch und rechnet nicht mit einem Paukenschlag wie an der Generalversammlung des US-Finanzinstituts Citigroup von letzter Woche. Damals lehnten die Eigentümer der Bank das Vergütungspaket für das Top-Management ab - darunter auch den Lohn für den Vorstandsvorsitzenden Vikram Pandit in Höhe von 15 Millionen US-Dollar. 

«Nichtsdestotrotz dürfen wir nicht vergessen, dass sich in den vergangenen Jahren beispielsweise bei Novartis, Credit Suisse oder der UBS eine bedeutende Opposition gegen die vorherrschende Lohnpolitik gebildet hat - und das hat bei den betroffenen Gremien sehr wohl Spuren hinterlassen», betont Mathys. 

Abzocker-Initiative: Ethos hält sich zurück

So stellt die Anlagestiftung in diesem Zusammenhang fest, dass Geschäftsleitungen und Verwaltungsräte von Schweizer Unternehmen vermehrt den Dialog mit Aktionärsvereinigungen und institutionellen Anlegern suchen.

Ob Ethos die Aktionärsrechte mit Hilfe der «Abzocker-Initiative» von Unternehmer Thomas Minder starken will, möchte Mathys indes nicht beantworten. «Es ist aber davon auszugehen und positiv, dass die Aktionäre in Zukunft über die Vergütungen von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung abstimmen dürfen. Im Falle des Verwaltungsrats mit bindendem Charakter». 

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