Im Fall des letzten August bekannt gewordenen Datenlecks bei der Bank Julius Bär kommen neue Details ans Licht.
Der mutmassliche Datendieb, der deutsche IT-Spezialist L. O., war zwei Jahre lang bei Julius Bär als externer Mitarbeiter beschäftigt gewesen. Das bestätigt die Zürcher Firma, die L. O. an die Bank vermittelte. Beim Unternehmen beschreibt man den Mann als «sehr kompetent und völlig unauffällig».
Zuvor arbeitete L. O. jahrelang bei einer Schweizer Grossbank. Bei Julius Bär sei der Informatiker mit Projekten im Mainframe der Bank betraut worden, berichtet die Vermittlungsfirma. Beim Mainframe handelt es sich um Kernsysteme der Banken-IT. Experten zufolge hätte der Deutsche so Zugriff auf umfangreiche Datenmengen gehabt.
L. O. wurde letzten Juli von der Zürcher Kantonspolizei festgenommen und sitzt seither in Haft. Die Bundesanwaltschaft ist für die Untersuchungen zuständig; Ermittlerkreise vermuten deshalb einen Fall von Wirtschaftsspionage.
Die Bundesanwaltschaft äussert sich nicht weiter zu den Ermittlungen. Bei Julius Bär heisst es, man arbeite mit den Behörden zusammen.
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