Die attraktivsten Arbeitgeber für Hochschulabsolventen

Trotz massivem Druck auf den hiesigen Finanzplatz sind die Grossbanken bei Schweizer Wirtschaftsstudenten nach wie vor die Wunscharbeitgeber. Bei Ingenieuren und Informatikern schwingt ein ausländisch

VonThomas Pfister
22.08.2012

Die Schweizer Wirtschaftsstudenten  lassen sich vom internationalen Druck auf den hiesigen Finanzplatz nicht beeindrucken. Für sie sind die beiden Grossbanken Credit Suisse und UBS dieses Jahr erneut die ersten beiden Wunscharbeitgeberinnen. Auf den nächsten Rängen folgen Nestlé, Google, PwC und die Nationalbank.

Für Ingenieure und Informatikspezialisten stehen Google, ABB und Novartis ganz oben auf dem Wunschzettel, gefolgt von der Europäischen Organisation für Kernforschung (Cern), IBM, Roche und Nesté.

Die Resultate, welche die «Handelszeitung» exklusiv veröffentlicht, stammen vom Berliner Trendence Institut. Dieses befragt in seiner Europa-Studie seit 2007 auch in der Schweiz mehrere Tausend Studierende aus 20 Universitäten zum Thema Karriere und Berufseinstieg.

Auffallend an der diesjährigen Studie ist, dass die angehenden Ökonomen in fast allen europäischen Ländern eine Grossbank als Top-Arbeitgeber angeben. «Ausgenommen Griechenland», sagt Christian Plothe, Geschäftsführer des Staufenbiel Instituts, das als Schwester-Institut von Trendence den Schweizer Markt betreut.

Hohes Einstiegsgehalt nicht allein ausschlaggebend

Allerdings sind kleinere und mittlere Banken als potentielle Arbeitgeberinnen heute weniger beliebt als früher. Auch Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater haben an Attraktivität eingebüsst. Die Studienleiter vermuten, dass der Grund in der hohen Arbeitsbelastung liegt, die bei diesen Arbeitgebern zu erwarten ist. «Dies hängt mit der von den Absolventen in wachsendem Masse eingeforderten Work-Life-Balance zusammen. Ein hohes Einstiegsgehalt ist für sie oft nichtmehr ausreichend», so Plothe.

Die von den Schweizer Studierenden  erhofften Anfangslöhne sind in der Tat im europaweiten Vergleich unerreicht. 85'000 Franken Einstiegslohn pro Jahr erwartet ein Wirtschaftsstudent, 81'000 Franken ein Ingenieur. Zahlen, die in der Realität oft noch überschritten werden, obwohl sie bereits mehr als dreimal über dem Europa-Schnitt liegen.

Klicken Sie sich hier durch die Listen mit den beliebtesten Arbeitgeber für Ökonomen ...

[[nid:355718]]

... und für Ingenieure

[[nid:355732]]

Mehr zum Thema lesen Sie in der neuen Ausgabe der «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk.

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema

Die Schweizer Wirtschaftsstudenten  lassen sich vom internationalen Druck auf den hiesigen Finanzplatz nicht beeindrucken. Für sie sind die beiden Grossbanken Credit Suisse und UBS dieses Jahr erneut die ersten beiden Wunscharbeitgeberinnen. Auf den nächsten Rängen folgen Nestlé, Google, PwC und die Nationalbank.

Für Ingenieure und Informatikspezialisten stehen Google, ABB und Novartis ganz oben auf dem Wunschzettel, gefolgt von der Europäischen Organisation für Kernforschung (Cern), IBM, Roche und Nesté.

Die Resultate, welche die «Handelszeitung» exklusiv veröffentlicht, stammen vom Berliner Trendence Institut. Dieses befragt in seiner Europa-Studie seit 2007 auch in der Schweiz mehrere Tausend Studierende aus 20 Universitäten zum Thema Karriere und Berufseinstieg.

Auffallend an der diesjährigen Studie ist, dass die angehenden Ökonomen in fast allen europäischen Ländern eine Grossbank als Top-Arbeitgeber angeben. «Ausgenommen Griechenland», sagt Christian Plothe, Geschäftsführer des Staufenbiel Instituts, das als Schwester-Institut von Trendence den Schweizer Markt betreut.

Hohes Einstiegsgehalt nicht allein ausschlaggebend

Allerdings sind kleinere und mittlere Banken als potentielle Arbeitgeberinnen heute weniger beliebt als früher. Auch Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater haben an Attraktivität eingebüsst. Die Studienleiter vermuten, dass der Grund in der hohen Arbeitsbelastung liegt, die bei diesen Arbeitgebern zu erwarten ist. «Dies hängt mit der von den Absolventen in wachsendem Masse eingeforderten Work-Life-Balance zusammen. Ein hohes Einstiegsgehalt ist für sie oft nichtmehr ausreichend», so Plothe.

Die von den Schweizer Studierenden  erhofften Anfangslöhne sind in der Tat im europaweiten Vergleich unerreicht. 85'000 Franken Einstiegslohn pro Jahr erwartet ein Wirtschaftsstudent, 81'000 Franken ein Ingenieur. Zahlen, die in der Realität oft noch überschritten werden, obwohl sie bereits mehr als dreimal über dem Europa-Schnitt liegen.

Klicken Sie sich hier durch die Listen mit den beliebtesten Arbeitgeber für Ökonomen ...

Die beliebtesten Arbeitgeber für Ökonomen

Welche Unternehmen sind die Wunscharbeitgeber für Schweizer Hochschulabsolventen? Sehen Sie hier die Top Ten bei Ökonomen.

22.08.2012

... und für Ingenieure

Die beliebtesten Arbeitgeber für Ingenieure

Welche Unternehmen sind die Wunscharbeitgeber für Schweizer Hochschulabsolventen? Sehen Sie hier die Top Ten bei Ingenieure und Informatikspezialisten.

22.08.2012

Mehr zum Thema lesen Sie in der neuen Ausgabe der «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk.

Meistgelesen

Nur Kleinanleger glauben noch an Gold
Kurs

Grossinvestoren verkaufen weiterhin Gold en masse. Ein Ende der Talfahrt ist nicht in Sicht. Daran ändert auch die ungebrochen hohe Nachfrage von Kleinanlegern nach Münzen und Barren nichts. Mehr...

22.05.2013
Schwarzgeld

Die deutsche Regierung kritisiert seit Jahren Steueroasen im Ausland. Doch bei genauer Betrachtung ist Deutschland für Ausländer sogar selbst ein Hort für unversteuerte Gelder. Mehr...

VonMichael Houben (ARD)
16.05.2013
Goldman-Sachs-Chefökonom: «Rezession in Europa geht weiter»
Eurokrise

Goldman-Sachs-Chefökonom Jan Hatzius befürchtet eine Rückkehr der Eurokrise, falls die Peripherieländer ihre Sparpolitik aufgeben. Mehr...

VonTim Höfinghoff
22.05.2013
Neuheit

Das Projekt wurde über Jahre streng geheim gehalten. Nun stellte der Schweizer Flugzeugbauer in Genf seinen PC-24 erstmals vor. Der neue Businessjet kann auf kürzesten Pisten starten. Mehr...

VonStefan Eiselin
21.05.2013
Immobilienboom: Der Leichtsinn der Hausfrauen*
Kommentar

Es herrscht Leichtsinn im Land. Doch an der Schweizer Betonfront wächst die Beunruhigung, denn zwei von fünf neuen Hausbesitzern droht bei höheren Zinsen die Pleite. Mehr...

15.05.2013
Gold droht der Fall unter die 1000 Dollar
Szenario

Die Erholung nach dem Crash scheint nur von kurzer Dauer gewesen zu sein. Ein Rohstoffexperte der Credit Suisse sieht das Edelmetall nun vor einem noch drastischeren Preissturz. Mehr...

17.05.2013
Abercrombie & Fitch: Die extravaganten Wünsche des Chefs
Modemarke

Die Stewards von Abercrombie-&-Fitch-Chef Michael Jeffries müssen in Boxershorts arbeiten, das Silberbesteck nur mit schwarzen Handschuhen anfassen und ihn mit einem Phil-Collins-Song begrüssen. Mehr...

22.10.2012

Die Handelszeitung – jetzt am Kiosk

 

 

Unsere Partner    

Kommentar: Economiesuisse - das Grounding von 2013 Lesen

Fachhochschul-Absolventen stossen an Salärgrenzen. Lesen

Unterirdischer Güterverkehr: Geldsorgen. Lesen

Experten warnen vor Essen aus China. Lesen

Goldman-Sachs: «Rezession in Europa geht weiter». Lesen

Salat und Hemden im Schliessfach. Lesen

«Alstom ist keine Sozialversicherung ». Lesen

 

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Handelszeitung.
Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...