Phänomen Facebook Alles zum grössten Netzwerk und zu seinen schärfsten Konkurrenten. Zum Dossier...

Die Macht einer Zuckerberg

Randi Zuckerberg, Schwester des Facebook-Gründers Mark, empörte sich über ein privates Foto, das auf Twitter die Runde gemacht hatte - und liess es löschen. Dafür erntet sie harsche Kritik.

27.12.2012

Die ständigen Änderungen beim Datenschutz von Facebook lassen auch Verwandte des Firmengründers manchmal ratlos zurück: Die Schwester von Mark Zuckerberg musste mit ansehen, wie ein privates Foto von ihrer Seite über den Kurznachrichtendienst Twitter an mehr als 40'000 Menschen weitergeleitet wurde.

Randi Zuckerberg zeigte sich empört und belehrte die Schuldige, eine Marketingdirektorin: «Digitale Etikette: Frag immer um Erlaubnis, bevor du das Foto eines Freundes öffentlich postest», schrieb Randi Zuckerberg am Mittwoch (Ortszeit). «Es geht nicht um Privatsphäre-Einstellungen, es geht um menschlichen Anstand.»

Ihr Foto zeigte vier Personen, die in einer Küche auf ihre Mobiltelefone schauen, während im Hintergrund Facebook-Gründer Mark Zuckerberg zu sehen ist. Randi Zuckerberg erklärte, die Marketingdirektorin Callie Schweitzer habe das Foto sehen können, weil sie einen gemeinsamen Freund hätten.

Randi Zuckerberg twitterte an Schweitzer, es sei «uncool», das private Bild zu posten. Schweitzer antwortete, das Foto sei auf ihrer Facebook-Seite aufgetaucht. Die Tweets wurden später gelöscht und sind nicht mehr zu sehen. Keine der Beteiligten wollte sich weiter zu dem Zwischenfall äussern.

Prominenten Namen eingesetzt

Kritiker im Netz störten sich an der Reaktion von Randi Zuckerberg, die ihren prominenten Namen eingesetzt habe, um das Foto löschen zu lassen. «Das kann nicht jeder», sagte Eva Galperin von der Electronic Frontier Foundation, einer Datenschutzorganisation aus San Francisco.

Die Privatsphäre-Einstellungen von Facebook seien für die meisten Nutzer noch immer verwirrend. «Sogar Randi Zuckerberg kann sie falsch verstehen», erklärte Galperin.

Der Zwischenfall vom Mittwoch illustriere die Schwierigkeiten beim Umgang mit der Privatsphäre im Internet, sagte Galperin weiter. Wer Informationen oder ein Bild in einem sozialen Netzwerk teile, müsse damit rechnen, dass Freunde diese Daten einfach weitergeben könnten.

(vst/chb/sda)

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema

Die ständigen Änderungen beim Datenschutz von Facebook lassen auch Verwandte des Firmengründers manchmal ratlos zurück: Die Schwester von Mark Zuckerberg musste mit ansehen, wie ein privates Foto von ihrer Seite über den Kurznachrichtendienst Twitter an mehr als 40'000 Menschen weitergeleitet wurde.

Randi Zuckerberg zeigte sich empört und belehrte die Schuldige, eine Marketingdirektorin: «Digitale Etikette: Frag immer um Erlaubnis, bevor du das Foto eines Freundes öffentlich postest», schrieb Randi Zuckerberg am Mittwoch (Ortszeit). «Es geht nicht um Privatsphäre-Einstellungen, es geht um menschlichen Anstand.»

Ihr Foto zeigte vier Personen, die in einer Küche auf ihre Mobiltelefone schauen, während im Hintergrund Facebook-Gründer Mark Zuckerberg zu sehen ist. Randi Zuckerberg erklärte, die Marketingdirektorin Callie Schweitzer habe das Foto sehen können, weil sie einen gemeinsamen Freund hätten.

Randi Zuckerberg twitterte an Schweitzer, es sei «uncool», das private Bild zu posten. Schweitzer antwortete, das Foto sei auf ihrer Facebook-Seite aufgetaucht. Die Tweets wurden später gelöscht und sind nicht mehr zu sehen. Keine der Beteiligten wollte sich weiter zu dem Zwischenfall äussern.

Prominenten Namen eingesetzt

Kritiker im Netz störten sich an der Reaktion von Randi Zuckerberg, die ihren prominenten Namen eingesetzt habe, um das Foto löschen zu lassen. «Das kann nicht jeder», sagte Eva Galperin von der Electronic Frontier Foundation, einer Datenschutzorganisation aus San Francisco.

Die Privatsphäre-Einstellungen von Facebook seien für die meisten Nutzer noch immer verwirrend. «Sogar Randi Zuckerberg kann sie falsch verstehen», erklärte Galperin.

Der Zwischenfall vom Mittwoch illustriere die Schwierigkeiten beim Umgang mit der Privatsphäre im Internet, sagte Galperin weiter. Wer Informationen oder ein Bild in einem sozialen Netzwerk teile, müsse damit rechnen, dass Freunde diese Daten einfach weitergeben könnten.

(vst/chb/sda)

Meistgelesen

Termindruck

Am 9. September soll Apple laut Insidern sein neues Handy präsentieren. Doch offenbar gibt es Probleme: Die Zulieferer des neuen iPhones hinken mit der Produktion angeblich hinterher. Mehr...

22.08.2014
Ex-Chef von Christoph Mörgeli wehrt sich
Aufarbeitung

Der SVP-Mann hat Flurin Condrau wegen mehrfacher Verletzung des Amtsgeheimnisses angezeigt. Nun zieht der ehemalige Chef von Mörgeli an der Universität Zürich vor Bundesgericht. Mehr...

22.08.2014
RhB-Drama fordert ein erstes Todesopfer
Unglück

Mehrere Tage nach der Entgleisung eines Zugs der Rhätischen Bahn bei Tiefencastel ist ein Passagier verstorben. Er war einer der fünf Schwerverletzten. Mehr...

22.08.2014
Aktien

Ein verlässlicher Indikator von Morgan Stanley hat ein Kaufsignal für den MSCI Europe generiert. Passend dazu nennt die US-Investmentbank kaufenswerte europäische Einzelaktien. Die UBS zählt dazu. Mehr...

VonJürgen Büttner
22.08.2014
Aktien

Die Aktie von Berkshire Hathaway läuft seit Jahrzehnten ungebremst mit einer Outperformance gegenüber dem Aktienmarkt. Wie es läuft und wie das Erfolgsrezept von Firmenchef Warren Buffett aussieht. Mehr...

VonGeorg Pröbstl
22.08.2014
Aktien

Jung, dynamisch und erfolgreich – drei Adjektive, mit denen sich Facebook & Co. gerne schmücken. Welche Unternehmen aus dem Dunstkreis der sozialen Netzwerke ein Investment wert sind. Mehr...

VonChristian Ingerl
22.08.2014
In der Schweiz wohnhafte Mafiosi verhaftet
'Ndrangheta

Zwei Mafiosi der kalabrischen 'Ndrangheta sind italienischen Fahndern ins Netz gegangen. Die Kriminellen machten sich in der Schweiz seit über 50 Jahren breit. Mehr...

22.08.2014

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung
 

Cover der aktuellen Ausgabe

 

Unsere Partner      
 

Christoph Blocher kontert Adolf Ogi. Mehr

Credit Suisse: Brady Dougan bleibt Konzernchef. Mehr

Ex-UBS-Mann Weil: Schweizer Banker sagen aus. Mehr

Schweizer Rennstall startet in der neuen Formel E. Mehr

US-Pharmariese lässt sich in Bern nieder. Mehr

Holcim baut Jobs in der Schweiz ab. Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...