03.03.2010 | 05:30
KOMMUNIKATION
Von:
Joachim Hagger
 

Die Zukunft ist mobil

Das überall verfügbare Internet verändert das Kundenverhalten. Dienstleister müssen die neuen Kanäle abdecken, um den Erwartungen ihrer Kunden entsprechen zu können.

Seit über einem Jahrzehnt verändert das Internet die PC-Nutzung nachhaltig und damit auch unser geschäftliches und privates Kommunikations-, Sozial- und Konsumverhalten.

Dass dem Mobiltelefon internetbasierte Kommunikationskanäle und -dienste verwehrt blieben, hatte mehrere Gründe. Die Geräte boten zu wenig Prozessorleistung, zu geringe Speicher- und Anzeigekapazität und ungenügende Eingabemöglichkeiten. Zu schwach und zu teuer waren auch die Mobilfunknetze für die hohen Datentransferraten. Komplizierter Verbindungsaufbau, praktisch unbrauchbare Internet-Browser und unakzeptierte Standards taten den Rest, um mobiles Internet zu verhindern. Einzig E-Mail konnte sich in Teilen der Geschäftswelt festsetzen.

Internet ändert Nutzerverhalten

Mittlerweile haben sich jedoch die entscheidenden Faktoren fürs mobile Internet verändert. Die attraktiven Plattformen decken weit mehr als Kommunikationsbedürfnisse ab. Deren Hersteller haben auch erreicht, dass die Mobilnetzbetreiber attraktivere Datenpauschalen anbieten und so mobiles Internet erschwinglich machen. Damit steigt die Zahl der Nutzer, die ständig online sind. Das ermöglicht neue Geschäftsmodelle, doch auch bestehende müssen den neuen Möglichkeiten angepasst werden.Theoretisch können alle webbasierten Dienstleistungen mit dem Mobiltelefon genutzt werden. Zu beachten bleibt allerdings, dass sowohl die Darstellungs- wie auch die Interaktionsmöglichkeiten mit dem Anwender, z.B. für Dateneingabe, sehr eingeschränkt sind. Darum ist gut zu überlegen, welche Funktionen der mobile Mensch tatsächlich in Anspruch nehmen möchte. Speziell für Mobiltelefone angepasste Webanwendungen oder gar separat installierbare Applikationen sind für den Erfolg notwendig.

So müssen sich die Anbieter von Online-Diensten vermehrt bemühen, ihre Websites auch in Varianten für kleine, mit dem Finger bedienbare Browserfenster anzubieten und parallel dazu Apps für verschiedene Mobiltelefontypen bereitzustellen. Die ständige Erreichbarkeit erhöht jedoch auch das Tempo der Geschäftsabwicklungen, und damit steigt der Anspruch an Online-Dienste. Mobile Kunden erwarten auf Bestellungen und Fragen eine schnelle Rückmeldung.

Kunden reagieren rasch

Steht eine Testversion nicht sofort nach dem Abschicken des Bestellformulares zur Verfügung, kommt einfach die schnellere Konkurrenz zum Handkuss. Wird die Kundendienstanfrage per E-Mail nicht innert einiger Stunden beantwortet, folgen E-Mails mit enttäuschtem Unterton und mit steigender Verbalaggression, man habe doch jetzt schon mehrmals geschrieben, aber «noch immer» keine Antwort bekommen. Schnell werden solche Kommentare auch in den Social-Networks wie Facebook oder Twitter veröffentlicht. Wer morgen mit seinen Angeboten im Web Erfolg haben will, der muss die gegenwärtigen Verhaltensmuster seiner Kunden kennen und die richtigen Schlüsse für die Zukunft daraus ziehen.

Die Zukunft für Mobilgeräte ist absehbar: Die Geräte werden dauernd mit dem Internet verbunden sein. Die Mobilfunknetzanbieter werden grosszügige Datenvolumen anbieten - weltweit und bezahlbar. Der Browser mit identischen Eigenschaften für den leistungsfähigen PC wie auch fürs limitierte Mobiltelefon wird Standard. Hingegen ist keine baldige, grosse Konsolidierung der verschiedenen Betriebssysteme für mobile Plattformen zu erwarten. Plattformen wie Symbian, Windows Mobile oder Blackberry werden dem Konkurrenzdruck durch Apple und Google etwas entgegensetzen müssen. Da bieten sich Unternehmen neue Geschäftsmöglichkeiten. Doch werden sie gefordert, ihre Anwendungen für alle Plattformen anzubieten, massgeschneiderte Angebote bereitzustellen sowie ihr Verhalten und ihre Kommunikation dem Tempo der Nutzer anzupassen.

Suite 150


Auf Initiative der «Handelszeitung» geben Traditions- unternehmen, die mindestens 150 Jahre alt sind, ihr Know-how an Jungunternehmer weiter. Hier erfahren Sie, welche Firmen zum Kreis «Suite 150» gehören.
Details erfahren

Top 2011

Die Listen der 1300 grössten Unternehmen in der Schweiz sind eine einzigartige Sammlung von Daten und Kennzahlen.
Zu den neuen Listen

SMI 5'910.2 95.6 1.6%
SPI 5'522.3 84.6 1.6%
SLI 890.6 14.0 1.6%
SMIM 1'139.3 12.7 1.1%
DAX 30 6'435.6 104.6 1.7%
EURO STOXX 221.1 4.3 2.0%
FTSE 100 5'403.3 98.8 1.9%
Dow Jones 30 Industrial 12'502.8 -1.7 0.0%
NASDAQ 100 2'539.2 -6.2 -0.2%
S&P 500 1'316.0 20.8 1.6%
Nikkei 225 8'556.6 -172.7 -2.0%

Top und Flops

Name Kurs +/- +/- %
19.47 0.73 3.90
11.16 0.35 3.24
38.92 1.10 2.91
41.37 1.13 2.81
15.75 0.35 2.27
31.32 0.32 1.03
308.00 2.70 0.88
353.00 1.00 0.28
37.78 0.03 0.08
156.40 0.00 0.00
Name Kurs +/- +/- %
36.87 1.67 4.73
38.36 1.17 3.15
6.52 0.19 3.03
63.43 1.66 2.69
30.50 0.77 2.57
53.08 0.09 0.17
34.48 -0.02 -0.04
40.96 -0.02 -0.05
75.59 -0.15 -0.20
23.83 -0.18 -0.73
Name Kurs +/- +/- %
4.97 0.34 7.24
2.62 0.14 5.73
16.64 0.75 4.69
1.07 0.05 4.59
14.35 0.53 3.84
25.26 -0.06 -0.24
13.21 -0.06 -0.41
91.39 -0.55 -0.60
2.26 -0.02 -0.96
40.50 -0.55 -1.34

Aktuelle Ausgabe - Jetzt am Kiosk!

Aktuelle Ausgabe der Handelszeitung

  • EFTA-Gerichtshof- präsident: «Ein EWR-Beitritt wäre sinnvoll». Lesen
     
  • St. Galler KB forciert Geschäft in Deutschland. Lesen
     
  • Philippe Gaydoul verliert Navyboot-Chefdesigner. Lesen
     
  • Kommentar von Beat Balzli: CDS = Chemie der Sorglosigkeit. Lesen

 

Dieses und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Handelszeitung.
Zum Inhaltsverzeichnis
Abonnement bestellen

Top-Ten


Der schönste Strand, das meistgekaufte Auto oder die angesagteste Stadt? Unsere wöchentliche Top-Ten Liste gibt Aufschluss.
Zu den Top-Ten-Listen

finanzen.ch


Die aktuellen Börsenberichte aus aller Welt und weitere Infos für Anleger finden Sie laufend aktualisiert auf dem Schweizer Börsen- und Finanzportal finanzen.ch - einer Partner-Seite der Handelszeitung.
www.finanzen.ch

Kostenloses Probeabo


4 Wochen lang gratis am Puls der Wirtschaft.
Zur Bestellseite

Sesselwechsel


Wechsel der Woche: Martina Bigliardi Barclays Bank.
Zum aktuellen Sesselwechsel
Zur Übersichtsseite

Verlosung:

Gewinnen Sie ein edles Besteckset „duetto“, 24-teilig, von Casa Bugatti.

Mitmachen und gewinnen

Newsletter bestellen

Der Newsletter von Handelszeitung informiert Sie wöchentlich über die wichtigsten News der Schweizer WirtschaftAbonnieren Sie unseren Newsletter und Sie erhalten wöchentlich die wichtigsten News der Schweizer Wirtschaft per E-Mail.
Newsletter abonnieren

ANZEIGE

Dossiers

Die grosse Analyse - auch abseits des Spielfelds: «Handelszeitung Online»...
Alt und schön: Von klassischen Oldtimern geht eine ungewöhnliche Faszination...
Griechenland steckt in einer politischen Krise - die finanzielle Zukunft des...
Hollande oder Sarkozy? Alle Fakten und Hintergründe im Vorfeld der Stichwahl am...
Am Mittwoch hat die Schweizerische Nationalbank wieder eine komplette...
Verbissene Verhandlungen: In Deutschland herrscht keine Einigkeit, ob das...
Das 42. St. Gallen Symposium findet am 3. und 4. Mai 2012 statt.
Die «Handelszeitung» kürt die besten Nobelherbergen für Wellnessferien in der...

RSS abonnieren

ANZEIGE

Werden Sie angemessen bezahlt?

Unser Lohnvergleichs-Tool gibt Aufschluss darüber, ob Sie genügend entlöhnt werden
Das Lohnvergleichs-Tool gibt Aufschluss.
Zum Tool

ANZEIGE