EU-Kommission billigt Glencore-Fusion mit Xstrata

Rohstoffhandel

Das wird Ivan Glasenberg freuen: Die EU-Kommission heisst die Fusion zwischen den Rohstoffgiganten Xstrata und Glencore gut - allerdings mit Auflagen.

22.11.2012

Die EU-Kommission hat die geplante milliardenschwere Übernahme des schweizerisch-britischen Bergbaukonzerns Xstrata durch den Rohstoffhändler Glencore genehmigt. Im Gegenzug machte Glencore Zugeständnisse im Zinkgeschäft, wie die Behörde in Brüssel mitteilte.

Der Konzern sicherte zu, seine Geschäftsbeziehungen zum weltweit grössten Zinkhersteller Nyrstar aufzugeben und sich zudem vom 7,8-prozentigen Anteil an dem schweizerisch-belgischen Unternehmen zu trennen. Die Zugeständnissen sicherten den Wettbewerb auf dem europäischen Zinkmarkt, sagte Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia.

Glencore verfügte bislang über einen Exklusivvertrag zur Vermarktung der gesamten Produktionsmenge von Nyrstar, die etwa 15 Prozent des gesamten Jährlichen Zinkverbauchs in Europa abdeckt. Der Konzern sagte nun zu, in den kommenden zehn Jahren nichts mehr von Nyrstar zu kaufen. Das Einverständnis der EU-Kommission gilt als Meilenstein auf dem Weg zu einer erfolgreichen Xstrata-Übernahme.

Genehmigung auch in China und Südafrika 

Nun stehen noch die Genehmigungen von Behörden in China und Südafrika aus. Glencore will das Geschäft noch dieses Jahr perfekt machen. Nach monatelangen Verhandlungen hatten am Dienstag die Aktionäre von Xstrata und Glencore dem gut 30 Milliarden schweren Zusammenschluss zugestimmt.

Mit dem neuen Unternehmen «Glencore Xstrata plc» würde weltweit der erste Rohstoffkonzern entstehen, bei dem die gesamte Wertschöpfungskette vom Abbau über den Handel bis zur Lagerung und dem Transport unter einem Firmendach konzentriert ist. Das Unternehmen würde nach Berechnungen von Börsenexperten zum weltweit viertgrössten Unternehmen der Rohstoffbranche aufsteigen. Beide Konzerne haben im steuergünstigen Schweizer Kanton Zug ihre Hauptsitze.

(muv/aho/sda/awp)

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema

Die EU-Kommission hat die geplante milliardenschwere Übernahme des schweizerisch-britischen Bergbaukonzerns Xstrata durch den Rohstoffhändler Glencore genehmigt. Im Gegenzug machte Glencore Zugeständnisse im Zinkgeschäft, wie die Behörde in Brüssel mitteilte.

Der Konzern sicherte zu, seine Geschäftsbeziehungen zum weltweit grössten Zinkhersteller Nyrstar aufzugeben und sich zudem vom 7,8-prozentigen Anteil an dem schweizerisch-belgischen Unternehmen zu trennen. Die Zugeständnissen sicherten den Wettbewerb auf dem europäischen Zinkmarkt, sagte Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia.

Glencore verfügte bislang über einen Exklusivvertrag zur Vermarktung der gesamten Produktionsmenge von Nyrstar, die etwa 15 Prozent des gesamten Jährlichen Zinkverbauchs in Europa abdeckt. Der Konzern sagte nun zu, in den kommenden zehn Jahren nichts mehr von Nyrstar zu kaufen. Das Einverständnis der EU-Kommission gilt als Meilenstein auf dem Weg zu einer erfolgreichen Xstrata-Übernahme.

Genehmigung auch in China und Südafrika 

Nun stehen noch die Genehmigungen von Behörden in China und Südafrika aus. Glencore will das Geschäft noch dieses Jahr perfekt machen. Nach monatelangen Verhandlungen hatten am Dienstag die Aktionäre von Xstrata und Glencore dem gut 30 Milliarden schweren Zusammenschluss zugestimmt.

Mit dem neuen Unternehmen «Glencore Xstrata plc» würde weltweit der erste Rohstoffkonzern entstehen, bei dem die gesamte Wertschöpfungskette vom Abbau über den Handel bis zur Lagerung und dem Transport unter einem Firmendach konzentriert ist. Das Unternehmen würde nach Berechnungen von Börsenexperten zum weltweit viertgrössten Unternehmen der Rohstoffbranche aufsteigen. Beide Konzerne haben im steuergünstigen Schweizer Kanton Zug ihre Hauptsitze.

(muv/aho/sda/awp)

Meistgelesen

Datenraub

Auf die Kunden von zwölf Schweizer Geldhäuser läuft derzeit eine grossangelegte Attacke. Die Hacker nutzen dabei eine besonders perfide Methode, die kaum Spuren hinterlässt. Mehr...

VonJorgos Brouzos
22.07.2014
Wladimir Putin schockt die russischen Milliardäre
Sanktionen

Nach dem Abschuss eines Flugzeugs von Malaysia Airlines in der Ostukraine drohen Russland neue Sanktionen. Für die reichsten Bewohner des Landes ist die zunehmende Isolation ein Horrorszenario. Mehr...

VonGabriel Knupfer
21.07.2014
Europa bricht seinen Schulden-Rekord
Schulden

Die Schulden der Euro-Länder und EU-Mitglieder sind auf dem höchsten Stand seit jeher. Sie übertreffen dabei weit die erlaubten Maximalwerte. Mehr...

22.07.2014
«Die Credit Suisse hinkt der Konkurrenz weit hinterher»
Geschwächt

Die Busse im Steuerstreit wirft die Credit Suisse zurück: Fast alle grossen internationalen Banken halten inzwischen mehr Eigenmittel. Ein Experte zweifelt an den Zielen der Bank vom Paradeplatz. Mehr...

VonMathias Ohanian
22.07.2014
Apples iPhone 6 – Träume, Gerüchte, Fakten
Smartphone

Über kein anderes Produkt wird weltweit mehr spekuliert als über Apples Kassenschlager. Verfolgen Sie mit unserem Ticker den Countdown bis zur Vorstellung des neuen iPhones. Mehr...

VonVolker Strohm
22.07.2014
«Politische Säuberung» in Türkeis Polizei
Verhaftungen

Rund hundert hohe amtierende und ehemalige Polizeibeamte wurden bei einer Grossrazzia in der Türkei verhaftet. Mehr...

22.07.2014
«Sewohl»-Patriach wurde tot aufgefunden
Unglück

Nach dem dramatischen Fährunglück in Südkorea ist der der Patriarch der Eigentümerfamilie der «Sewol» tot aufgefunden worden. Der 73-Jährige war auf der Flucht. Die Todesumstände werden geklärt. Mehr...

22.07.2014

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung
 

Cover der aktuellen Ausgabe

 

Unsere Partner      
 

Tamedia weitet Online-Bezahlschranke aus. Mehr

Diese Fussballclubs sind Sieger an der Börse. Mehr

Holländer bauen Elektro-Tankstellen für Tesla und Co. Mehr

Sulzer-Personalabbau ist abgeschlossen. Mehr

Geheimer Umbau bei Sauber. Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...