Gewerkschaften kämpfen mit Petition gegen Merck

Das hat Merck gerade noch gefehlt: Der Pharmakonzern erleidet mit seinem Krebsmedikament Erbitux Schiffbruch.

09.05.2012

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hat mit seinem wichtigen Krebsmedikament Erbitux einen Rückschlag erlitten. In einer europaweiten klinischen Darmkrebs-Studie habe das Medikament keine Verbesserung bei den Patienten bewirkt, teilte Merck am Mittwoch mit.

In dem Test wurde Merck zufolge der Nutzen von Erbitux in der ergänzenden Behandlung von Darmkrebs nach vollständiger Entfernung des Haupttumors geprüft. Patienten mit Tumoren des Genprofils KRAS-Wildtyp konnten Merck zufolge bei Behandlung mit Erbitux plus Standardchemotherapie nicht länger krankheitsfrei überleben als Patienten, die nur die Chemotherapie erhielten. Die Studie mit dem Namen PETACC-81 war ein Test der späten klinischen Phase. Erbitux ist das zweitumsatzstärkste Präparat des Konzerns. Merck steigerte mit der Arznei 2011 die Erlöse um 4,3 Prozent auf 855 Millionen Euro.

Derweil kündigen die Gewerkschaften weiter Widerstand gegen die Schliessung der Zentrale in der Westschweiz an: Die Gewerkschaft Unia und das betroffene Personal haben am Mittwoch eine Petition gegen den Entscheid des deutschen Mutterkonzerns lanciert.

In der Petition steht, inklusive der Zulieferbetriebe und Temporäranstellungen würden mehr als 1500 Stellen auf dem Altar des Profits geopfert. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner können ihrer Solidarität mit den Betroffenen Ausdruck geben und die politischen Behörden zum Handeln aufrufen.

(muv/sda/awp)

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Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hat mit seinem wichtigen Krebsmedikament Erbitux einen Rückschlag erlitten. In einer europaweiten klinischen Darmkrebs-Studie habe das Medikament keine Verbesserung bei den Patienten bewirkt, teilte Merck am Mittwoch mit.

In dem Test wurde Merck zufolge der Nutzen von Erbitux in der ergänzenden Behandlung von Darmkrebs nach vollständiger Entfernung des Haupttumors geprüft. Patienten mit Tumoren des Genprofils KRAS-Wildtyp konnten Merck zufolge bei Behandlung mit Erbitux plus Standardchemotherapie nicht länger krankheitsfrei überleben als Patienten, die nur die Chemotherapie erhielten. Die Studie mit dem Namen PETACC-81 war ein Test der späten klinischen Phase. Erbitux ist das zweitumsatzstärkste Präparat des Konzerns. Merck steigerte mit der Arznei 2011 die Erlöse um 4,3 Prozent auf 855 Millionen Euro.

Derweil kündigen die Gewerkschaften weiter Widerstand gegen die Schliessung der Zentrale in der Westschweiz an: Die Gewerkschaft Unia und das betroffene Personal haben am Mittwoch eine Petition gegen den Entscheid des deutschen Mutterkonzerns lanciert.

In der Petition steht, inklusive der Zulieferbetriebe und Temporäranstellungen würden mehr als 1500 Stellen auf dem Altar des Profits geopfert. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner können ihrer Solidarität mit den Betroffenen Ausdruck geben und die politischen Behörden zum Handeln aufrufen.

(muv/sda/awp)

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