Gewinneinbruch bei Kühne + Nagel

Der Logistikdienstleister Kühne + Nagel hat im ersten Quartal 2012 deutlich weniger Gewinn gemacht. Grund ist vor allem eine EU-Kartellbusse. Die Erwartungen der Analysten wurden mehrheitlich verfehlt

16.04.2012

Der Logistikdienstleister Kühne + Nagel hat im ersten Quartal 2012 ein nach eigener Aussage «unbefriedigendes» Ergebnis erzielt. Während der Umsatzerlös mit +0,3 Prozent auf 4,83 Milliarden Franken praktisch stabil blieb, stieg der aussagekräftigere Bruttogewinn um 3 Prozent auf 1,50 Milliarden.

Hingegen sanken der operative Gewinn auf Stufe Ebitda um 39 Prozent auf 153 Millionen und der Ebit um 49 Prozent auf 100 Millionen. Der den Aktionären anrechenbare Reingewinn sackte um 56 Prozent auf 67 Millionen ab, teilte die Gesellschaft mit.

Der massive Gewinnrückgang gründet in erster Linie auf einer unlängst ausgesprochenen Kartellbusse der Europäischen Union (EU) über umgerechnet 65 Millionen Franken. Vor dieser Busse wird der Ebitda mit 218 Millionen und der Reingewinn mit 133 Millionen ausgewiesen. Mit den gezeigten Zahlen hat Kühne + Nagel die Analystenerwartungen mehrheitlich verfehlt.

Zudem hätten die Investitionen in Wachstumsinitiativen eine überproportionale Kostensteigerungen zur Folge gehabt. Doch auch die Gewinnmargen in der See- und Luftfracht seien rückläufig gewesen. Dennoch habe die Gruppe ein über dem Markt liegendes Wachstum realisiert.

Kühne + Nagel habe als Konsequenz aus den im ersten Quartal gewonnenen Erkenntnissen das Kostenmanagement verstärkt. «Wir sind zuversichtlich, dass die eingeleiteten Massnahmen und solides Wachstum im zweiten Halbjahr zu einer Ergebnisverbesserung beitragen werden», lässt sich CEO Reinhard Lange in der Mitteilung zitieren.

(vst/tno/awp)

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Der Logistikdienstleister Kühne + Nagel hat im ersten Quartal 2012 ein nach eigener Aussage «unbefriedigendes» Ergebnis erzielt. Während der Umsatzerlös mit +0,3 Prozent auf 4,83 Milliarden Franken praktisch stabil blieb, stieg der aussagekräftigere Bruttogewinn um 3 Prozent auf 1,50 Milliarden.

Hingegen sanken der operative Gewinn auf Stufe Ebitda um 39 Prozent auf 153 Millionen und der Ebit um 49 Prozent auf 100 Millionen. Der den Aktionären anrechenbare Reingewinn sackte um 56 Prozent auf 67 Millionen ab, teilte die Gesellschaft mit.

Der massive Gewinnrückgang gründet in erster Linie auf einer unlängst ausgesprochenen Kartellbusse der Europäischen Union (EU) über umgerechnet 65 Millionen Franken. Vor dieser Busse wird der Ebitda mit 218 Millionen und der Reingewinn mit 133 Millionen ausgewiesen. Mit den gezeigten Zahlen hat Kühne + Nagel die Analystenerwartungen mehrheitlich verfehlt.

Zudem hätten die Investitionen in Wachstumsinitiativen eine überproportionale Kostensteigerungen zur Folge gehabt. Doch auch die Gewinnmargen in der See- und Luftfracht seien rückläufig gewesen. Dennoch habe die Gruppe ein über dem Markt liegendes Wachstum realisiert.

Kühne + Nagel habe als Konsequenz aus den im ersten Quartal gewonnenen Erkenntnissen das Kostenmanagement verstärkt. «Wir sind zuversichtlich, dass die eingeleiteten Massnahmen und solides Wachstum im zweiten Halbjahr zu einer Ergebnisverbesserung beitragen werden», lässt sich CEO Reinhard Lange in der Mitteilung zitieren.

(vst/tno/awp)

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