Glanzresultat: Axel Weber neuer UBS-Präsident

Die UBS-Aktionäre haben Axel Weber mit überwältigender Mehrheit zum neuen Verwaltungsratspräsidenten der UBS gewählt. Derweil kamen die Manager der Grossbank in Sachen Boni mit einem blauen Auge davon

03.05.2012

Weitgehend geräuschlos haben die Aktionäre der Grossbank UBS den ehemaligen Bundesbank-Präsident Axel Weber mit grosser Mehrheit zum neuen Präsidenten gewählt. Auf der Generalversammlung der grössten Schweizer Bank stimmten am Donnerstag 98,8 Prozent der Aktionäre für Weber - mehr als für seinen Vorgänger.

Ex-Bundesrat Kaspar Villiger hatte an seiner letzten Generalversammlung als UBS-Verwaltungsratspräsident einige unangenehme Fragen von Aktionärsseite zu beantworten. Der scheidende Präsident verteidigte wortgewandt die hohen Vergütungen mit den Gegebenheiten des Marktes.

Die Abstimmung pro Weber hat nur konsultativen Charakter. Villiger sagte aber, dass ein vorgeschlagener Nachfolger Axel Weber sich wohl mit dem Resultat auseinandersetzen müsse.

Vergütungsbericht 2011 nur mit 60 Prozent angenommen

Widerstand gab es bei den Millionengehältern der Manager - nur noch 60 Prozent der Aktionäre stimmten dem Vergütungsbericht der UBS zu. Im letzten Jahr hatte die Ja-Quote noch bei 64,4 Prozent gelegen. Ein falsches Signal setze weiter die Vorauszahlung von 4 Millionen Franken an Axel Weber ohne Gegenleistung.

Höchstbezahltes Konzernleitungsmitglied war 2011 der Chef des Amerikageschäfts, Robert McCann mit 9,2 Millionen Franken Gesamtvergütung aus Fixlohn und teils später ausbezahlten Boni. Seine Kollegen in der UBS-Führung erhielten im Schnitt über 5 Millionen Franken.

Zuvor hatte Dominique Biedermann von der Aktionärsvereinigung Ethos massive Kritik an der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat geübt. «Ethos stimmt gegen den Vergütungsbericht 2011. Die Vergütungen der Geschäftsleitung sind im Gegensatz zur Leistung zu hoch. Ethos bedauert, dass die variablen Vergütungen nicht an das Grundsalär angepasst sind.» Trotz dieser offenen Kritik am Vergütungsbericht wurde dieser mit sicherer Mehrheit angenommen.

Eine Auswahl von Aktionärsstimmen:

  • «Im Gegensatz zum CEO der Credit Suisse sprechen Sie, Herr Ermotti, sehr gut deutsch»
  • «Ein Jahresgehalt von mehr als 1 Million Franken ist legalisierter Diebstahl.»
  • «Darf man behaupten, eine Bank wäre zu gross zum Untergehen? Schliesslich haben auch die Dinosaurier nicht überlebt»
  • «Schweizer Dreisatz im Banking heisst Triple N: Nasen, Nerven, Nullen»
  • «Wenn Herr Ermotti im Bankwesen so gut arbeitet, wie er als Tessiner deutsch spricht, müssen wir uns keine Sorgen machen.»

(aho/vst/sda)

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Weitgehend geräuschlos haben die Aktionäre der Grossbank UBS den ehemaligen Bundesbank-Präsident Axel Weber mit grosser Mehrheit zum neuen Präsidenten gewählt. Auf der Generalversammlung der grössten Schweizer Bank stimmten am Donnerstag 98,8 Prozent der Aktionäre für Weber - mehr als für seinen Vorgänger.

Ex-Bundesrat Kaspar Villiger hatte an seiner letzten Generalversammlung als UBS-Verwaltungsratspräsident einige unangenehme Fragen von Aktionärsseite zu beantworten. Der scheidende Präsident verteidigte wortgewandt die hohen Vergütungen mit den Gegebenheiten des Marktes.

Die Abstimmung pro Weber hat nur konsultativen Charakter. Villiger sagte aber, dass ein vorgeschlagener Nachfolger Axel Weber sich wohl mit dem Resultat auseinandersetzen müsse.

Vergütungsbericht 2011 nur mit 60 Prozent angenommen

Widerstand gab es bei den Millionengehältern der Manager - nur noch 60 Prozent der Aktionäre stimmten dem Vergütungsbericht der UBS zu. Im letzten Jahr hatte die Ja-Quote noch bei 64,4 Prozent gelegen. Ein falsches Signal setze weiter die Vorauszahlung von 4 Millionen Franken an Axel Weber ohne Gegenleistung.

Höchstbezahltes Konzernleitungsmitglied war 2011 der Chef des Amerikageschäfts, Robert McCann mit 9,2 Millionen Franken Gesamtvergütung aus Fixlohn und teils später ausbezahlten Boni. Seine Kollegen in der UBS-Führung erhielten im Schnitt über 5 Millionen Franken.

Zuvor hatte Dominique Biedermann von der Aktionärsvereinigung Ethos massive Kritik an der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat geübt. «Ethos stimmt gegen den Vergütungsbericht 2011. Die Vergütungen der Geschäftsleitung sind im Gegensatz zur Leistung zu hoch. Ethos bedauert, dass die variablen Vergütungen nicht an das Grundsalär angepasst sind.» Trotz dieser offenen Kritik am Vergütungsbericht wurde dieser mit sicherer Mehrheit angenommen.

Eine Auswahl von Aktionärsstimmen:

  • «Im Gegensatz zum CEO der Credit Suisse sprechen Sie, Herr Ermotti, sehr gut deutsch»
  • «Ein Jahresgehalt von mehr als 1 Million Franken ist legalisierter Diebstahl.»
  • «Darf man behaupten, eine Bank wäre zu gross zum Untergehen? Schliesslich haben auch die Dinosaurier nicht überlebt»
  • «Schweizer Dreisatz im Banking heisst Triple N: Nasen, Nerven, Nullen»
  • «Wenn Herr Ermotti im Bankwesen so gut arbeitet, wie er als Tessiner deutsch spricht, müssen wir uns keine Sorgen machen.»

(aho/vst/sda)

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