Im Schweizerischen Handelsamtsblatt wurde der Konkurs der Solar Industries AG (SIAG) am Montag publiziert, wie die «Berner Zeitung» berichtete. Bekannt wurde die Firma im Jahr 2011, als sie ankündigte, in Langenthal BE für über 20 Millionen Franken die grösste Schweizer Produktionsstätte für Solarmodule bauen zu wollen.
Die Bauarbeiten begannen auch, wurden aber schon drei Monate nach dem Spatenstich gestoppt. Kurze Zeit später wurde bekannt, dass einer der Aktionäre der Firma, die Zürcher Beteiligungsgesellschaft New Value, gegen den SIAG-Verwaltungsratspräsiden Rolf Wägli eine Strafanzeige eingereicht hat. Wägli verliess in der Folge das SIAG-Aufsichtsorgan.
New Value muss nun 11,7 Millionen Franken Aktienkapitalanteil von 30,2 Prozent an der SIAG abschreiben, wie die Zürcher Beteiligungsgesellschaft schon Anfang April bekanntgab. Betroffen ist auch der Stadtberner Energieversorger Energie Wasser Bern (EWB).
ewb-Mediensprecherin Alexandra Jäggi bestätigte am Dienstag auf Anfrage, dass ihr Unternehmen einen Abschreiber von maximal 5 Millionen Franken auf dem SIAG-Aktienkapitalanteil von fünfzehn Prozent vornehmen muss. Zudem behält sich ewb rechtliche Schritte gegen die SIAG-Verantwortlichen vor.
(chb/sda)



























