Goldman Sachs trennt sich von Sex-Geschäft

Die US-Investmentbank Goldman Sachs verkauft die Beteiligung an einer Website mit Sex-Angeboten. Die geschasste Seite steht in der Kritik, Sklaverei und Sexhandel mit Minderjährigen zu unterstützen.

02.04.2012

Die US-Grossbank Goldman Sachs hat sich nach anhaltender Kritik an ihren Geschäftspraktiken von der Beteiligung an einer Internetseite mit Sexangeboten getrennt.

Ein von Goldman geführter Fonds habe seinen Anteil von 16 Prozent an Village Voice Media an das Management des privaten Medienkonzerns zurückverkauft, teilte eine Sprecherin des Instituts mit. Village Voice betreibt die Seite Backpage.com, die in der Kritik steht, Sklaverei und Sexhandel mit Minderjährigen zu unterstützen.

Der Fonds von Goldman hat nach Bankangaben vor zwölf Jahren 30 Millionen Dollar in Village Voice investiert. Nach der Fusion mit der New Times 2006 sei die Einlage in einen Minderheitsanteil von 16 Prozent umgewandelt worden.

Bereits vor zwei Jahren habe sich Goldman entschieden, sich aus der Beteiligung zurückziehen zu wollen, da diese nicht mehr zum Unternehmen passe, sagte die Sprecherin. Über den Verkauf sei aktiv ab März verhandelt worden.

Village Voice Media ist in den USA nach Umsatz der grösste Anbieter von Online-Werbung für Erotik. Allein im Februar setzte die Branche dem Marktforschungsinstitut AIM Group zufolge 3,1 Millionen Dollar um - fast 10 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auf Backpage.com seien fast vier Fünftel der Umsätze entfallen.

(laf/tno/sda)

Diskussion
- Kommentare
Mehr zum Thema

Die US-Grossbank Goldman Sachs hat sich nach anhaltender Kritik an ihren Geschäftspraktiken von der Beteiligung an einer Internetseite mit Sexangeboten getrennt.

Ein von Goldman geführter Fonds habe seinen Anteil von 16 Prozent an Village Voice Media an das Management des privaten Medienkonzerns zurückverkauft, teilte eine Sprecherin des Instituts mit. Village Voice betreibt die Seite Backpage.com, die in der Kritik steht, Sklaverei und Sexhandel mit Minderjährigen zu unterstützen.

Der Fonds von Goldman hat nach Bankangaben vor zwölf Jahren 30 Millionen Dollar in Village Voice investiert. Nach der Fusion mit der New Times 2006 sei die Einlage in einen Minderheitsanteil von 16 Prozent umgewandelt worden.

Bereits vor zwei Jahren habe sich Goldman entschieden, sich aus der Beteiligung zurückziehen zu wollen, da diese nicht mehr zum Unternehmen passe, sagte die Sprecherin. Über den Verkauf sei aktiv ab März verhandelt worden.

Village Voice Media ist in den USA nach Umsatz der grösste Anbieter von Online-Werbung für Erotik. Allein im Februar setzte die Branche dem Marktforschungsinstitut AIM Group zufolge 3,1 Millionen Dollar um - fast 10 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auf Backpage.com seien fast vier Fünftel der Umsätze entfallen.

(laf/tno/sda)

Meistgelesen

Commerzbank: Streit um ein 80-Milliarden-Geisterkonto
Konflikt

Lange tappten Kontrolleure der Commerzbank im Dunkeln: Zeitweise sammelte sich auf einem internen Konto offenbar ein exorbitant hohes Minus an. Selbst ein Jahr später war der Fall ungeklärt. Mehr...

VonMathias Ohanian
23.04.2014
«Swisscom TV 2.0 ist ein Quantensprung»
Technologie

Andreas Toscan, Betreiber des grössten Schweizer Digital-TV-Forums, beschreibt das veränderte Fernseh-Konsumverhalten, nennt Risiken für die TV-Sender – und erklärt, wie die Konkurrenz punkten kann. Mehr...

Interview vonVolker Strohm
23.04.2014
Auch Leuenberger warnt vor Swiss-Konkurrent Etihad
Lobbying

Nachdem die Medien regelmässig mit Schreckenszenarien zur Konkurrenz aus den Golfstaaten gefüttert wurden, meldet sich nun auch die Swiss Luftfahrtstiftung und deckt tiefere Gebühren für die Swiss. Mehr...

23.04.2014
Apple-Milliardengewinn als Nebenschauplatz
Vorschau

Heute Abend legt Firmenchef Tim Cook die neusten Quartalszahlen vor. Dabei stehen einmal mehr nicht primär Umsatz und Gewinn, sondern insbesondere Aussagen zu möglichen neuen Produkten im Fokus. Mehr...

VonVolker Strohm
23.04.2014
Novartis-Milliardenumbau betrifft auch die Schweiz
Life Science

Portfolio-Bereinigung beim Pharmamulti: Von Glaxo Smith Kline wird der Onkologiebereich übernommen, zugleich wechseln das Impfstoffgeschäft und die Tiermedizin den Besitzer. Mehr...

22.04.2014
Novartis-Umbau trifft 1500 Schweizer Mitarbeiter
Pharma

Die Neustrukturierung von Novartis hat Folgen für rund ein Zehntel der Beschäftigten hier in der Schweiz. Die Angestellten sollen offenbar von den Käufern übernommen werden. Mehr...

22.04.2014
Rasanter iPhone-Verkauf treibt Apple-Umsatz
Quartalszahlen

Apple steigert den Umsatz weiter und überrascht damit die Analysten. Die positiven Zahlen verdanken die Amerikaner einer Sparte. Mehr...

01:08

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung
 

Cover der aktuellen Ausgabe

 

Unsere Partner      

Sixt greift Mobility an Mehr

UPC fürchtet Importrestriktionen für TV-Boxen Mehr

Mammut will Amazon ausschalten. Mehr

Schweizer Aufpasser untersuchen Hypo-Bankenpleite. Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...