Meistgelesen

Geheimbericht zum Franken: Wie hilfllos ist die Schweiz?
Geldpolitik

Seit zwei Jahren hält der Bundesrat einen Bericht unter Verschluss, der das Potenzial hat, den Wechselkurs zu beeinflussen. Ein Experte der Credit Suisse glaubt, den Grund dafür zu kennen. Mehr...

VonMarc Iseli
30.07.2015
Börsenstrategen halten einen zumindest kurzfristigen Preisaufschwung für möglich
Preissturz

Gold fällt und fällt. Das gelbe Metall notiert auf dem tiefsten Stand seit Oktober 2009. Spekulanten mischen mit und drücken den Kurs. Möglicherweise platzt die Spekulation, und es kommt zum Rebound. Mehr...

VonGeorg Pröbstl
09:25
Studie beweist: Lieber dumm und reich als klug und arm
Einkommen

Kinder aus reichen Familien haben – unabhängig von der Intelligenz – viel höhere Chancen, als Erwachsene in einem guten Job zu landen als arme, kluge Kinder. Das zeigt eine Studie aus Grossbritannien. Mehr...

VonGabriel Knupfer
06:05
Details

En Detail muss Donald Trump als Anwärter auf die US-Präsidentschaft sein Vermögen erklären. Nun ist bekannt, wie viel Geld er mit Ratgebern, Schönheitswettbewerben und einem Karussell macht. Mehr...

VonJulia Fritsche
30.07.2015
Riesenverlust: SNB macht 50 Milliarden Franken Minus
Geldpolitik

Die Schweizerische Nationalbank zieht Bilanz zum Halbjahr: Sie weist für die ersten sechs Monate 2015 ein Minus von 50,1 Milliarden Franken aus. Damit vergrössert sich das Loch vom Vorquartal. Mehr...

08:22
Entdeckung

Der Flug MH370 ist das grösste Mysterium der Luftfahrtgeschichte. Nun wurden ein Flügel und ein Koffer angeschwemmt – 7000 Kilometer von der Stelle entfernt, an der man das Wrack eigentlich vermutet. Mehr...

VonLaura Frommberg
30.07.2015
Aus der Mode: Gold droht unter 1000 Dollar zu fallen
Rohstoff

Die glänzenden Zeiten sind vorbei: Gold scheint für Investoren seinen Status als Krisenwährung zu verlieren. Neue Prognosen zeigen, dass der Preisverfall sich noch dramatischer entwickeln könnte. Mehr...

29.07.2015

Anzeige

Google will Anfragen offenlegen

Prism

Google hat im Skandal um die US-Internet-Überwachung laut eigenen Aussagen nichts zu verbergen - und möchte das nun mit der Veröffentlichung von Regierungsanfragen belegen.

11.06.2013

Google wagt in der brodelnden Affäre um das Ausspähen von Internetnutzern die Konfrontation mit der US-Regierung. Der Konzern will die Anfragen der Behörden nach Nutzerdaten öffentlich machen, um den Verdacht aus dem Weg zu räumen, das Unternehmen gewähre den Geheimdiensten uneingeschränkten Zugang zu seinen Systemen.

Chefjustiziar David Drummond forderte Justizminister Eric Holder und FBI-Chef Robert Mueller in einem am Dienstag veröffentlichten Brief auf, die Erlaubnis für die Veröffentlichung zu geben. Der Konzern will die Anzahl und die Breite der Anfragen offenlegen, nicht aber auf wen diese sich konkret beziehen.

«Transparenz dient dem öffentlichen Interesse, ohne die nationale Sicherheit zu gefährden», schrieb Drummond. Das Unternehmen hat ein Eigeninteresse an der Veröffentlichung, wie der Chefjustiziar klarmachte: «Google hat in den vergangenen 15 Jahren hart daran gearbeitet, das Vertrauen unserer Nutzer zu gewinnen.»

Momentan müssen Google und andere Internetfirmen schweigen, wenn sie auf Grundlage des Auslandsspionage-Gesetzes FISA verpflichtet werden, Daten ihrer Nutzer herauszugeben. Ein spezielles Gericht muss eine derartige Anfrage freigeben.

«Privatsphäre unserer Nutzer schützen»

Bereits Konzernchef Larry Page hatte am Wochenende versichert, dass die Regierung keinen direkten Zugang zu den Google-Rechenzentren habe. Die Zeitungen «Washington Post» und «Guardian» hatten dagegen von einem System mit dem Namen Prism berichtet, über das der Geheimdienst NSA sich einen direkten Zugang zu Nutzerdaten bei wichtigen Internetkonzernen verschaffen könne.

Auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg wies derartige Berichte am Dienstag auf der Hauptversammlung erneut zurück. «Keine Behörde hat direkten Zugang zu unseren Servern», sagte er. Behörden könnten zwar einen Gerichtsbeschluss erwirken, doch auch dann gebe Facebook nur soweit Daten heraus, wie das Soziale Netzwerk dazu verpflichtet sei. «Wir kämpfen darum, die Privatsphäre unserer Nutzer zu schützen.»

Google gibt bereits heute einen Report heraus, in dem Anfragen von Behörden weltweit verzeichnet sind. Die Anfragen im Rahmen der nationalen Sicherheit sollten diesem Report hinzugefügt werden, erklärte Chefjustiziar Drummond. Diese Zahlen würden dann klar zeigen, dass Google in geringerem Umfang mit den Behörden kooperiere als dem Unternehmen vorgeworfen werde. «Google hat nichts zu verbergen.»

(tno/awp)

Diskussion
- Kommentare
Google Inc. A
OneYear
640Mehr...
Mehr zum Thema
Stichworte:
Google NSA

Google wagt in der brodelnden Affäre um das Ausspähen von Internetnutzern die Konfrontation mit der US-Regierung. Der Konzern will die Anfragen der Behörden nach Nutzerdaten öffentlich machen, um den Verdacht aus dem Weg zu räumen, das Unternehmen gewähre den Geheimdiensten uneingeschränkten Zugang zu seinen Systemen.

Chefjustiziar David Drummond forderte Justizminister Eric Holder und FBI-Chef Robert Mueller in einem am Dienstag veröffentlichten Brief auf, die Erlaubnis für die Veröffentlichung zu geben. Der Konzern will die Anzahl und die Breite der Anfragen offenlegen, nicht aber auf wen diese sich konkret beziehen.

«Transparenz dient dem öffentlichen Interesse, ohne die nationale Sicherheit zu gefährden», schrieb Drummond. Das Unternehmen hat ein Eigeninteresse an der Veröffentlichung, wie der Chefjustiziar klarmachte: «Google hat in den vergangenen 15 Jahren hart daran gearbeitet, das Vertrauen unserer Nutzer zu gewinnen.»

Momentan müssen Google und andere Internetfirmen schweigen, wenn sie auf Grundlage des Auslandsspionage-Gesetzes FISA verpflichtet werden, Daten ihrer Nutzer herauszugeben. Ein spezielles Gericht muss eine derartige Anfrage freigeben.

«Privatsphäre unserer Nutzer schützen»

Bereits Konzernchef Larry Page hatte am Wochenende versichert, dass die Regierung keinen direkten Zugang zu den Google-Rechenzentren habe. Die Zeitungen «Washington Post» und «Guardian» hatten dagegen von einem System mit dem Namen Prism berichtet, über das der Geheimdienst NSA sich einen direkten Zugang zu Nutzerdaten bei wichtigen Internetkonzernen verschaffen könne.

Auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg wies derartige Berichte am Dienstag auf der Hauptversammlung erneut zurück. «Keine Behörde hat direkten Zugang zu unseren Servern», sagte er. Behörden könnten zwar einen Gerichtsbeschluss erwirken, doch auch dann gebe Facebook nur soweit Daten heraus, wie das Soziale Netzwerk dazu verpflichtet sei. «Wir kämpfen darum, die Privatsphäre unserer Nutzer zu schützen.»

Google gibt bereits heute einen Report heraus, in dem Anfragen von Behörden weltweit verzeichnet sind. Die Anfragen im Rahmen der nationalen Sicherheit sollten diesem Report hinzugefügt werden, erklärte Chefjustiziar Drummond. Diese Zahlen würden dann klar zeigen, dass Google in geringerem Umfang mit den Behörden kooperiere als dem Unternehmen vorgeworfen werde. «Google hat nichts zu verbergen.»

(tno/awp)

Die aktuelle Ausgabe der Handelszeitung
 

Cover der aktuellen Ausgabe


 

Unsere Partner   
 

Michel Platini als Nachfolger von Blatter praktisch gesetzt. Mehr

Monsanto punktet gegen Syngenta. Mehr

Deutschland bleibt für Vontobel ein Verlustgeschäft. Mehr

Der Einkauf via Handy wird zum Milliarden-Geschäft. Mehr

So viel Bares legen die SMI-Konzerne zur Seite. Mehr

Das und vieles mehr finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung.

Zum Inhaltsverzeichnis

Abonnieren

Die Handelszeitung jede Woche in Ihrem Briefkasten zum günstigen Abopreis.

Abonnemente

Studenten-Abo

Dienste für Abonnenten:

Die Handelszeitung ist Gründerin und Mitglied von Suite 150 – dem Klub der ältesten Unternehmen der Schweiz.
Zur Übersicht...

 

Startseite

Jetzt in den App Stores!

Wirtschaft für unterwegs.